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Bayern will Autismus-Strategie erarbeiten

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Bayern will Autismus-Strategie erarbeiten

ROLLINGPLANET hofft: Daraus wird doch wohl kein neues Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz entstehen.

Projektleiter Prof. Dr. Markus Witzmann und Sozialministerin Kerstin (Foto: STMS Bayern)

Projektleiter Prof. Dr. Markus Witzmann und Sozialministerin Kerstin (Foto: STMS Bayern)

Das bayerische Sozialministerium hat mit großen Worten ein „Strategie-Projekt“ zur „bestmöglichen Inklusion von Menschen mit Autismus“ angekündigt. „Ich möchte, dass wir alle Formen von Behinderungen im Blick haben und dafür passgenaue Antworten entwickeln, wie wir diese Menschen unterstützen können. Aus meiner Sicht haben wir viele Ideen für Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung“,so Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer. „Besser werden müssen wir bei Menschen, die eine psychiatrische Diagnose haben. Deswegen greifen wir jetzt das Feld Autismus heraus und entwickeln eine Autismusstrategie.“ Immerhin: „Mir ist wichtig, dass wir diese gemeinsam mit den Betroffenen entwickeln.“

Dazu hat die Ministerin heute offiziell das besagte „Strategie-Projekt“ gestartet. Projektleiter ist Dr. Markus Witzmann, Professor an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München und Leiter des Autismuskompetenzzentrums Oberbayern. Das Besondere an dem Vorhaben, so Schreyer: „Wir schauen uns das gesamte Spektrum der verschiedenen Formen von Autismus an und alle Lebensphasen. Dazu hören wir nicht nur Experten, Selbsthilfegruppen und Angehörige. Wir werden auch Menschen mit Autismus ermöglichen, sich ohne Stress und Druck an diesem Projekt zu beteiligen. Schon jetzt ist eine E-Mail-Adresse freigeschaltet, unter der jederzeit Anregungen und Fragen angenommen und ausgewertet werden. Außerdem wird es ein Online-Portal geben. Die technische Umsetzung beginnt jetzt.“

Bereits nächstes Jahr Zwischenbericht

Für Witzmann liegt die Bedeutung dieses Projekts klar auf den Hand: „Mit diesem in Deutschland einmaligem Projekt haben wir die Chance, eine Stärkung und Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen mit Autismusspektrumstörung in Bayern zu erreichen. Unser Leitgedanke ist dabei, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen des Einzelnen zu leisten.“ Jetzt würden Betroffene, Angehörige, Wissenschaftler und alle weiteren Mitwirkenden in den Projektgruppen ihre Erfahrungen darstellen können, ebenso wie Beispiele aus der Praxis und neueste Erkenntnisse aus der Forschung.

Das Projekt wird 2019 einen Zwischenbericht veröffentlichen und 2021 dem Landtag berichten. Die E-Mail-Adresse, unter der sich Menschen mit Autismus am Projekt beteiligen können, lautet: autismusstrategiebayern@hm.edu

(RP/PM)

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Gaby Gärtner

    25. Juni 2018 um 01:41

    Ähm??? Werden Autisten hier wieder als psychisch krank dargestellt, nachdem das mit dem geistig behindert nicht geklappt hat???: „Besser werden müssen wir bei Menschen, die eine psychiatrische Diagnose haben. Deswegen greifen wir jetzt das Feld Autismus heraus und entwickeln eine Autismusstrategie.“

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