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Der Rückwärtsläufer

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Der Rückwärtsläufer

Markus Jürgens will mit einem besonderen Weltrekord auf die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) aufmerksam machen.

Er bezeichnet sich selbst als „Der Rückwärtsläufer“: Markus Jürgens (Archivfoto: Uli Engelhardt/dpa)

Er bezeichnet sich selbst als „Der Rückwärtsläufer“: Markus Jürgens (Archivfoto: Uli Engelhardt/dpa)

Rückwärts zum Rekord? Ganze 100 Kilometer ist Markus Jürgens aus Münster bei einem Ultramarathon in Wuppertal gelaufen – und zwar rückwärts und ziemlich schnell. Er brauchte für die Strecke am Samstag laut dem Veranstalter 12:20:37 Stunden und stellte damit einen neuen inoffiziellen Weltrekord im Rückwärtslaufen über diese Distanz auf. Der vorherige Rekord habe bei mehr als 16 Stunden für 100 Kilometer gelegen. Die anderen Teilnehmer liefen die Strecke des WHEW100 vorwärts, Jürgens lief für einen guten Zweck rückwärts.

Mit der Aktion will Jürgens auf die unheilbare Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS, siehe ROLLINGPLANET Info-Box) aufmerksam machen und Spenden sammeln. Durch die unheilbare Krankheit werden Nervenzellen geschädigt, die für die Muskelbewegungen verantwortlich sind. „Ich selbst habe schon einen Freund dadurch verloren und möchte andere unterstützen“, sagte der 31-Jährige am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Bereits seit elf Jahren läuft Jürgens Marathon, das Rückwärtslaufen hat er 2014 für sich entdeckt. Mehrmals im Jahr nimmt er an großen Laufveranstaltungen teil, rückwärts und vorwärts. Der 31-Jährige arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sportwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.

Webseite Jürgen Markus: Der Rückwärtsläufer

(RP/dpa)

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Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

führt zu zerstörten Nerven und fortschreitender Muskellähmung. Die Betroffenen können sich im Verlauf der Erkrankung nicht mehr bewegen. Sie haben Schwierigkeiten beim Schlucken, Sprechen und Atmen, bleiben in der Regel aber geistig fit. Die Krankheit tritt häufig um das 50. Lebensjahr auf, etwa die Hälfte der Patienten stirbt innerhalb der ersten drei Jahre. Nur in Ausnahmefällen leben sie länger als ein Jahrzehnt mit der unheilbaren Krankheit. Die Todesursache ist meist Atemlähmung.

In Deutschland gibt es nach Informationen der ALS-Hilfe etwa 8000 ALS-Patienten, rund 2000 Patienten sterben im Jahr. 2014 rückte die Krankheit ins Bewusstsein vieler Menschen: Zahlreiche Prominente schütteten sich bei der „Ice Bucket Challenge“ einen Eimer Eiswasser über den Kopf, um zum Spendensammeln im Kampf gegen ALS aufzurufen.

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