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Experten in eigener Sache: „Behindert in BaWü“ gegründet

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Experten in eigener Sache: „Behindert in BaWü“ gegründet

Die Arbeitsgruppe unterstützt „EinzelkämpferInnen“ in ihrem selbstbestimmten Leben und freut sich über neue MitstreiterInnen.

Die Arbeitsgruppe unterstützt „EinzelkämpferInnen“ in ihrem selbstbestimmten Leben und freut sich über neue MitstreiterInnen.

In Stuttgart wurde die neue Arbeitsgruppe ins Leben gerufen (Denkmal Christoph von Württemberg auf dem Schlossplatz in Stuttgart)

In Stuttgart wurde die neue Arbeitsgruppe ins Leben gerufen (Denkmal Christoph von Württemberg auf dem Schlossplatz in Stuttgart)

Das neue Landesbehindertengleichstellungsgesetz für Baden-Württemberg ist noch immer in Bearbeitung – die Arbeitsgruppe „Behindert in BaWü“ erhofft sich davon eine Neubesetzung des Landesbeirates für Menschen mit Behinderung.

Die Arbeitsgruppe hat sich Ende Februar neu formiert für Menschen mit Behinderung, die sich für ein selbstbestimmtes Leben im Sinne der „Selbstbestimmt – Leben – Bewegung“ einsetzen, und um ihre Ideen im Beirat einzubringen. „EinzelkämpferInnen“ aus den verschieden Regionen des Bundeslandes soll sie eine gemeinsame Anlaufstelle bieten.

Harald Kersten, einer der Mitbegründer von „Behindert in BaWü“, hebt hervor: „Die Arbeitsgruppe wird sich für die Unterstützung selbstständiger Interessenwahrnehmung von Menschen mit Behinderung auf kommunaler und regionaler Ebene einsetzen, durch die Förderung der Peer Counseling Methode, durch Schulungen und Unterstützung engagierter Menschen mit Behinderung vor Ort, durch Organisationsberatung sowie Interessenvertretung.“

Die Independent Living Bewegung und Peer Counseling

Die Independent Living Bewegung und Peer Counseling

Als Initiator der Independent Living Bewegung gilt Ed Roberts, der in den 60er Jahren das erste Center for Independent Living in Berkley (Kalifornien) gründete. Parallel zu diesen Anfängen fand auch in Deutschland eine Emanzipierung der Behindertenarbeit statt. Mit der Gründung des Krüppeltribunals beim Jahr behinderter Menschen 1981 wurden erstmals in großem Umfang von Betroffenen die Diskriminierung behinderter Menschen, Benachteiligungen und Missstände in Pflegeheimen öffentlich angeprangert.

Seit diesen Tagen entstehen auch in Deutschland Zentren, die durch ihre Arbeit im Peer Counseling die Autonomie und Selbstbestimmung behinderter Menschen stärken möchten. Im Gegensatz zu den USA kann man aber noch lange nicht von einer flächendeckenden Ausbreitung dieser Zentren sprechen.

Das Hauptaugenmerk der Idependent Living Bewegung liegt auch hierzulande auf dem Bereich der Selbstbestimmung: behinderte Menschen sollen selbst wählen können, wo und wie sie wohnen möchten und wer ihnen in der Assistenz zur Verfügung steht.

Der Einfluss, den die Betroffenenorganisationen behinderter Menschen in den letzten Jahren auf das politische Geschehen nehmen konnten (siehe z.B. Behindertengleichstellungsgesetz), zeigt, wie wichtig die politische Selbstvertretung ist.

Quelle: Zentrum selbstbestimmt Leben Stuttgart

Experten in eigener Sache

Die Arbeitsgruppe verfolgt eigenen Aussagen zufolge einen behinderungsübergreifenden Ansatz und nimmt nur Menschen auf, die selbst behindert sind. Dadurch soll gewährleistet sein, dass die Interessen von Menschen mit Behinderung von diesen selbst vertreten werden als Experten in eigener Sache.

Die Arbeitsgruppe freut sich über neue MitstreiterInnen aus ganz Baden-Württemberg. Sie wird sich jeweils an verschiedenen Orten treffen.

AnsprechpartnerInnen für Rückfragen:
Britta Schade und Fabian Kübler, erreichbar im Zentrum selbstbestimmt Leben Stuttgart unter der
Telefon-Nr.: 07 11/7 80 18 58
Oder per E-Mail: schade@zsl-stuttgart.de

(PM, Foto: Wikipedia/Martin Dürrschnabel. GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later version)

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