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Barrierefreie Medien: 6 Forderungen des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V.

Das Aufreger-Thema

Barrierefreie Medien: 6 Forderungen des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V.

Warum der Rundfunkstaatsvertrag und das Behindertengleichstellungsgesetz überarbeitet werden sollen.

„Sehen statt Hören“ ist ein Fernseh-Magazin mit Gebärden und Untertiteln. Es enthält Berichte zum Zeitgeschehen, ergänzt durch Hinweise und Reportagen zu technischen Hilfsmitteln, gesetzlichen Regelungen sowie spezifischen Lebensbereichen von Hörgeschädigten. (Screenshot)

„Sehen statt Hören“ ist ein Fernseh-Magazin mit Gebärden und Untertiteln. Es enthält Berichte zum Zeitgeschehen, ergänzt durch Hinweise und Reportagen zu technischen Hilfsmitteln, gesetzlichen Regelungen sowie spezifischen Lebensbereichen von Hörgeschädigten. (Screenshot)

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. hat die Dokumentation zur Fachtagung „Barrierefreie Medien“ am 12.09.2017 in Mainz nun als Broschüre veröffentlicht. Die Dokumentation will wichtige Impulse und Anregungen für die Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit in der medien- und behindertenpolitischen Landschaft liefern.

Die digitale Version (PDF; 4,9 MB; komprimiert) steht unter http://www.gehoerlosen-bund.de/browser/3295/20180716_Barrierefreie_Medien.pdf als Download zu Verfügung. Die Druckversion lässt sich kostenfrei auf der Homepage des Deutschen Gehörlosen-Bundes bestellen.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. hat die Forderungen nach barrierefreien Medien zusammen mit der Deutschen Gesellschaft der Hörbehinderten – Selbsthilfe und Fachverbände e.V. überarbeitet und aktualisiert:

1. 100 % Untertitelung und mindestens 5 % Gebärdensprache für alle öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsendungen im linearen Fernsehen

2. Werbesendungen und Wahlwerbungen in Gebärdensprache und mit Untertiteln

3. Kindersendungen in Gebärdensprache

4. Erhalt der einzigen vollständig inklusiven Fernsehsendung „Sehen statt Hören“ im linearen TV-Programm (mindestens 36 Neusendungen pro Jahr und dafür weniger Wiederholungen)

5. die RedakteurInnen von „Sehen statt Hören“ sollten hörbehindert und gebärdensprachkompetent sein.

6. Betroffene Menschen mit Behinderung sollten in den Fernsehräten bzw. Rundfunkräten vertreten sein

Die Autoren schreiben: „Der Rundfunkstaatsvertrag und das Behindertengleichstellungsgesetz müssen überarbeitet werden und an die UN-Behindertenkonvention (Artikel 9 und 30), die EU-Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste 2010/13 (Artikel 23 und 46) und unsere Forderungen angepasst werden.“

Dadurch soll die Verpflichtung zu barrierefreien Angeboten (Gebärdensprache, Untertitel, Audiodeskription und leicht verständliche Menüführung) im öffentlich-rechtlichen und privaten Medienbereichen erreicht werden. Außerdem sollen die finanziellen Ressourcen für den Ausbau der barrierefreien Angebote nach Stufenplan (10 % Steigerung pro Jahr) erhöht werden: „All dies sollte in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit sein!“

(RP/PM)

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