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„Behindertenwerkstätten verstoßen gegen das Diskriminierungsverbot“

Bildung & Berufsleben

„Behindertenwerkstätten verstoßen gegen das Diskriminierungsverbot“

Menschen mit Handicap werden vom allgemeinen Arbeitsmarkt ausgegrenzt, kritisieren Thüringer Behindertenvertreter.

Mitarbeiter in einer Behindertenwerkstatt (Symbolfoto: Daniel Ende, Berlin/DRK e.V.)

Mitarbeiter in einer Behindertenwerkstatt (Symbolfoto: Daniel Ende, Berlin/DRK e.V.)

Das System der Werkstätten für Menschen mit Handicap gehört aus Sicht von Thüringer Behindertenvertretern auf den Prüfstand. Besser als Werkstattplätze seien geschützte Arbeitsplätze innerhalb von Betrieben auf dem regulären Arbeitsmarkt, sagte ein Sprecher der Liga Selbstvertretung Thüringen der Deutschen Presse-Agentur.

Genau genommen verstießen die Werkstätten gegen das Diskriminierungsverbot, weil dort beschäftigte Menschen mit Handicap vom allgemeinen Arbeitsmarkt ausgegrenzt würden. Zudem hätten diese nicht die gleichen Rechte wie nicht behinderte Arbeitnehmer, was vor allem für die Bezahlung gelte. Die Vergütung liege unter dem Mindestlohn.

Die Liga hat nach eigenen Angaben 14 Mitgliedsverbände, darunter der Landesverband der Gehörlosen, der Landesverband der Psychiatrieerfahrenen und die Selbsthilfegruppe behinderter Eltern in Thüringen. In Thüringen gibt es laut Sozialministerium 31 Werkstätten für behinderte Menschen mit rund 10.000 Beschäftigten.

(RP/dpa/th)

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4 Kommentare

4 Comments

  1. Sabine Schätzle

    4. März 2019 um 13:33

    Es wird, sollte dieser Appell Gehör finden, leider so weit kommen, dass viele Werkstätten schließen und die Menschen dann nicht mal mehr eine Beschäftigung hätten. Muss man denn ALLES gleichschalten?

    • Gaby Gärtner

      4. März 2019 um 19:49

      Keine ARbeit unter Mindestlohn. Es ist unfair wenn ein Mensch weil er eine Behinderung hat in eine solche Werkstatt muss. Ich wäre eher dafür, manche eher in der Schule zu behalten. Wenn man sieht, wie die Leute in einem Jahr abbauen in der Werkstatt..

    • Sabine Schätzle

      4. März 2019 um 19:49

      Gaby Gärtner ja ich auch. Aber das wird NIEMALS so passieren. Die Werkstätten werden geschlossen, weil “ nicht finanzierbar“ und den Menschen dort bleibt nur noch ödes Heimleben.
      Natürlich wäre es anders besser.

  2. Jürgen Reinhardt

    4. März 2019 um 13:39

    Ein erster Ansatz wäre schon einmal nicht mehr so rücksichtslos dort alle Krankheitsbilder, ob der verschiedenen Anforderungen, Wünsche und Bedürfnisse wie auch Vorraussetzungen in die gleichen Gruppen zu stecken. Nur wegen eines angeblichen Kostendrucks. Dabei verdienen sich solche Einrichtungen dumm und dämlich ohne Ende. Und die auftraggebenden Firmen können Aufträge die an solche Einrichtungen abgeben auch noch von der Steuer absetzen.

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