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Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Menschen mit Behinderung sollen bei Hürden Schadensersatz einklagen können

Alltag

Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Menschen mit Behinderung sollen bei Hürden Schadensersatz einklagen können

Gutachten sieht Anspruch auf Barrierefreiheit auch im Alltag – bisher galt er nur im Arbeitsleben.

Die Situation kennen wir aus unserem Alltag: Wir erreichen nicht jeden Ort. (Foto: Shutterstock)

Die Situation kennen wir aus unserem Alltag: Wir erreichen nicht jeden Ort. (Foto: Shutterstock)

Millionen Menschen mit Behinderungen könnten nach Einschätzung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes am Arbeitsplatz und im Alltag mehr Barrierefreiheit verlangen. Wer etwa keine Computer mit Braille-Tastaturen oder Rampen vor Geschäften bekomme, müsse das Recht erhalten, private Arbeitgeber und Dienstleister wegen Diskriminierung auf Schadenersatz zu verklagen, forderte die Stelle am Dienstag. Sie bezog sich dabei auf ein aktuelles juristisches Gutachten.

Bisher gilt ein Anspruch auf Barrierefreiheit nur für schwerbehinderte Menschen und ausschließlich im Arbeitsleben. Nach Auffassung der Antidiskriminierungsstelle muss er aber unabhängig vom Grad der Behinderung und auch im Alltag gelten. Bislang verstoße Deutschland hier gegen die UN-Behindertenrechtskonvention. Nach Angaben der Antidiskriminierungsstelle gibt es in Deutschland geschätzt 10,2 Millionen Menschen mit Behinderungen, davon sind 7,5 Millionen schwerbehindert.

(RP/dpa)

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Sylvia Burarella

    17. November 2018 um 21:44

    Ich bin nach einem schweren Schlaganfall zu 100% schwerbehindert. Nun bin ich aufgrund einer Stellrnausschreibung meiner Stadtverwaltung beim hiesigen Amtsgericht als Schöffiin anenommen worden.Leider verfügt das Amtsgericth nur über eine steile Treppe zu den Sitzungssaal.Kann man da etwas machen, ich möchte nur ungern klsgen, weil ich so froh bin, diese Stelle bekommen u haben.

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