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Apple plant inklusive Emojis

Inklusion

Apple plant inklusive Emojis

Neue Symbole für die Smartphone-Kommunikation sollen dafür sorgen, das Leben von Menschen mit Behinderung besser darzustellen und ins Bewusstsein zu rücken.

Emoji-Entwürfe von Apple.

Emoji-Entwürfe von Apple.

Mehr als 600 Emojis existieren derzeit, mit denen Smartphone-Nutzer ohne Worte ausdrücken können, wie sie sich fühlen oder was sie gerade machen. Bereits seit dem 11. Januar 2017 gibt es die „Inklumojis“ von Aktion Mensch. Dabei handelt es sich um 27 bunte Mini-Illustrationen, die sich mit einer App für iOS- und Android-Geräte kostenfrei herunterladen lassen. Eine etwas umständliche Heransgehenweise, die vielleicht mit ein Grund dafür ist, dass die „Inklumojis“ zwar eine gut gemeinte Sache sind, aber doch nicht so populär, wie man es ihnen wünschte.

Symbole, die auch die Wirklichkeit von Menschen mit Behinderungen zeigen, gehören noch nicht zum offiziellen Unicode-Standard. Das könnte sich nun ändern – dank der Initiative „New Accessibility Emoji“ von Apple. Der iPhone-Gigant hat dazu 13 erste Entwürfe unter anderem mit einem Blindenhund, einem Hörgerät und verschiedenen Rollstühlen vorgelegt („das soll keine umfassende Liste aller möglichen Darstellungen von Behinderungen sein, sondern ein erster Ausgangspunkt“) und beim Unicode-Konsortium einen entsprechenden Antrag gestellt:

„Apple fordert, Emojis hinzuzufügen, um Menschen mit Behinderungen besser zu repräsentieren. Derzeit bietet Emoji eine breite Palette von Optionen, kann aber nicht die Erfahrungen von Personen mit Behinderungen repräsentieren. Die verfügbaren Optionen vielfältiger zu machen, hilft, eine signifikante Lücke zu schließen und mehr Inklusion für alle erlebbar zu machen.“

Der Unicode ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Unternehmen wie Apple, Microsoft, Google oder IBM, die gemeinsam an einem digitalen Code für Schriftzeichen arbeiten. Falls das Konsortium bei seinem nächsten Meeting im April zustimmt, könnten die neuen Emojis in der ersten Hälfte des Jahres 2019 erscheinen und wären dann automatisch auf allen Smartphones verfügbar, ohne dass man sie mit einer App downloaden muss.

Dokumentation: Der Apple-Antrag beim Unicode-Konsortium

(RP/ag)

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. dasuxullebt

    28. März 2018 um 09:18

    Juhu, Unicode wird jetzt auch inklusiv kaputtgemacht!

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