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Eröffnungsfeier des 18. Weltkongresses der Gehörlosen

Für gehörlose und schwerhörige Menschen

Eröffnungsfeier des 18. Weltkongresses der Gehörlosen

Neben den Grußworten und Reden hochkarätiger Gästen wurde auch der Liisa Kauppinen-Menschenrechtspreis verliehen.

Helmut Vogel, Dr. Fernand de Varennes und Daniel Büter (v.l.n.r.)

Helmut Vogel (Präsidiumsmitglied des Deutschen Gehörlosen-Bund e.V.), Dr. Fernand de Varennes (UN-Sonderberichterstatter für Minderheitenfragen) und Daniel Büter (Referent für politische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V.) (v.l.n.r.) (Foto: Deutscher Gehörlosen-Bund e.V.)

Ronit Laquerrière-Leven, Vorsitzende des Organisationskomitees, eröffnete den Weltkongress. Sie freute sich, bekannt zu geben, dass 2.400 Personen aus 130 Ländern daran teilnehmen.

Im Anschluss gab es zahlreiche Grußworte: von Sophie Cluzel, der Staatsekretärin für Menschen mit Behinderung; von Anna Hidalgo, der Bürgermeisterin von Paris, die möchte, dass die Anerkennung der Französischen Gebärdensprache (LSF) in der französischen Verfassung verankert wird; von Bobby Cordano, der Präsidentin der weltweit einzigen Universität für gehörlose Menschen, der Gallaudet University; von Ana Lucia Arellano, der Vorsitzenden der International Disability Alliance (IDA); von Mark Berry, dem Präsidenten des WFDYS; von Debra Russell, der Ehrenpräsidentin des WASLI; von Vincent Cottineau, dem Präsidenten des Französischen Nationalen Gehörlosenverbandes (FNSF); und von Colin Allen, dem Ehrenpräsidenten des WFD.

Nach dem schönen und lebhaften Theaterauftritt „Paris I love You“ erhielt Colin Allen den Liisa Kauppinen-Menschenrechtspreis für seine unermüdliche Arbeit für die Gehörlosen-/Gebärdensprachgemeinschaft auf internationaler Ebene. Er bekommt zudem eine neue Professorenstelle am Nationalen Technischen Institut für Gehörlose (RIT/NTID) in Rochester, New York, USA.

Zugang zur eigenen Sprache ist Menschenrecht

Professor Dr. Fernand de Varennes hielt einen Plenarvortrag zum Thema „Die Bedeutung von Sprachrechten als Menschenrechte für Gebärdensprachen“. Seit August 2017 hat er das Mandat als UN-Sonderberichterstatter für Minderheitenfragen. Er ist als einer der weltweit führenden Expert*innen zu internationalen Menschenrechten von Minderheiten bekannt und hat einen besonderen Schwerpunkt auf Fragen rund um Sprachen gelegt.

Er betonte, dass gehörlose Personen das Recht auf ihre Sprachen – Gebärdensprachen – haben, nicht aufgrund von Behinderung oder weil sie eine Minderheit sind, sondern weil es ein Menschenrecht ist, Zugang zur eigenen Sprache zu haben.

Die slowenische Regierung kündigte an, dass sie die Gebärdensprache als Amtssprache anerkennen wird. Hinsichtlich der Bedeutung der Gebärdensprache als vollwertiger Sprache gehörloser Personen ist die Tatsache zu begrüßen, dass mehrere Staaten ihren nationalen Gebärdensprachen den Status einer Amtssprache verleihen. Dadurch wird anerkannt, dass es wichtig ist, das Verständnis dafür zu verbessern, wie Gebärdensprachen in allen Staaten geschützt und gefördert werden können.

(RP/PM)

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