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19. Bernd-Best-Turnier geht krachend zu Ende – hat aber leider viel zu wenige Zuschauer

Köln

19. Bernd-Best-Turnier geht krachend zu Ende – hat aber leider viel zu wenige Zuschauer

Das größte Rollstuhlrugby-Turnier der Welt lockte am vergangenen Wochenende 32 Teams aus ganz Europa, 250 Spielerinnen und Spieler, 300 ehrenamtliche Menschen und am Finaltag knapp 250 Fans nach Köln.

Das Team „London“  gewann in der Kategorie Champions League. (Foto: Michelle Saal)

Das Team „London“ gewann in der Kategorie Champions League. (Foto: Michelle Saal)

„Ich bin müde, aber glücklich“, ließ es sich eine erleichterte, aber rundum zufriedene Turnier-Organisatorin Anke Opiela in der Cafeteria der Willy-Brandt-Gesamtschule am späten Sonntagnachmittag entlocken. Ihr Team und Opiela selbst, die während der Veranstaltung auch noch Spiele als Referee leitete, hatten gerade das größte Rollstuhlrugby-Turnier der Welt hinter sich gebracht.

72 Stunden lang duellierten sich die besten und ambitioniertesten Rollstuhlrugby-Spieler der Welt neben Hobby- und Gelegenheitssportlern. Ein einmaliges Ambiente und Miteinander, das die knapp 250 Athleten und 84 Unparteiischen aus Deutschland, den Niederlanden, Ungarn, Dänemark, Irland und vielen weiteren Ländern, seit 20 Jahren zu schätzen wissen.

„Das Bernd-Best-Turnier“, holt Opiela aus, „ist eine sportliche Großveranstaltung, die nicht nur ihresgleichen auf dem Erdball sucht, sondern auch mit jeder Menge Zeit, Kraft, Aufwand und logistischem Geschick verbunden ist.“ Die Familienmutter und Unparteiische spielt dabei auf die Heerscharen Rollstuhlfahrer an, die sich an drei Tagen ihren Weg zwischen den Hallen, Parkplätzen und der Jugendherberge Köln-Riehl bahnen müssen. Ein rollender Ameisenhaufen, der in vier Leistungsklassen die Turniersieger ausspielte.

Während in der „Champions League“ das Team „London“ den Titel abräumte, gewann in der „Professional League“ das Team „Hellfire“, in der „Advanced League“ die „Falcons“ und in der „Basic League“ die dänische Equipe „Aarhus BurnOuts“. Einen starken dritten Platz in der Basic League belegte indes das reine Damenteam der „hot chicks“, das bei der Siegerehrung am Sonntag, unter den Augen von Kölns Bürgermeister Dr. Ralf Heinen, den meisten Applaus kassierte.

Dickes Dankeschön an alle Helfer und Partner

Dass ein solches Sportevent nicht ohne Partner und Helfer möglich ist, unterstreicht Anke Opiela mit einem sanften Lächeln auf dem Gesicht: „Eine solche Veranstaltung könnten wir ohne die vielen Helfer, Sponsoren und Ehrenamtler gar nicht auf die Beine stellen. Ihnen, wie auch jeder anpackenden Hand, gilt mein ehrlicher und aufrichtiger Dank.“

Dass es auch im nächsten Jahr wieder ordentlich krachen und Köln für zwei Tage zur Rollstuhlrugby-Hochburg werden wird, daran lässt die 37-Jährige keinen Zweifel: „Auch wenn alle nach dem Bernd-Best-Turnier ein bisschen müde sind, sind sich alle schon wieder einig, dass es auch 2020 zur Neuauflage des Turniers kommen wird, das dann zum 20. Mal stattfinden wird.“

Bei aller Euphorie und jeder Menge Emotionen, wollen die Verantwortlichen aber nicht stehen bleiben, sondern weiter dafür arbeiten, dass das größte Rollstuhlrugby-Turnier der Welt noch bekannter und attraktiver wird, so dass sich noch mehr Menschen und Sportbegeisterte für die scheppernde und krachende Veranstaltung im Schatten des Kölner Doms interessieren. Oder wie es am Wochenende ein Fan auf der BBT-Facebook-Seite schrieb:

„Ein starkes Turnier, leider viel zu wenig Zuschauer. Dieser Sport hätte einfach eine große Kulisse verdient. Wir gucken, wenn möglich, jedes Jahr mal rein. Und klasse organisiert ist es auch. Viele freiwillige Helfer, sehr freundlich und hilfsbereit.“

Platzierungen
Champions League
1. London (GBR)
2. Red Lions (LUX)
3. The Flying Dutchmen (NED)
Professional League
1. Hellfire (GBR)
2. Hollister Hussars (GER)
3. Amsterdam Terminators
Advanced League
1. Falcons (DEN)
2. Bourgoin Dolphins (FRA)
3. The Gunners (CZE)
Basic League
1. Aarhus BurnOuts (DEN)
2. Copenhagen Ballcrackers (DEN)
3. hot chicks (GER)

(RP/PM)

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