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Behindertenbeauftragte wehren sich gegen E-Scooter-Verbot in Bussen

Alltag

Behindertenbeauftragte wehren sich gegen E-Scooter-Verbot in Bussen

Problemloser Transport gefordert – doch die meisten Verkehrsgesellschaften in Deutschland sträuben sich.

Problemloser Transport gefordert – doch die meisten Verkehrsgesellschaften in Deutschland sträuben sich.

Darf nicht mitfahren: Der Gehbehinderte Erich Domurath mit einem Elektro-Scooter vor einem Wagen der U-Bahn in Köln. Auch in den Fahrzeugen der Kölner Verkehrsbetriebe AG (KVB) sind so genannten E-Scooter verboten. (Foto: Henning Kaiser/dpa)

Darf nicht mitfahren: Der Gehbehinderte Erich Domurath mit einem Elektro-Scooter vor einem Wagen der U-Bahn in Köln. Auch in den Fahrzeugen der Kölner Verkehrsbetriebe AG (KVB) sind so genannten E-Scooter verboten. (Foto: Henning Kaiser/dpa)

Die Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder fordern, in Linienbussen einen problemlosen Transport von Elektro-Scootern zu ermöglichen. Busunternehmen und Hilfsmittelproduzenten müssten die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, heißt es in einer Erklärung, die die Beauftragten nach ihrer 51. Tagung am Donnerstag in Saarbrücken veröffentlichten. Es gebe keine nachvollziehbaren Gründe, Nutzer der drei- oder vierrädrigen Elektrowägelchen generell von der Beförderung in Bussen auszuschließen.

Die meisten Linienbusse und Straßenbahnen in Deutschland nehmen nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen derzeit aus Sicherheits- und Haftungsgründen keine E-Scooter mit. Sie folgen damit den Empfehlungen des Verbands, der sich auf ein Gutachten stützt. Es gebe keine Sicherungshalterungen für die Scooter, weil es für diese keine Norm gebe, erklärte eine Sprecherin. Gutachter, die das Thema im Auftrag des nordrhein-westfälischen Verkehrsministeriums untersuchten, hatten im vergangenen November empfohlen, ein Transport solle nur unter strikten Sicherheitsauflagen erlaubt sein. Wegen beschränkter Flächen sollten nur Gehbehinderte mit Schwerbehindertenausweis die Fahrzeuge mit in Busse nehmen dürfen.

Was die zweifache Paralympicssiegerin Birgit Kober in München mit ihrem „Genny“ erlebte, berichtet sie hier auf ROLLINGPLANET: Münchner Frühling: Birgit Kober stellt sich in den Weg

(RP/dpa/lrs)

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7 Kommentare

7 Comments

  1. Uwe Schneider

    9. Juni 2016 um 18:16

    Schaut mal nach Kassel. Die gehen vorbildlich voran. Da können alle anderen Unternehmen viel lernen! Die KVG hat hier deutlich eine Vorreiterrolle eingenommen.

  2. Denis Quadt

    9. Juni 2016 um 18:20

    E-Scooter sind eigentlich reine Outdoor-Geräte und gar nicht für die Busse gedacht. Wer gehbehindert ist, sollte lieber über einen Rollstuhl oder Rollator nachdenken, finde ich.

    • Sabine Freigeist

      9. Juni 2016 um 21:03

      Hä? Gibt Menschen, die können nur mit E-Rolli, weil sie selber gar nicht mehr gehen können und auch nicht mit den Armen die Räder bewegen können? Was mit denen? Zuhause bleiben?

      • Denis Quadt

        9. Juni 2016 um 22:11

        Es geht um E-Scooter, nicht um E-Rollis. E-Rollifahrer dürfen mitgenommen werden.

        • Denis Quadt

          9. Juni 2016 um 22:45

          Zur Ergänzung: E-Scooter werden meistens von älteren Menschen genutzt, die laufen können, nur eben nicht so lange wie andere. Vielleicht ist jetzt klar, was mit meinem Beitrag gemeint ist.

  3. Paul Lunker

    9. Juni 2016 um 22:17

    In Hamburg und Lübeck dürfen die E-Rollis/Scooter in allen Bussen und Bahnen ohne Probleme mitfahren, solange Platz ist. In Kiel wurde sich hingegen ordentlich angestellt, so dass die Mitnahme von E-Rollis und Scootern gerichtlich erstritten werden musste.

    • Dani

      12. Juni 2016 um 12:20

      Stimmt so nicht ganz. E-Rollis waren nie ein Problem.
      Und die Sicherheit b. d. Mitnahme von Scootern ist ja in der Tat nicht unumstritten – sagen Gutachter…

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