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Behinderte Führungskräfte: „Wir brauchen eine Quote“

Bildung & Berufsleben

Behinderte Führungskräfte: „Wir brauchen eine Quote“

Auch Behinderte können Unternehmen leiten, sagt Linus Bauer. Der hörgeschädigte Student will Manager werden. Er appelliert an Firmen, mehr Vielfalt zu wagen.

Er wollte Pilot werden – aber konnte sich diesen Traum wegen seiner Behinderung nicht erfüllen. Er studiert deshalb Aviation. In einem Interview mit Zeit Online berichtet Linaus Bauer, der seit 11 Jahren ein Cochlea-Implantat trägt, über seine Praktika-Erfahrung, dass „viele Unternehmen unsicher (sind) und anscheinend negative Vorstellungen darüber (haben), wie sich ein hörbehinderter Mitarbeiter in den Arbeitsalltag integrieren lässt. Ich bin einige Male wegen meiner Behinderung abgelehnt worden. Darum habe ich mir angewöhnt, meinem Bewerbungsschreiben noch ein Extrablatt beizufügen, in dem ich den Arbeitgeber über meine Behinderung aufkläre. Für meine Praktikumsbewerbungen im Ausland war das schon eine Herausforderung.“

Bauer – dessen erklärtes Ziel es ist, Führungskraft zu werden – fordert:

Wir brauchen eine Behindertenquote, damit mehr Menschen mit Handicap in Entscheiderpositionen kommen – und auch Vorbild sein können. Es gibt leider noch viele Firmen, die lieber die Ausgleichsabgabe an das Arbeitsamt zahlen anstatt einen Behinderten einzustellen. Es ist doch ein Unding, dass sich Unternehmen davon freikaufen können, Behinderte einzustellen. Und viele Behinderte geben irgendwann auf, weil sie es leid sind, immer wieder behindert zu werden. Karriere zu machen, ist anstrengend – und als Behinderter hat man es doppelt so schwer.

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Weitere Informationen zu Linaus Bauer und seinem Handicap kann man in der Nürnberger Zeitung nachlesen: „Gehörlose müssen mehr tun als andere Menschen“

Zum Themenschwerpunkt Gehörlose Menschen

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