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Am liebsten Sex mit einem Querschnittgelähmten

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Am liebsten Sex mit einem Querschnittgelähmten

Marie (23) findet Männer anziehend, die im Rollstuhl sitzen. Übers Internet hat sie Max kennengelernt – und Orgasmen, von denen sie zuvor nur fantasieren konnte.

Ariane Alter (links) und Linda Becker (rechts) beschäftigen sich in „Puls“ mit dem Thema „Sex mit körperlicher Behinderung“. (Foto: Bayerischer Rundfunk)

Ariane Alter (links) und Linda Becker (rechts) beschäftigen sich in „Puls“ mit dem Thema „Sex mit körperlicher Behinderung“. (Foto: Bayerischer Rundfunk)

Es gibt sogenannte „Devotees“, die auf querschnittgelähmte Menschen oder Menschen mit Amputationen stehen. Marie (23) erkannte ihren Fetisch, als sie 16 Jahre alt war: „Ich finde Querschnittlähmung einfach total attraktiv. Ein querschnittgelähmter Mann ist für mich immer attraktiver als ein nicht querschnittgelähmter Mann. Ich habe mir natürlich viele Gedanken gemacht, warum ich diese Vorliebe habe, aber ich kann es nicht wirklich beantworten. Vielleicht weil ich Männer mit Querschnittlähmung irgendwie stärker finde – die haben etwas überwunden, einen stärkeren Charakter. Aber ich finde es auch ästhetisch sehr schön.“

Im Internet suchte Marie gezielt einen Rollstuhlfahrer – und fand Max, der seit einem Snowboardunfall gelähmt ist. Für einen Menschen mit einer schweren Behinderung, der sonst möglicherweise nur sehr schwer eine Partnerin findet, ist Marie „wie ein Sechser im Lotto“, sagt der 32-Jährige. Ihre Beziehung ist eine ziemliche geile Sache, wie Marie der Journalistin Linda Becker von „Puls“, dem jungen Programm des Bayerischen Rundfunks, versichert:

„Es läuft jetzt nicht klassisch ab. Wir haben schon spezielle Positionen oder Flächen – auf dem Esstisch oder am Pflegebett, das man hoch und runter fahren kann. Das geht auch gut! Sonst kann man sich auch auf den Rollstuhl setzen. Der Sex war – gerade am Anfang – für mich einfach super aufregend. Sowas habe ich echt noch nie erlebt, solche Orgasmen und diese Ekstase. Das war eben das, was ich mir schon immer gewünscht habe und worüber ich fantasiert habe.“

Wie ist es für jemanden, der eine körperliche Behinderung hat, Geschlechtsverkehr zu haben? Was ist anders? Wie lernt man einen Partner kennen? Linda Becker hat gemeinsam mit ihrer Kollegin Ariane Alter für das „Puls“-Podcast diese Fragen aufgegriffen und nicht nur Linda, sondern auch Max interviewt. Die 35-minütige Audio-Sendung kann man hier anhören: „Im Namen der Hose: Sex mit Behinderung“.

(RP)

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