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17,2 Milliarden Euro Eingliederungshilfe für behinderte Menschen im Jahr 2017

Gesellschaft & Politik

17,2 Milliarden Euro Eingliederungshilfe für behinderte Menschen im Jahr 2017

Dies entspricht einem Plus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Statistisches Bundesamt veröffentlicht neueste Zahlen.

(Foto: RainerSturm/pixelio.de)

(Foto: RainerSturm/pixelio.de)

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 17,2 Milliarden Euro (netto) für die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen nach dem Sechsten Kapitel Zwölftes Buch Sozialgesetzbuch SGB XII) ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entsprach dies einer Steigerung um 4,4 % gegenüber 2016.

In die Hilfe zur Pflege nach dem Siebten Kapitel SGB XII flossen 3,4 Milliarden Euro (-10,7 %) und in die Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Dritten Kapitel 1,5 Milliarden Euro (+3,8 %). Die Nettoausgaben für die Hilfen zur Gesundheit, die Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten sowie die Hilfe in anderen Lebenslagen nach dem Fünften, Achten und Neunten Kapitel SGB XII lagen zusammen bei 1,3 Milliarden Euro (+4,7 %).

Die Ausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Vierten Kapitel SGB XII, die vollständig aus Erstattungsmitteln des Bundes an die Länder finanziert wurden, beliefen sich nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im Jahr 2017 auf 6,3 Milliarden Euro (+7,0 %).

Die Nettoausgaben für Sozialhilfeleistungen nach dem Dritten bis Neunten Kapitel SBG XII betrugen im Jahr 2017 insgesamt 29,7 Milliarden Euro (+2,9 %).

Neue Methodik

In der Statistik der Ausgaben und Einnahmen der Sozialhilfe nach dem Dritten und Fünften bis Neunten Kapitel SGB XII werden ab dem Berichtsjahr 2017 die Ausgaben und Einnahmen für die Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Vierten Kapitel SGB XII nicht mehr erfasst. Hintergrund ist, dass der Bund die Kosten für die Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung seit 2014 den Ländern vollständig erstattet. Die Länder liefern dafür Nachweise an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und wurden von einer zusätzlichen Datenlieferung an die Statistischen Ämter entlastet. In den Berichtsjahren 2015 und 2016 erfolgte die Erfassung bereits lediglich auf Grundlage einer Übergangsregelung nach § 131 SGB XII.

(RP/PM)

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5 Kommentare

5 Comments

  1. Stefan Himbert

    13. August 2018 um 13:21

    100 Millionen zu wenig !

  2. Stefan Himbert

    13. August 2018 um 14:04

    Behis sind kein Kostenfaktor!
    Wir sind eine Wirtschaftliche Gemeinschaft“

  3. Elisabeth Wirthensohn

    13. August 2018 um 22:53

    Im Saarland wird als einzigstem Bundesland die vom Bund zu 100 Prozent erstattete Grundsicherung nicht an den örtlichen Sozialhilfeträger, zuständig fürt Grundsicherung im alter und bei Erwerbsminderung, zurückkgegeben, sondern an den Überörtlichen Sozialhilfeträger, weil die hohen stationären Hilfe zur Pflegekosten davon teilweise finanziert werden.

  4. Elisabeth Wirthensohn

    13. August 2018 um 22:59

    Wie ist es also gerechtfertigt, dass es keine Statistik über Ausgaben „Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung“ mehr gibt? Unfassbar so was. Es reicht nicht, dass Sozialrentner überall Flaschen sammeln gehn und Sozialrentner in alten- und Pflegeheimen, auch in stationären Behinderteneinriochtungen von derzeit 120 EUR Barbetrag/Taschengeld ihr Leben fristen müssen.

  5. Hubert Hüpoe

    16. August 2018 um 21:01

    Das Geld geht leider nicht in der Hauptsache an die Menschen mit Behinderungen sondern an die Einrichtungen.( damit werden letztlich auch die Supergehälter an Werkstättenleiter gezahlt).

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