Kontaktieren Sie uns

Rollingplanet | Portal für Menschen mit Behinderung

AfD und Türkei planen Auffanglager für deutsche Behinderte

Klatsch & Tratsch

AfD und Türkei planen Auffanglager für deutsche Behinderte

Barrierefreie Zelte vor den Toren von Izmir sollen mindestens zwei Millionen Menschen mit Behinderung aufnehmen können.

Barrierefreie Zelte vor den Toren von Izmir sollen mindestens zwei Millionen Menschen mit Behinderung aufnehmen können.

Will sich von möglichst vielen lästigen Menschen verabschieden: AfD-Parteivorsitzende Frauke Petry  (Foto: Swen Pförtner/dpa)

Will sich von möglichst vielen lästigen Menschen verabschieden: AfD-Parteivorsitzende Frauke Petry (Foto: Swen Pförtner/dpa)

Heißt Behinderte willkommen: Türkeis Präsident Recep Tayyip Erdogan (Foto: EPA/Presidental Press Office)

Heißt Behinderte willkommen: Türkeis Präsident Recep Tayyip Erdogan (Foto: EPA/Presidental Press Office)

Zwei Kilometer entfernt von der Hafenstadt Izmir soll ein Auffanglager für Menschen mit Behinderung aus Deutschland entstehen. Darauf verständigten sich die AfD-Chefin Frauke Petry und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Die Pläne sollen umgesetzt werden, falls die AfD bei den Bundestagswahlen im Herbst kommenden Jahres einen ähnlich fulminanten Erfolg erzielt wie zuletzt bei den Landtagsabstimmungen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – und Mitglied einer Bundesregierung werden sollte.

„Es gibt in Deutschland sieben bis acht Millionen Behinderte“, so Petry. Die von ihnen verursachten Kosten in Milliardenhöhe für Sozialhilfe, Inklusion und Barrierefreiheit „könnten wir dramatisch reduzieren, wenn wir nur zwei Millionen der Rollstuhlfahrer, psychisch Kranken, Blinden, Gehörlosen und die mit Down-Syndrom dazu bewegen könnten, wegzuziehen. Sie sollen künftig weit weg von uns dort leben, wo sie ein bestes, herzliches Umfeld erwartet, ohne dem Steuerzahler hierzulande zur Last zu fallen. Indonesien ist ein vorbildliches Beispiel, wie man mit Problemmenschen umgeht.“

Eine Win-Win-Situation für alle

Vor den Toren von Izmir, der mit vier Millionen Einwohnern drittgrößten türkischen Stadt, könnten hunderttausende barrierefreie Zelte entsprechenden Platz für deutsche Behinderte bieten. „Es wird sogar behindertengerechte Duschen mit Warmwasser geben“, betonte Petry. „Andere schieben Rollstuhlfahrer, wir schieben sie ab.“

Erste Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Izmir datieren zirka 6500–4000 v. Chr. (Foto: Wikipedia/Faik Sarıkaya, gemeinfrei)

Erste Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Izmir datieren zirka 6500–4000 v. Chr. (Foto: Wikipedia/Faik Sarıkaya, gemeinfrei)

Menschen mit Behinderung, die sich dafür entscheiden, die deutsche Staatsangehörigkeit aufzugeben und dafür die türkische anzunehmen, sollen mit einer Abschiedsprämie von 5.000 Euro belohnt werden. „Wir brauchen keine Willkommens-, sondern eine Abschiedskultur“, so Petry. „Wir sagen schon seit langem, dass nicht Einwanderung, sondern Auswanderung die Lösung sein muss.“ Die Türkei soll für jeden Menschen mit Behinderung aus Deutschland eine Ausgleichszahlung von 50.000 Euro erhalten. Trotz dieses Betrages „machen wir dabei ein super Geschäft“, betont Petry.

Die Nachricht hat in Berlin und anderswo für große Überraschung gesorgt – bislang war nicht einmal bekannt gewesen, dass sich die beiden Politiker getroffen hatten. Die Begegnungen zwischen Petry (bisher immer gegen einen EU-Beitritt der Türkei) und Erdogan fanden den Angaben zufolge am 14. und 15. März 2016 statt – an beiden Tagen wurde die AfD-Bundesvorsitzende vergebens beim „ZDF-Morgenmagazin“ erwartet. Nun wird deutlich, warum Petry seinerzeit trotz ihrer Zusagen nicht erschienen ist. Der türkische Präsident hatte ihr kurzfristig einen Termin gewährt. Bei der Gelegenheit soll zuverlässigen Quellen zufolge auch darüber diskutiert worden sein, wie man mit der deutschen Lügenpresse und Satiresendungen wie „extra3“ umgeht.

(RP)

Weiterlesen
Das könnte Sie auch interessieren…

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

22 Kommentare

22 Kommentare

  1. Michael Wrobel

    1. April 2016 um 09:41

    da heute der 1. april ist, soll der artikel wohl ein april-scherz sein.
    7 ich, rollifahrer, find das aber gar nicht witzig! man weiss zwar, dass die AfD ebenso wie erdogan nix von demokratie, menschenrechten und sozialstaat hält. aber euer versuch, daraus einen aprilscherz zu machen, ging gründlich nach hinten los, da schon allein die idee (die ja jemand von EUCH hatte) geschmacklos und zynisch ist.
    Ausserdem ist das ganze ziemlich unrealistisch, da die AfD nie an einer regierung beteiligt wird. und warum soll türkei 2 millionen behinderte aufnehmen wo doch erdogan nicht mal mit der kurdischen minderheit geschweige denn mit demokratisch denkenden menschen umgehen kann?
    recherchiert lieber mal, wie mit behinderten, alten und kranken in der türkei umgegangen wird und berichtet darüber.
    also leute, das war nix.

  2. Bluemoon69

    1. April 2016 um 10:12

    Ziemlich grausamer Aprilscherz, aber finde ich gut.

  3. Sabine Schaetzle

    1. April 2016 um 10:20

    Ich hasse 1. April scherze. Erst recht das Gesicht dieser Frau. Schlechter Scherz.

  4. Jack Saw

    1. April 2016 um 10:22

    Ich dachte immer ein Aprilscherz soll zumindest im Ansatz mit dem Wort „Spaß“ verbunden werden können…

  5. Robert Franz

    1. April 2016 um 10:33

    Dämlicher April – „Scherz“!

  6. Robert Franz

    1. April 2016 um 10:45

    CDU und das original die Grünen internieren Pegida Anhänger und afd Wähler um ihnen arabisch für eine bessere Integration beizubringen

  7. Andrea Bröker

    1. April 2016 um 11:00

    Das ist der blödeste Aprilscherz, den ich je gelesen habe.

  8. Andreas Berg

    1. April 2016 um 11:12

    Hoffen wir dass aus dem Aprilscherz nie Realität wird… verbürgen würde ich mich dafür nicht…

  9. Marcel Kühne

    1. April 2016 um 11:23

    Dann sind die ja vip. Die gehirnamputierten vollspassten XDD

  10. Martin Höfelmeyer

    1. April 2016 um 12:09

    Das haben wir verstanden -nur der ist NICHT witzig! Sprich misslungen!

  11. Matthias Zeisberger

    1. April 2016 um 12:19

    Naja, der ist tatsächlich ein wenig platt. Als behinderter Mensch wünsche ich mir allerdings ausdrücklich auch Behindertenwitze. Wer Inklusion will, sollte in diesem Fall nicht nach Diskriminierung rufen. Mal drüber nachdenken.

  12. Rainer Hollster

    1. April 2016 um 16:01

    So viele negative Kommentare das wird seinen grund haben. Auch wenn der Aprilscherz vielleicvht nicht gelungen scheint, würde ich das Thema nicht abtun. Der AFD traue ich alles zu.

  13. Daniel Bender

    1. April 2016 um 16:27

    April April er kann machen was er will noch ein versuch eines Aprilscherzes

  14. Stephan Zöllner

    1. April 2016 um 23:22

    Welches Datum haben wir heute noch mal? 🙂

  15. Andrea Balkie

    2. April 2016 um 13:31

    Ja diese Frau könnte Hitler 2 sein , sie hasst Behinderte , die ist selber krank.

  16. Wolle Wusel

    2. April 2016 um 19:21

    Die tickt nicht sauber

  17. Anja

    3. April 2016 um 03:02

    Die Satire in diesen missglückten Aprilscherz geht gegen die Ängste von Menschen mit Behinderung. Eine Satire gegen die AfD wäre angebrachter gewesen. Der AfD hätte ich solch einen makabren Aprilscherz, ganz dem Motto “ wir machen uns über die Ängste der bescheuerten Behinderten mal so richtig lustig“ zugetraut. Leider gibt es unter uns Menschen mit Behinderung tatsächlich auch AfD Verblendete/Sympathisanten. Und nein, Inklusion, Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass ich solch geschmacklose Scherze nun gefälligst zu ertragen habe und es dazu gehört.

  18. Anja Marten

    3. April 2016 um 03:16

    Die Satire in diesen missglückten Aprilscherz geht gegen die Ängste von Menschen mit Behinderung. Eine Satire gegen die AfD wäre angebrachter gewesen. Der AfD hätte ich solch einen makabren Aprilscherz, ganz dem Motto “ wir machen uns über die Ängste der bescheuerten Behinderten mal so richtig lustig“ zugetraut. Leider gibt es unter uns Menschen mit Behinderung tatsächlich auch AfD Verblendete/Sympathisanten. Und nein, Inklusion, Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass ich solch geschmacklose Scherze nun gefälligst zu ertragen habe und es dazu gehört.

  19. René Kipping

    3. April 2016 um 21:54

    Selbst Rollingplanet haben den Behinderten auf übelste Weise beleidigt. Kein Aprilscherz!

  20. Volker Schüler

    3. April 2016 um 22:07

    Rollingplanet hat AfD erpressen und verhetzten! Da stimmt es nicht von Rollingplanet Bericht.

  21. Bernd Langer

    5. April 2016 um 13:59

    Fällt unter Die Gürtellinie, da kommen einem ja Eutanasie Gedanken. Nicht gut.!!!

  22. Zwielicht

    20. Mai 2017 um 20:47

    … da kommen einem ja Eutanasie Gedanken…Genau, richtig gedacht, nichts anderes wollte der sogenannte 1. April Beitrag bewirken.

    Scherze auf Kosten behinderter Menschen zu machen finde ich diskriminierend und geschmacklos. Hetzpropaganda kann man auch anders rüberbringen.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weiter(sc)rollen – Thema: Klatsch & Tratsch

Neueste Beiträge

Top-Themen

Am häufigsten gelesen

Das Aufreger-Thema

Neueste Kommentare

Neuestes Parkplatzschwein

Besonders dreiste Falschparker (I)

Falschparker/in: KB-M 7001

Von 16. Mai 2018
Aufzug