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Bahn verspricht Kunden mehr Barrierefreiheit, Sauberkeit und Service im Bahnhof

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Bahn verspricht Kunden mehr Barrierefreiheit, Sauberkeit und Service im Bahnhof

Dann hoffen wir mal, dass Zug fahren auch für Menschen mit Behinderung einfacher und angenehmer wird: Das Unternehmen kündigt Milliarden-Investitionen an.

Dann hoffen wir mal, dass Zug fahren auch für Menschen mit Behinderung einfacher und angenehmer wird: Das Unternehmen kündigt Milliarden-Investitionen an.

Ronald Pofalla, Infrastruktur-Vorstand der Deutschen Bahn, erklärte die Maßnahmen für die „Zukunft Bahn“.  (Foto: dpa)

Ronald Pofalla, Infrastruktur-Vorstand der Deutschen Bahn, erklärte die Maßnahmen für die „Zukunft Bahn“. (Foto: dpa)

Neue Rolltreppen, Aufzüge, Anzeigetafeln und Bänke: Die Deutsche Bahn will in den kommenden fünf Jahren 5,5 Milliarden Euro in ihre Bahnhöfe investieren. Damit steigen die Ausgaben auf Rekordniveau, wie der Bundeskonzern heute mitteilte. So werden die Hauptbahnhöfe von Dortmund, Münster, Frankfurt am Main, München und Stuttgart umgestaltet. Auch eine Reihe mittelgroßer und kleinerer Bahnhöfe soll modernisiert werden und etwa Rampen für barrierefreie Zugänge erhalten.

„Nach der Investitionsoffensive in das Netz folgen nun die Bahnhöfe“, sagte Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla. Ziele seien Barrierefreiheit, eine höhere Aufenthaltsqualität, digitaler Service und zuverlässigere Aufzüge und Rolltreppen.

Im Herbst sollen die ersten der 82 größten Bahnhöfe neue Empfangsschalter bekommen. Die neue „DB Information“ wird mehr Monitore sowie Selbstbedienungsterminals bekommen – das soll lange Warteschlangen für die persönliche Beratung am Tresen verhindern.

Toiletten kosten weiterhin Geld

Der Prototyp des weiß leuchtenden Zylinder-Baus wird derzeit am Berliner Bahnhof Südkreuz getestet. In Augsburg wird ab Mai getestet, ob die gelben Fahrplan-Aushänge durch Bildschirme ersetzt werden können, die dann auch Verspätungen und andere aktuelle Hinweise abbilden.

In vielen Bahnhöfen werden seit 2016 die Toiletten renoviert, Anfang 2018 soll die Arbeit in den 100 meistbesuchten Bahnhöfen fertig sein. Die Sanitäranlagen sollen frischer und einladender wirken, wie die Bahn mitteilte. Sie arbeitet dabei weiter mit den Betreibern Sanifair und Hering Sanikonzept (rail & fresh) zusammen. Sie verlangen wie in Raststätten für Toilettengänge Gebühren. Die Bahn verweist Kritiker der Bezahl-Klos darauf, dass sie nicht verpflichtet sei, Bahnhofstoiletten vorzuhalten.

Fördermittel für Barrierefreiheit abgerufen

Ab Juli sollen Bahnhöfe zielgerichteter gereinigt werden. Geplant ist auch, dass Kunden an den größten Bahnhöfen Verschmutzungen über den Handy Mitteilungsdienst WhatsApp melden. Dazu laufen Tests in Berlin und Hannover.

Seit 2010 hatte die Bahn ihre Bahnhöfe nach Konzernangaben für durchschnittlich 800 Millionen Euro saniert und instandgehalten. In diesem Jahr liegt die Summe bei 900 Millionen, in den nächsten Jahren dann durchschnittlich bei über einer Milliarde Euro. Dabei sind jeweils erhebliche Fördermittel von Bund und Ländern für Barrierefreiheit enthalten, wie die Bahn hervorhob. Insgesamt betreibt sie 5400 Bahnhöfe. An gut drei Vierteln kommen Reisende stufenfrei zum Zug.

Hintergrund der Investitionen ist das Programm „Zukunft Bahn“, mit dem Konzern durch mehr Qualität mehr Kunden anlocken will. Die Bahn nimmt dafür in Kauf, dass ihr Schuldenberg zunächst weiter wächst. Konzernchef Richard Lutz hat angekündigt, dass die Summe in diesem Jahr von 17,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf knapp 19 Milliarden Euro steigen wird.

(dpa)

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17 Kommentare

17 Kommentare

  1. Sabine Schaetzle

    28. April 2017 um 12:24

    Ich lach mich tot.

  2. Bastian Schmatz

    28. April 2017 um 12:26

    Letztlich nix neues, die hochfrequentierten Bahnhöfe wurden zuerst barrierefrei gemacht, nun wird es Stück für Stück mit den niederrangigen gemacht. Dass der kleine Dorfbahnhof, an dem am Tag 30 Leute ein und aus steigen, zuletzt umgebaut werden, war bekannt.
    Zudem gibt es ein Frist.

    • André Rabe

      8. August 2017 um 16:34

      Nah ja, und da gibt es noch kleine Bahnhöfe, die relativ frisch umgebaut wurden und nun mehr barrieren aufweisen als vorher. Ein Beispiel, dass ich selber kenne ist zum Beispiel Heide in Holstein, der meiner Ansicht nach nicht wirklich besser geworden ist. Sicher, es gibt jetzt Fahrstühle, aber vorher waren nicht mal Treppen zu überwinden. Nur einen Gleisquerung, die mit wenig aufwand barrierefei gestaltet hätte werden können. Und nun eine Treppenanlage die von normalen Fußgänger als Misslungen empfunden werden und durch die Unterführung längere Wege.

  3. Michael Szutschek

    28. April 2017 um 14:15

    Ich bin mal gespannt

  4. Elisabeth Wirthensohn

    28. April 2017 um 14:21

    Politiker zu Bahnhöfen einladen, denen Programm anbieten mit rotem Teppich und schon sind die Bahnhöfe sauberer.

  5. HolGer Sell

    28. April 2017 um 15:14

    Was nützt es einem Rollstuhlfahrer wenn die sogenannte großen Bahnhöfe Behindertengerecht gemacht werden, aber diese dort nicht hinkommen weil die kleineren Bahnhöfe ( z.B. Metzingen, Boppard usw) aber nicht behindertengerecht ausgebaut wurden

    • André Rabe

      8. August 2017 um 16:36

      Eben. Und ihr rollenden Müsst ja gezwungerweise auch vorplanen, damit ihr überhaupt mitgenommen werden könnt.

  6. Harald Müller-Hinz

    28. April 2017 um 18:52

    Früher konnte ich mit RE oder RB durchfahren. Heutzutage durch neue „Errungenschaften“ der DB muss man mehrfach umsteigen und schon hapert es bein Umsteigen an der Barrierefreiheit.

  7. Roswitha Reschke

    28. April 2017 um 22:13

    Uns wurde gesagt, das die Bahn pro Fahrt ,in dem Fall Minden- Berlin, nur 2 Rollstuhlfahrer mitnehmen kann. Für einen Rollator ist auch kein Platz. Wie kann man da von Barrierefrei bei der Bahn reden?

    • André Rabe

      8. August 2017 um 16:40

      Ja. Und wenn ich mir den ICE4 ansehe, der meiner Meinung nach schmalere Gäne, extrem kleine WCs hat usw. Er hat zwar – auch in Braille- / Blindenschrift – besser beschriftete Anzeigen, z. B. P latznummern, aber der Comfort für den Reisenden sehe ich dort nicht verbessert. Und auch hier nur relativ wenige Rollstuhlplätze. Das was wirklich besser geworden ist, sind die Ablagemöglichkeiten von Gepäck, sonst finde ich den ICE4 nicht so den große Wurf wie getan wird.

  8. Uwe Krohne

    29. April 2017 um 04:45

    Bahn Überschriften muss man genau lesen! Die Bahn verspricht ….. von Versprechen halten steht da nichts!

  9. René Grunow

    29. April 2017 um 09:37

    Hauptsache auch an den Bahnhöfen die Verkauft wurden

  10. Maike Poelmann

    29. April 2017 um 17:17

    Wollte heute mit der Bahn fahren, konnte nicht einsteigen, super. Bahnhof hier in Bad Homburg -____-

  11. Andrea Bröker

    30. April 2017 um 13:54

    30. April um 13:54

    Der Witz des Tages…

  12. Andrea Bröker

    30. April 2017 um 13:59

    Die Bahn sollte endlich mal Kontrollen einführen, ob jene, die auf den Schwerbehindertenplätzen sitzen auch tatsächlich einen SBA haben und darüber aufklären, dass diese Plätze unverzüglich freizugeben sind. Das könnte ganz einfach im Rahmen der Ticketkontrolle erfolgen. Es ist so unglaublich nervig, immer wieder Diskussionen führen zu müssen, bis die Leute endlich aufstehen und einem Fahrgast mit SBA den Platz überlassen.

    • André Rabe

      8. August 2017 um 16:45

      Ich wünschte mir, dass man diese Sonderplätze kaum bräuchte. Klar ein Rolatornutzer, oder Rollstuhlfahrer braucht mehr Platz, aber nur weil ich einen Schwerbehindertenausweis habe, brauche ich nicht unbedingt einen besonderen Platz. Ich brauche, wie jeder andere EINEN freien Platz. Im Übrigen finde ich es auch nicht schön, wenn man sich mit anderen Schwerbehinderten herumärgern muss, weil sie glauben, sie hätten mehr recht auf DIESEN Platz, als andere.

  13. André Rabe

    8. August 2017 um 16:46

    Werden dann auch diese schränklichen Draht-Sitz-Käfige wieder abgeschafft? Ich meine von wegen mehr Aufenthaltsqualität.

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