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Eingesperrte und fixierte Heimkinder – bayerische Behindertenbeauftragte rafft sich zu einer Erklärung auf

Bayern

Eingesperrte und fixierte Heimkinder – bayerische Behindertenbeauftragte rafft sich zu einer Erklärung auf

Badura: „Würde und Wohl der Kinder mit Behinderung müssen im Mittelpunkt stehen“.

Badura: „Würde und Wohl der Kinder mit Behinderung müssen im Mittelpunkt stehen“.

Irmgard Badura (Pressefoto)

Irmgard Badura (Pressefoto)

Eine Woche ist es her, dass der Bayerische Rundfunk eine Reportage über eingesperrte und fixierte behinderte Kinder in bayerischen Heimen sendete – und während das Sozialministerium, das zuvor diese Zustände dementiert hatte, einen Tag später Kontrollen ankündigte (ROLLINGPLANET berichtete), gelingt es nun endlich auch der bayerischen Behindertenbeauftragten Irmgard Badura, sich zu äußern. In einer Pressemitteilung lässt sie heute wissen:

„Die Ergebnisse der Recherche des Bayerischen Rundfunks nehme ich sehr ernst. Denn die Würde und das Wohl der Kinder mit Behinderung müssen im Mittelpunkt stehen. Wir brauchen eine gründliche Analyse. Die ersten Schritte, die Frau Staatsministerin Emilia Müller eingeleitet hat, begrüße ich sehr.“

Weiter erklärt die Beauftragte: „Die Träger dieser Einrichtungen müssen für entsprechende Transparenz sorgen. Ebenso sehe ich die Bayerischen Bezirke und Jugendämter in der Pflicht ihren aktiven Beitrag als Kostenträger zu leisten. Artikel 7 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet alle den wirksamen Schutz der Rechte der Kinder mit Behinderung sicherzustellen. Auch der zuständige UN-Fachausschuss hat letztes Jahr Deutschland aufgefordert hier mehr zu tun. In Bayern brauchen wir einen ehrlichen und konstruktiven Dialog aller Beteiligten. Fachleute weisen schon seit Jahren darauf hin, dass die Zahl der Kinder mit erheblichen Verhaltensauffälligkeiten zunimmt. Das gilt auch für die Gruppe der Kinder mit einer sogenannten geistigen Behinderung.“

Nun gut, wir nehmen das Thema auch sehr ernst. Kostet ja nichts.

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Brigitte Muschiol

    12. April 2016 um 19:38

    Dann sollte man aber nicht vergessen, gleich mit zu untersuchen, unter welchen Umständen die Betreuenden ihre Arbeit leisten müssen und ob das alles im Rahmen des Zumutbaren liegt.

  2. Andreas Lindlar

    13. April 2016 um 07:21

    Wo ist da die Staatsanwaltschaft? Freiheitsberaubung und Körperverletzung sind Straftaten oder gilt das nicht bei Kindern mit Behinderung.

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