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Ekso Bionics bringt Exoskelette nach Deutschland

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Ekso Bionics bringt Exoskelette nach Deutschland

Roboter „zum Anziehen“ lassen Querschnittsgelähmte aufstehen und gehen. Die klinische Erprobungsphase erfolgte in zehn der wichtigsten Reha-Zentren in den USA.

Bei dem nachfolgenden Artikel handelt es sich um einen PR-Beitrag des Unternehmens Ekso Bionics.

Berkeley, Kalifornien (USA) (ots) – Ekso Bionics, Entwickler und Hersteller von Exoskeletten, die Menschen auf Augenhöhe bringen, wird im Rahmen einer Pressekonferenz am 27. Oktober 2011 in München (City News) seinen anziehbaren, intelligenten Roboter Ekso in Deutschland vorstellen. Mit ihm ist es Querschnittsgelähmten möglich, erstmals seit ihrer Verletzung wieder aufzustehen und zu gehen. „Testpilotin“ Amanda Boxtel, die seit einem Skiunfall vor 18 Jahren querschnittgelähmt ist, wird hier ihre ersten Schritte auf dem Kontinent machen.

„Viele Querschnittgelähmte leben auch weiterhin ein sehr aktives Leben, aber wenn es um die Frage der Mobilität geht, müssen sie feststellen, dass Rollstühle ihre einzige Option sind – und das seit fast 500 Jahren“, sagt Eythor Bender, CEO von Ekso Bionics. „Mit unseren Exoskeletten wollen wir ihre Unabhängigkeit und Bewegungsfreiheit vergrößern und ihnen die Option geben, wieder zu stehen und zu gehen.“

Ekso kann innerhalb weniger Minuten an nahezu alle Menschen, die zwischen 1,50 und 1,90 Meter groß sind und maximal 100 kg wiegen, angepasst werden. Einzige Voraussetzung: Die Anwender müssen in der Lage sein, selbstständig ihre Position zu wechseln. Ekso wird über die Kleidung und Schuhe „angezogen“ und mit Bändern sicher fixiert. Der Roboter zum Anziehen ermöglicht eine beispiellose Kniebeugung, die das natürlichste Gangbild aller auf dem Markt befindlichen Exoskelette erzeugt. Das batteriebetriebene Gerät wird dabei über Handbewegungen gesteuert. Mittels Sensoren erkennt es computergestützt in Echtzeit die Absichten des Anwenders, berechnet die Bewegung und führt sie entsprechend aus.

Derzeit wird Ekso von zehn der führenden US-amerikanischen Rehabilitationszentren und -kliniken intensiv getestet um festzustellen, wie die neue Technologie in die Behandlungspläne integriert werden kann. In diesem Rahmen konnten bereits fast 100 Personen mit Hilfe von Ekso wieder gehen. „In den letzten 40 Jahren gab es kaum einen Fortschritt in der Entwicklung orthopädischer Geräte für Menschen mit kompletter Querschnittlähmung, die es ihnen erlauben, auch nur über kurze Strecken zu gehen“, erklärt Dr. Kristjan T. Ragnarsson, Leiter der Rehabilitationsmedizin-Abteilung des renommierten Mount Sinai Medical Center in New York. „Der limitierende Faktor war dabei stets der hohe Energieverbrauch, den solche Bewegungen verursachen. Als motorisiertes Exoskelett kann Ekso den Energieverbrauch reduzieren und es Menschen mit einer Querschnittlähmung ermöglichen, zum ersten Mal nach ihrer Verletzung wieder zu gehen.“

„In Europa wird das Gerät zunächst in Reha-Zentren für Wirbelsäulenverletzungen unter klinischer Aufsicht eingesetzt, aber wir hoffen das Einsatzgebiet in Kürze auch auf andere Krankheitsbilder auszuweiten“, sagt Andy Hayes, Managing Director für EMEA bei Ekso Bionics. „Unsere Vision ist ein persönliches Gerät, das in den eigenen vier Wänden angewendet werden kann und eine Bereicherung des Alltagslebens und ideale Ergänzung zum Rollstuhl darstellt.“

Über Ekso Bionics

Ekso Bionics (www.eksobionics.com), vormals Berkeley Bionics, entwickelt und produziert seit 2005 anziehbare Roboter bzw. Exoskelette, die Menschen auf Augenhöhe bringen. Durch Ekso ist es Rollstuhlfahrern möglich, ohne fremde Hilfe aufzustehen und wieder zu gehen.

Der Hauptsitz von Ekso Bionics ist in Berkeley, USA. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über eine Niederlassung in Großbritannien.

Prototyp, Foto: Wikipedia/Steve Jurvetson, Quelle: http://www.flickr.com/photos/jurvetson/63461632/. Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert) lizenziert.

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4 Kommentare

4 Kommentare

  1. Jens

    28. Oktober 2011 um 16:53

    Ich bin seit meinem 12. Lebensjahr im Rollstuhl. Als Kind habe ich mir so ein Wunderanzug immer gewünscht. Mit 30 bin ich nun aber weit weg von diesem Wunsch, das stelle ich mir doch sehr mühsam vor, mich in so ein Ekoskellete zu zwängen, um ein paar Schritte zu machen. Mal ehrlich mit dem ROlli geht es doch viel schneller von A nach B zu kommen…

  2. Dr. Ferdinand Störz

    29. Oktober 2011 um 08:46

    In der heutigen Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ ist ein interessanter Artikel zu diesem Thema erschienen. Wie man erfährt, sollen die Geräte von Frühjahr 2013 an für Reha-Einrichtungen zur Verfügung stehen, der Stückpreis soll bei „etwas über 100.000 Euro“ liegen.

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/hilfe-fuer-gelaehmte-roboter-zum-anziehen-1.1175431

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Ferdinand Störz

  3. youneverwalkalone

    2. November 2011 um 16:45

    Wenn das ein pr-Artikel ist würde ich mich natürlich auch serh darüber freuen mal einen erfahrungsbericht zu lesen. Ich denke das das Skelett noch nichts für mich ist, aber oft ist ja bei solchen Entdeckungen oft erstaunlich wie sich der Fortschritt von der „ersten Generation“ an entwickelt. Bin sicher das dieses Gerät bald viel ausgereifter noch sein wird und dann ist das sicherlich interessiert für viele rollstuhlfahrer wie mich.

  4. Kathy

    20. November 2011 um 17:19

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