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Deutsche Rollstuhlbasketballerinnen verpassen WM-Finale

Hamburg

Deutsche Rollstuhlbasketballerinnen verpassen WM-Finale

Überraschend deutliche 37:60-Niederlage gegen Großbritannien – Traum vom Titel bei der Heim-Weltmeisterschaft 2018 geplatzt.

Fand am heutigen Tag kein Durchkommen gegen die britische Verteidigung: Mareike Miller im Duell mit Großbritanniens Nummer 5 Sophie Carrigill. (Foto: Uli Gasper)

Fand am heutigen Tag kein Durchkommen gegen die britische Verteidigung: Mareike Miller im Duell mit Großbritanniens Nummer 5 Sophie Carrigill. (Foto: Uli Gasper)

Die deutschen Damen haben den Einzug in das Finale der Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft in Hamburg verpasst. Gegen stark aufspielende Britinnen musste sich das Team Germany am Freitag Nachmittag mit 37:60 (6:13/14:35/29:49) geschlagen geben und spielt nun am Samstag Abend im Spiel um Platz drei um die Bronzemedaille.

Gegen Großbritannien wehte von Beginn an ein anderer Wind auf dem Parkett der edel-optics.de Arena als bei der bisherigen Siegesserie der Deutschen. Die Damen von Martin Otto sahen sich einer aggressiven Pressverteidigung und offensiv treffsicheren Britinnen gegenüber, die sich mit jeder erfolgreichen Aktion mehr zu pushen wussten.

Das Team Germany wirkte vor allem unter dem Korb nervös und wusste die sich bietenden Chancen nicht zu nutzen. So konnten in den ersten sieben Minuten des Spiels nur zwei Punkte auf dem Konto verbucht werden und die ING DiBa Korbjägerinnen sahen sich über das 2:10 (Min 6) und dem 8:17 (Min 11) erstmals in diesem Turnier einem größeren Rückstand gegenüber. Auch die sonst sicheren Freiwürfe fanden zu diesem Zeitpunkt nicht den Weg in die Reuse. Defensiv war vor allem gegen die britische Kapitänin Helen Freeman kein Kraut gewachsen, und so wuchs der Rückstand über das 12:23 (Min. 15) bis zur Halbzeitpause bereits deutlich bis zum 14:35 (Min. 20) an.

Großbritannien siegt verdient

Centerin Marina Mohnen fehlte in der Offensive das nötige Glück. (Foto: Uli Gasper)

Centerin Marina Mohnen fehlte in der Offensive das nötige Glück. (Foto: Uli Gasper)

Die deutsche Offensive kam mit Beginn der zweiten Halbzeit zunächst etwas besser ins Rollen. So markierten die deutschen Damen bis zum Ende des dritten Viertels mehr Punkte als in der gesamten ersten Halbzeit. Doch die erhoffte Wende im Spiel blieb aus. Das Team GB setzte dort an, wo es zur Pause aufgehört hatte. Die deutsche Mannschaft kämpfte vergebens gegen die aggressive Spielart und fand keinen Weg, die treffsicheren Britinnen in der eigenen Zone zu stoppen. Am Ende fiel die Niederlage mit 37:60 unerwartet hoch aus.

„Man muss heute den Britinnen gratulieren“, so Martin Otto nach dem Spiel. „Sie waren heute einfach die bessere Mannschaft. Sie haben eine sehr intensive Presse gespielt und wir hatten unsere Schwierigkeiten nach vorne zu kommen. Trotzdem hatten wir unsere Möglichkeiten. Nur im Vergleich zu GB hatten wir die deutlich schlechtere Trefferquote. So konnten sie davon ziehen. Wenn man vorne nicht trifft, kann man so ein Spiel dann auch nicht gewinnen. Wir haben alles versucht und gekämpft, aber mehr war heute leider nicht drin.“

Das Spiel um Platz drei bestreiten die deutschen Damen am morgigen Samstag gegen den Verlierer des zweiten Halbfinals zwischen den Niederlanden und China. Hochball in der edel-optics.de Arena ist um 18 Uhr.

Deutschland: Marina Mohnen (9), Mareike Miller (8), Katharina Lang (8), Barbara Groß (4), Laura Fürst (4), Johanna Welin (2), Maya Lindholm (2), Annabel Breuer, Svenja Mayer, Catharina Weiß, Anne Patzwald

Großbritannien: Charlotte Moore, Sophie Carrigill, Michaela Bell, Helen Freeman (31), Laurie Williams (4), Judith Hamer (4), Amy Conroy (12), Madeleine Thompson, Sara Hope, Siobhan Fitzpatrick, Joy Haizelden (6), Robyn Love (3)

(tf)

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