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Fernbusse: ADAC Postbus startet mit 13 Prozent Barrierefreiheit

Deutschland

Fernbusse: ADAC Postbus startet mit 13 Prozent Barrierefreiheit

ROLLINGPLANET exklusiv: Der Automobilclub nennt erste Details – die nicht gerade euphorisch machen.

ROLLINGPLANET exklusiv: Der Automobilclub nennt erste Details – die nicht gerade euphorisch machen.

Ab November auf unseren Straßen zu sehen: Der neue ADAC Postbus (Foto: ADAC)

Ab November auf unseren Straßen zu sehen: Der neue ADAC Postbus (Foto: ADAC)

Hin und wieder veröffentlicht der ADAC interessante Untersuchungen zum Thema Barrierefreiheit. So kritisierte er im November 2012, dass es in Parkhäusern zu wenig geeignete Behindertenparkplätze gibt. Einige Monate zuvor, im Juni 2012, forderte er von Autobahnraststätten erhebliche Verbesserungen für Familien und Menschen mit Behinderung. Die bei diesen Tests beauftragten Mitarbeiter könnten bei ihrer Mängelsuche demnächst im eigenen Haus schnell fündig werden.

Seit Januar ist hierzulande der Markt für nationale Fernbuslinien als Konkurrenz zur Deutschen Bahn nach jahrzehntelangen Beschränkungen weitgehend freigegeben. In dem Geschäft mitmischen wollen der ADAC und die Deutsche Post DHL, die ab November gemeinsam den „ADAC Postbus“ losschicken.

Wie sieht es hinsichtlich der Barrierefreiheit der neuen, gelben Busse aus? Ilja Seifert, rollstuhlfahrender „Linke“-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Allgemeinen Behindertenverbands in Deutschland (ABID) mahnte an: „Ein so großes Unternehmen muss jetzt mal in vorbildlicher Weise vorangehen.“ (ROLLINGPLANET berichtete.) Das allerdings bleibt vermutlich ein frommer Wunsch.

8 von 60 Bussen werden barrierefrei sein

Der Automobilclub aus München – der über 18 Millionen Mitglieder hat – verweist gegenüber ROLLINGPLANET zunächst lapidar auf die gesetzlichen Vorgaben: „Die Barrierefreiheit von neuen Fernbussen wird gesetzlich ab 2017 gefordert.“ Bereits „im Vorfelde dazu“ wird „ein Teil der Flotte der ADAC Postbusse von voraussichtlich acht Fahrzeugen angeschafft. Diese bieten einen niveaugleichen Zugang und Sitzplätze für mobilitätseingeschränkte Personen (unter anderem einen Rollstuhlstellplatz).“

Weitere Details zur Barrierefreiheit und zu den konkreten Services für Menschen mit Behinderung stehen laut ADAC derzeit „leider noch nicht fest“.

ROLLINGPLANET schließt sich dem „leider“ an. Warum nicht gleich zwei Rollstuhlfahrerplätze, wie es das neue Personenbeförderungsgesetz ab 2017 vorschreibt? Laut derzeitigen Informationen beabsichtigt der neue Riese, bis zum Frühjahr 2014 mit 60 Bussen 30 deutsche Städte anzufahren – acht barrierefreie Busse entsprechen somit einem Anteil von 13 Prozent zum Start. Aus unserer Enttäuschung wollen wir keinen Hehl machen: Für den Anfang sieht ROLLINGPLANET eher Schwarz als Gelb.

(RP)

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2 Kommentare

2 Kommentare

  1. Klaus-Peter Böhmländer

    3. Juni 2013 um 22:29

    Das ist aber eines ADAC NICHT würdig! So ein großer Verband könnte doch 3 Rollys in einen Bus bringen. Siehe Z-Mobility aus Bobingen!

  2. lona Lyn Koch

    5. Juni 2013 um 11:21

    „Ein guter Anfang,.. besser als nichts ! 🙂 Wenig kann oft viel sein,.. 🙂

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