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Deutscher Behindertensportverband kritisiert RUSADA-Zulassung: „Inkonsequent und ein Rückschlag“

Sport

Deutscher Behindertensportverband kritisiert RUSADA-Zulassung: „Inkonsequent und ein Rückschlag“

DBS positioniert sich – im Gegensatz zum IPC – klar gegen die umstrittene Entscheidung zur russischen Anti-Doping-Agentur.

Karl Quade, Vize-Präsident Leistungssport des DBS (Archivfoto: Kay Nietfeld/dpa)

Karl Quade, Vize-Präsident Leistungssport des DBS (Archivfoto: Kay Nietfeld/dpa)

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hat die umstrittene Wiederzulassung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA durch die Weltagentur WADA deutlich kritisiert. „Die Entscheidung der WADA, die Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur aufzuheben, ist inkonsequent und ein herber Rückschlag“, sagte Karl Quade, Vize-Präsident Leistungssport des DBS: „Die Wiederaufnahme der RUSADA zum jetzigen Zeitpunkt ist weder nachvollziehbar noch hinnehmbar.“

Enttäuscht ist Quade von der WADA. „Eigentlich muss eine solche Organisation eine Vorreiterrolle im entschlossenen Anti-Doping-Kampf einnehmen“, sagte er: „Stattdessen wird sich auf faule Kompromisse eingelassen, obwohl die hochkriminellen Machenschaften im Vorfeld und während der Olympischen und Paralympischen Spiele von Sotschi noch immer nicht aufgearbeitet sind.“

IPC will erst mal Geld sehen

Da zwei elementare Bedingungen zur Wiederaufnahme noch nicht erfüllt worden seien, hofft Quade nun darauf, dass das Internationale Paralympische Komitee (IPC) nicht auf die Linie der WADA oder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) einschwenke. „Wir fordern, das Nationale Paralympische Komitee Russlands solange nicht zuzulassen, bis eine vollständige Anerkennung des McLaren-Reports und ein zügiger, uneingeschränkter Zugang zum Moskauer Labor erfolgt ist“, erklärte Quade.

Das IPC kündigte derweil eine Prüfung der WADA-Entscheidung durch seine zuständige Arbeitsgruppe an. IPC-Präsident Andrew Parsons zeigte sich erfreut über den Fortschritt in der Causa. „Das aktuelle Anti-Doping-System in Russland unterscheidet sich stark von dem korrupten und verseuchten System, das es gab und das den internationalen Sport vergiftete“, erklärte Parsons.

Bevor die Sperre von Russlands Paralympischem Komitee aufgehoben werden könne, müsse dieses aber die offenen Verfahrenskosten an das IPC überweisen, hieß es. Diese liegen derzeit bei 257.500 Euro.

(RP/dpa)

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