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BSVH unterstützt Pflegeheimbewohner mit Seheinschränkung

Hamburg

BSVH unterstützt Pflegeheimbewohner mit Seheinschränkung

Der Verein bietet ab sofort in Hamburg Experten-Beratung über Telefon und E-Mail an.

In der Corona-Krise kann oft nicht ausreichend auf die Bedürfnisse von Pflegeheimbewohnern mit Seheinschränkung eingegangen werden. Hier setzt der BSVH an.

In der Corona-Krise kann oft nicht ausreichend auf die Bedürfnisse von Pflegeheimbewohnern mit Seheinschränkung eingegangen werden. Hier setzt der BSVH an. (Symbolfoto: Shutterstock)

Das Pflegepersonal in Senioreneinrichtungen geht in der aktuellen Corona-Situation oft über seine Leistungsgrenzen. Neben den üblichen Tätigkeiten hat der Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner, also der Risikogruppe schlechthin, oberste Priorität. Gleichzeitig fällt durch das Besuchsverbot die Unterstützung durch Angehörige weg. Diese wiederum möchten regelmäßig über das Befinden ihrer Familienmitglieder informiert werden.

Das Personal hat aktuell nicht die Kapazitäten, um auf die speziellen Bedürfnisse der einzelnen Menschen und deren seelischen Zustand einzugehen. Besonders für diejenigen, die aufgrund ihres Alters im Sehen eingeschränkt sind, ist die Situation unerträglich. Möglichkeiten, sich zu beschäftigen oder die psychische Widerstandskraft zu stärken, sind kaum vorhanden. Corona bedeutet für sie, vollständig von der Außenwelt abgeschnitten zu sein.

Anfragen an den BSVH steigen

Den BSVH erreichen zunehmend Anfragen von Betroffenen aus Senioreneinrichtungen. „Wir vom BSVH unterstützen in dieser Situation mit unserem Expertenrat“, erklärt Heiko Kunert, Geschäftsführer des BSVH. Der Verein beschäftigt unter anderem zwei Teilhabeberaterinnen, eine Psychologin und eine Seniorenberaterin, die telefonisch und per Mail erreichbar sind. „Gemeinsam mit den Ratsuchenden finden wir einen Weg aus der Krise“, so Kunert.

Auch Pflegepersonal und Angehörige suchen nach Möglichkeiten, um die Bedingungen für seheingeschränkte Bewohnerinnen und Bewohner erträglicher zu machen.

„Für Pflegerinnen und Pfleger ist die Situation ebenfalls eine psychische Belastung“,

erklärt Christiane Rupp, Psychologin beim BSVH. „Den Menschen nur versorgen, sich aber nicht um seine individuellen, auch seelischen Bedürfnisse kümmern zu können – das ist schwer auszuhalten“. Familienangehörige und Freunde sind gleichzeitig hilflos, weil sie nicht wissen, wie sie von außen den Alltag ihrer Angehörigen erleichtern können. „Auch sie sind froh, wenn sie sich an jemanden wenden können“, so Rupp.

Der BSVH steht Ratsuchenden an Werktagen von 9 bis 16 Uhr unter Tel. (040) 209 40 40 und E-Mail: info@bsvh.org zur Verfügung.

(RP/PM)

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