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Er oder sie kann nicht mal Straße schreiben: ROLLINGPLANET hat Mitleid mit einem einsamen, dummen Menschen in Herford

Gesellschaft & Politik

Er oder sie kann nicht mal Straße schreiben: ROLLINGPLANET hat Mitleid mit einem einsamen, dummen Menschen in Herford

Jemand hat ein Flugblatt geschrieben: „Wir wollen keine Behinderten (z. B. Mongos, Spastis, Rollis usw.) in unserer Nachbarschaft!!!“.

Jemand hat ein Flugblatt geschrieben: „Wir wollen keine Behinderten (z. B. Mongos, Spastis, Rollis usw.) in unserer Nachbarschaft!!!“.

Flugblatt in Herford

Flugblatt in Herford

Aufmerksam geworden durch ROLLINGPLANET-User Gisbert Friege.

Herford ist eine nordrhein-westfälische Stadt im Regierungsbezirk Detmold. 65.000 Menschen leben hier. Mindestens einem von ihnen gilt unser Mitleid. Nein, nicht einmal unsere Wut.

Die Lebenshilfe will in der Rennstraße 20 – 24 auf einem seit zweieinhalb Jahren nicht genutzten Grundstück ein dreistöckiges Gebäude errichten. In den beiden oberen Geschossen sollen unterschiedlich große Wohngruppen für Menschen mit Behinderung und Wohnungen für ambulant unterstütztes Wohnen entstehen.

Im Erdgeschoss ist ein Center der Begegnung geplant, in dem sich Menschen mit und ohne Behinderung für Freizeitveranstaltungen und Seminare treffen können – „immer unter dem Gesichtspunkt ,Inklusion und Integration“, wie Bärbel Zuhl, Vorstandsvorsitzende der Herforder Lebenshilfe, betont.

Mongos, Spastis, Rollis

Das scheint einer oder einem aus der Gegend nicht zu passen. In den vergangenen zwei Wochen klebten an Gebäuden des Viertels Flugblätter mit dem Text: „Wir wollen keine Behinderten (z. B. Mongos, Spastis, Rollis usw.) in unserer Nachbarschaft!!!“.

Angeblich ist der Protest unterzeichnet von Anwohnern „der Strassen Johannisstrasse, Rennstrasse, Renntorwallstrasse und Lessingstrasse“. Mit den Rechtschreibkenntnissen hapert es da ein wenig.

Inzwischen haben sich zahlreiche Anwohner der genannten Straßen mit der Lebenshilfe solidarisiert und die künftigen Nachbarn willkommen geheißen, berichtet Zuhl.

(RP)

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7 Kommentare

7 Kommentare

  1. Willi Schroeder

    22. Juni 2013 um 21:18

    Das hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Das ist Faschismus.

  2. Sabine Erpenbach

    22. Juni 2013 um 21:31

    die arme Socke lebt nur mit vegetativem System… wenns sich verschlimmern sollte und auch für Atmung und Kreislauf nicht mehr reicht, nehm ich den gerne in Pflege (ist ja schließlich meine Profession 😉 ) „gefällt mir“ klick ich natürlich trotzdem nicht. ÄTSCH

  3. Andrea Bröker

    22. Juni 2013 um 22:00

    Nun, offenbar eine Person mit Rechtschreibschwäche, ein Handicap. Er/sie ist einer von uns!

  4. David Siems

    22. Juni 2013 um 22:14

    Vielleicht war es ein Schweizer. Erstens gibt’s bei uns kein sz und zweitens, naja, passt das Mail auch inhaltlich zum Niveau gewisser Exemplare der Gattung Homo Helveticus Rectumensis.

  5. Gaby Burk-Pöhlmann

    22. Juni 2013 um 23:22

    .. und wenn einer der „ehrenwerten Nachbarn“ einen schweren Unfall erleidet…. muss der dann auch raus aus der Nachbarschaft? … ich find es unmöglich!

  6. georg merklein

    22. Juni 2013 um 23:31

    ich glaube, er oder sie ist wahrscheinlich auf der autobahn geboren und dann irgendwo „haengegebliewe, ..gebliewe…bliewe…bliewe…

  7. AH-TA e.V.

    23. Juni 2013 um 06:19

    Leider kein Einzelfall. 🙁

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