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„Besser geht es kaum“ – Medaillenregen bei den Para Polish Open

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„Besser geht es kaum“ – Medaillenregen bei den Para Polish Open

Das deutsche Team holte acht Einzel- und drei Teammedaillen beim großen Tischtennis-Turnier in Wladyslawowo. Bundestrainer Ziegler ist voll des Lobes über die Athleten.

Das deutsche Team bei den Para Polish Open.

Das deutsche Team bei den Para Polish Open. (Foto: Hannes Doesseler)

„Ich kann mich nicht erinnern, dass wir bei einem so stark besetzten Turnier jemals eine solche Ausbeute hatten“, kramt Volker Ziegler in seinem Gedächtnis. Der Bundestrainer der Para-Tischtennis-Nationalmannschaft ist mit acht Athleten bei den Para Polish Open angetreten, alle acht gewannen Edelmetall in ihren Einzel-Wettkämpfen, hinzu kamen noch drei Medaillen in den Teamwettbewerben.

Gold erspielte sich Sandra Mikolaschek in der Wettkampfklasse 4 mit einem beeindruckenden Auftritt. In der Vorrunde zog sie im Spiel um den Gruppensieg noch knapp den Kürzeren gegen die Serbin Nada Matic, wodurch sie im Halbfinale direkt auf die amtierende Paralympicssiegerin und Weltranglistenerste Borislava Peric-Rankovic (SRB) traf. Unbeeindruckt spielte die 21-jährige auf und zog mit einem Sieg im Entscheidungssatz ins Finale ein. Dort traf sie abermals auf Matic und ließ der Nummer 7 der Welt dieses Mal bei einem glatten 3:0- Erfolg keine Chance mehr.

Deutsches Finale in Wettkampfklasse 3

Die Wettkampfklasse 3 der Männer wurde von den deutschen Startern vollkommen dominiert: Thomas Schmidberger holte sich im Finale gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Thomas Brüchle die Goldmedaille, nachdem er im Halbfinale Jan Gürtler bezwungen hatte, der somit Bronze gewann. Auch im Teamwettbewerb hatte keine Mannschaft dem Duo Schmidberger/Brüchle genug entgegenzusetzen – wie die Matches zuvor gewannen die beiden Deutschen auch das Finale gegen die Franzosen Florian Merrien/Sylvain Noel mit 2:0.

Ebenfalls in starker Verfassung zeigte sich Valentin Baus (WK 5). Der Bochumer gewann beide Gruppenspiele klar und besiegte auch den in der Weltrangliste eine Position hinter ihm notierten Serben Mitar Palikuca im Halbfinale klar. Im Finale traf der Weltmeister von 2014 schließlich auf den amtierenden Weltmeister, Ali Öztürk. Es entwickelte sich ein hochklassiges Endspiel auf Augenhöhe, in dem Baus schließlich im Entscheidungsdurchgang mit 9:11 unterlag und somit Silber gewann.

Im Teamwettbewerb trat Baus zusammen mit Jan Gürtler an und auch hier konnte das deutsche Duo überzeugen – wieder unterlagen sie erst im Finale mit 1:2 den Türken Özturk/Turan.

Frauen ebenfalls sehr stark

Stephanie Grebe sicherte sich nach Silber bei den Slovenian Open dieses Mal Bronze in der WK 6. Ohne größere Probleme gewann die Hamburgerin ihre Gruppe und auch ihr Viertelfinale gegen Oi Man Lam aus Macau konnte sie klar für sich entscheiden. Im Halbfinale traf sie auf die Vize-Weltmeisterin Raisa Chebanika (RUS), gegen die sie schließlich nach fünf hart umkämpften Sätzen knapp unterlag.

In den kombinierten WKs 7-8 spielte sich Juliane Wolf bis ins Finale vor, wo ihr Aida Dahlen gegenüberstand – Wolf nahm der momentan in herausragender Form agierenden Norwegerin einen Durchgang ab, musste sich jedoch schließlich mit Silber zufriedengeben. Im Teamwettbewerb kam noch eine zweite Silbermedaille hinzu: Hier trat Wolf zusammen mit Stephanie Grebe ebenfalls in den WKs 7-8 an. Die deutschen Damen überzeugten im Doppel mit Siegen in allen drei Partien und konnten die Spiele gegen Norwegen und Macau für sich entscheiden. Lediglich der Kombination Litvinenko (RUS)/Tomono (JPN) mussten sie schließlich zu einem Sieg gratulieren.

Lena Kramm wurde in der WK 9 ebenfalls Zweite. Die Bayerin konnte zum ersten Mal in ihrer Karriere gegen die in der Weltrangliste zwei Plätze vor ihr geführten Malgorzata Jankowska (POL) gewinnen. Gecoacht wurde sie von der neuen Co-Bundestrainerin Nachwuchs, Ela Madejska, die vorher Cheftrainerin der polnischen Para-Tischtennisspieler war und Kramms Gegnerin daher genauestens kannte.

„In jedem Wettbewerb, in dem wir hier angetreten sind, haben wir auch eine Medaille mitgenommen – besser geht es kaum“,

zog Bundestrainer Ziegler ein durchweg positives Fazit. „Besonders beeindruckt hat mich auch die Expertise, mit der Ela Jan Gürtler und Lena Kramm zu Siegen gegen polnische Athleten geführt hat, die in der Weltrangliste vor den beiden platziert sind.“

Medaillenübersicht

Gold

Thomas Schmidberger (WK 3)
Sandra Mikolaschek (WK 4)
Thomas Brüchle / Thomas Schmidberger (WK 3)

Silber

Thomas Brüchle (WK 3)
Valentin Baus (WK 5)
Juliane Wolf (WKs 7-8)
Lena Kramm (WK 9)
Jan Gürtler / Valentin Baus (WK 5)
Stephanie Grebe / Juliane Wolf (WK 7-8)

Bronze

Stephanie Grebe (WK 6)
Jan Gürtler (WK 3)

(RP/PM)

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