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Bolivien: Polizei setzt Tränengas gegen Behinderte ein

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Bolivien: Polizei setzt Tränengas gegen Behinderte ein

Ausschreitungen bei Protest von Menschen mit Behinderung, die von der Regierung mehr Unterstützung fordern.

Ausschreitungen bei Protest von Menschen mit Behinderung, die von der Regierung mehr Unterstützung fordern.

Aussichtslos: Ein Rollstuhlfahrer versucht, die Absperrungen zu durchbrechen (Screenshot aus einem Bericht der der „tagesschau“)

Aussichtslos: Ein Rollstuhlfahrer versucht, die Absperrungen zu durchbrechen (Screenshot aus einem Bericht der der „tagesschau“)

Wut und Verzweiflung treiben seit Wochen Menschen mit Behinderung in Bolivien auf die Straße – sie fordern von ihrer Regierung eine Verdoppelung der monatlichen Unterstützung, die derzeit zwischen 10 und 33 Euro im Monat liegt. Die Proteste begannen vor zwei Monaten noch recht harmlos: Aktivisten hingen sich mit ihren Rollstühlen stundenlang unter einer Brücke in der zentralbolivianischen Stadt Cochabamba auf, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen (ROLLINGPLANET berichtete). Die Politik reagierte nicht – obwohl mit Evo Morales ein Sozialist an der Spitze steht.

 
Vor knapp mehr als einem Monat brachen deshalb mehr als 100 Rollstuhlfahrer und andere Menschen mit Behinderung zu einer beschwerlichen Demonstrations-Tour durchs ganze Land auf – dabei haben angesichts der Strapazen angeblich sogar vier Aktivisten ihr Leben verloren, wie ein Teilnehmer berichtete. Ziel der Karawane war La Paz, wo die Regierung ihren Sitz hat.

 
Am Montag kamen die Aktivisten nach 35 Tagen und rund 1.600 Kilometern in der Metropole an (siehe Fotos unten). Dort ist es jetzt laut einem Bericht der „tagesschau“ zum vorläufigen Höhe- und Tiefpunkt des Protests gekommen: Die inzwischen auf etwa 1.000 Demonstranten angewachsene Gruppe wurde von der Polizei mit Absperrgittern und Tränengas bekämpft.

Wütender Demonstrant. (Foto: IWN)

Wütender Demonstrant. (Foto: IWN)

Wie viele der 10,6 Millionen Einwohner in dem südamerikanischen Land eine Behinderung haben, ist nicht zuverlässig bekannt. Je nach Schätzungen leben in Bolivien mindestens 70.000 bis 390.000 Menschen mit Behinderung.

Video: tagesthemen

(RP)

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4 Kommentare

4 Comments

  1. Kathi Göttingen

    28. April 2016 um 15:36

    Wenn jemand zuschlägt, sollte er sich weniger entsetzt wundern, wenn sich zur Wehr gesetzt wird! Ob Behindert oder nicht …

  2. Hannes Hofmann

    28. April 2016 um 16:26

    Chris 😮 unmöglich

    • Chris Bond

      28. April 2016 um 16:29

      Das ist nicht Deutschland. Es ist ja unmöglich.

    • Hannes Hofmann

      29. April 2016 um 17:04

      Rollstuhlfahrer verdienen schlechter in Bolivien. Die fordern auf Regierung. Polizisten sind so frech auf Rollstuhlfahrer. Unmöglich. Ich hoffe hier darf man nicht passieren.

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