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Die „behindert und verrückt feiern“ Pride Parade: Kämpfe verbinden – Normen überwinden!

Berlin

Die „behindert und verrückt feiern“ Pride Parade: Kämpfe verbinden – Normen überwinden!

Am 22. Juni 2019 findet die sechste Auflage der Veranstaltung in Berlin statt. Ab 15 Uhr werden Menschen mit Behinderungen und Menschen mit psychiatrischen Diagnosen und ihre Unterstützer*innen durch Berlin ziehen, sich selbstbewusst so zeigen, wie sie sind, und gegen Diskriminierung demonstrieren.

Pride Parade Berlin

(Foto: Pride Parade Berlin)

Seit zehn Jahren gibt es in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention. Sie fordert eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen. Mit ihr ist Inklusion ein Menschenrecht. Doch die Realität sieht anders aus. Die Mehrheits-Gesellschaft versucht Menschen lieber „passend“ zu machen, statt sich selbst zu verändern. Zwang und Bevormundung werden dabei in Kauf genommen.

Die Pride Parade fordert: Niemand darf wegen einer sichtbaren oder unsichtbaren Behinderung, wegen einer chronischen Krankheit, wegen Gehörlosigkeit, wegen des „falschen“ Geschlechts oder wegen einer psychiatrischen Diagnose von der Gesellschaft ausgeschlossen werden! Niemand darf benachteiligt sein, weil sie*er nicht der Norm entspricht! Deshalb ist das Motto der diesjährigen Parade: Kämpfe verbinden – Normen überwinden!

Die Pride Parade geht um 15 Uhr an der Jannowitzbrücke mit einer Kundgebung los. Dann tanzt der Zug über die Heinrich-Heine-Straße mit einem Zwischenhalt am Moritzplatz. Vor dem Café „Südblock“ (Admiralstr. 1-2, 10999 Berlin) am Kottbusser Tor gibt es die Schlusskundgebung mit einem Bühnenprogramm. Auftreten werden: Crazy Boys (alias Belal&Skyler) und Alice Dee. Außerdem wird die „Glitzerkrücke“ verliehen, ein Negativpreis, der für Vereine, Unternehmen, Institutionen oder Gesetze bestimmt ist, die sich besonders darin ausgezeichnet haben, Behinderte und Verrückte auszugrenzen und zu benachteiligen.

Die Parade möchte einen sicheren Raum anbieten – damit alle zusammen ein politisches Zeichen setzen können. An Barrierefreiheit ist gedacht. Es gibt ein Unterstützungsteam, das jederzeit angesprochen werden kann, und es gibt Möglichkeiten zum Ausruhen. Die Redebeiträge werden in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

Die Pride Parade wird von einem Bündnis aus behindertenpolitischen, psychiatriekritischen, feministischen und queeren Einzelpersonen organisiert. Falls Sie das Festival finanziell unterstützen möchten, können Sie das hier tun: https://www.gofundme.com/pride-parade-berlin

Weitere Informationen: https://www.pride-parade.de, https://www.facebook.com/PrideParadeBerlin

(RP/PM)

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