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„Das fehlt uns noch“ – Forderungen von Menschen mit Behinderung zum Bundesteilhabegesetz

Brandenburg

„Das fehlt uns noch“ – Forderungen von Menschen mit Behinderung zum Bundesteilhabegesetz

Rund 230 Teilnehmende des Kongresses „Du + Ich = Wir bewegen Politik!“ aus ganz Deutschland stimmten für ein Papier des Beirats für Menschen mit Behinderung im Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB).

Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, war Schirmherr der Veranstaltung. (Foto: Uwe Klössing – Hoffotografen - Staatskanzlei des Landes Brandenburg, CC BY-SA 3.0)

Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, war Schirmherr der Veranstaltung. (Foto: Uwe Klössing – Hoffotografen – Staatskanzlei des Landes Brandenburg, CC BY-SA 3.0)

Auf dem heute zu Ende gegangenen 5. Rheinsberger Kongress für Menschen mit Behinderung des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) verabschiedeten die rund 230 Teilnehmenden ein Forderungspapier für eine partizipative, zukunftsorientierte Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) mit dem Titel „Das fehlt uns noch“. Das Papier beschreibt sieben Kernpunkte, die noch verbessert werden müssen. Der Vorsitzende des Beirats von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung des BeB unterstrich besonders eine Forderung: „Alle Menschen sollen, unabhängig von ihrer Behinderung und Wohnform, die Regelbedarfsstufe 1 erhalten – gleiches Geld für alle.“ Der Beirat nutzte den Kongress, um gemeinsam Forderungen für eine gute Umsetzung des BTHG aufzustellen. „Das BTHG soll Menschen mit Behinderung dienen. Denn nur sie selbst wissen, wo sie der Schuh drückt und was richtig für sie ist“, erläuterte Udo Dahlmann weiter.

„Sicht der Menschen mit Behinderung aus erster Hand“

Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, Schirmherr der Veranstaltung, besuchte den Kongress in der brandenburgischen Stadt Rheinsberg. Bei einem intensiven Austausch mit dem Beirat stellte er in Aussicht, dass das Land Brandenburg seinerseits weitere Verbesserungen am BTHG einbringen werde. Zu dem begrüßte er grundsätzlich das Engagement der Kongressteilnehmenden, sich in die Politik einzumischen. Ihn erfreue besonders, dass nicht nur über Politik, sondern auch mit der Politik gesprochen werde. Nur so sei ein wirklicher Austausch möglich und Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben zu erreichen.

Pastor Uwe Mletzko, Vorsitzender des BeB, betonte auf dem Kongress, wie wichtig diese Veranstaltung für den Verband sei: „Hier lernen wir die Sicht der Menschen mit Behinderung aus erster Hand kennen.“ Er sagte ferner zu, dass der BeB die Forderungen im politischen Raum bekannt machen und damit die weitere Arbeit an einer personenorientierten und guten Realisierung des BTHG vorantreiben werde. Der Beirat wird die Umsetzung des Gesetzes weiter kritisch begleiten.

Seit 2006 lädt der BeB alle drei Jahre in das Seehotel Rheinsberg der Fürst Donnersmarck-Stiftung ein, die zusammen mit der Aktion Mensch die Veranstaltung fördert. Die verbleibenden Kosten werden durch Eigenmittel des BeB abgedeckt. Die Forderungen, das Programm sowie weitere Informationen zum Kongress stehen unter http://www.beb-einmischen.de bereit.

(PM)

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