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Delaware: Polizisten erschießen schwarzen Rollstuhlfahrer – eine Hinrichtung?

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Delaware: Polizisten erschießen schwarzen Rollstuhlfahrer – eine Hinrichtung?

Er hatte offensichtlich keine Chance. Zeuge filmt tödlichen Einsatz der Gesetzeshüter.

Er hatte offensichtlich keine Chance. Zeuge filmt tödlichen Einsatz der Gesetzeshüter.

Es ist leider eines der brutalsten Videos, das ROLLINGPLANET bisher je veröffentlicht hat. In Delaware, einem Bundesstaat an der Ostküste der Vereinigten Staaten von Amerika, hat die Polizei einen 28-jährigen Rollstuhlfahrer erschossen. Es handelte sich dabei um Jeremy „Bam“ McDowell. Ein Passant nahm mit seinem Smartphone den Vorfall auf (siehe oben). Die Tragödie ereignete sich am Mittwoch um 3 Uhr nachmittags (Ortszeit) in Wilmington, einer Stadt mit 70.000 Einwohnern.

Die Gesetzeshüter waren von Anwohnern gerufen worden. Sie hatten gemeldet, dass sich ein schwarzer Rollstuhlfahrer auf der Straße befindet, der sich mit einer Waffe selbst eine Schusswunde zugefügt habe. Der Aufforderung, seine Hände zu heben (deutlich im Video zu hören), wollte (oder konnte) McDowell nicht nachkommen. Eher sehen seine Bewegungen so aus, wie man sie von vielen Rollstuhlfahrern kennt, die ihr Gesäß entlasten und den richtigen Halt im Stuhl suchen. „Er blutet, er blutet“, hört man den Zeugen sagen, der die Szene mit dem Handy festhält. Wenige Augenblicke später fällt McDowell aus dem Stuhl und stirbt.

„Es war eine Hinrichtung“

In einer ersten Stellungnahme teilte die Polizei mit, dass McDowell eine Handfeuerwaffe mit sich geführt habe. Auf dem Clip ist diese allerdings nicht zu erkennen – auch wirkt das Opfer nicht unbedingt so, als wollte es im nächsten Moment um sich schießen. Im Gegenteil, McDowell erscheint ebenso hilf- wie chancenlos.

Alexis Anthony, die Cousine des Toten, ist fassungslos: „Sie konnten ihn nicht mit einer Taser-Waffe betäuben? Stattdessen haben sie ihn getötet. Sie hätten ihn einfach aus seinem Rollstuhl hauen können.“ Gegenüber der Nachrichtenagentur AP klagte sein Onkel Eugene Smith an: „Es war eine Hinrichtung.“ Er sei eine Viertelstunde vor den Ereignissen mit seinem Neffen zusammen gewesen: „Ich habe kein Gewehr gesehen. Er hatte eine Büchertasche bei sich.“

Jeremy „Bam“ McDowell saß seit seinem 18. Lebensjahr im Rollstuhl. Der Grund dafür waren laut Medienberichten die Folgen einer Schießerei.

Die Justizbehörden in Delaware haben eine Untersuchung angekündigt.

(RP)

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9 Kommentare

9 Kommentare

  1. Susanne Stoll

    24. September 2015 um 23:58

    unfassbar!

  2. Jolleyna Gurus

    25. September 2015 um 05:38

    ich bin fassungslos

  3. Angela Thiedemann

    25. September 2015 um 05:56

    Furchtbar

  4. Maria Teresa Leone

    25. September 2015 um 08:03

    OMG!

  5. Isabella Hübsch

    25. September 2015 um 09:10

    Schrecklich

  6. Chris

    25. September 2015 um 10:40

    Das ist nicht whar oder???

  7. Pingback: Markierungen 09/26/2015 - Snippets

  8. User

    28. September 2015 um 18:41

    Egal, was auch immer er aus der Tasche ziehen wollte. Egal ob sw oder weiss. Es wurde im Selbstschutz gehandelt. Hinrichtung ist hier das falsche Wort. Es sollte vielleicht mal über andere Waffen nach gedacht werden, welche zum ausser Gefecht setzen sind.

  9. Illgen Hermann

    28. September 2015 um 21:32

    Ohne Worte!

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