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Gelähmte Stabhochspringerin Grünberg: „Für mich ist das gar nicht so schlimm“

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Gelähmte Stabhochspringerin Grünberg: „Für mich ist das gar nicht so schlimm“

Vor sechs Wochen brach sie sich den fünften Halswirbel. Ist das etwa ein Grund zum Jammern?

Vor sechs Wochen brach sich die Sportlerin den fünften Halswirbel. Ist das etwa ein Grund zum Jammern?

Kira Grünberg bei einem Stabhochsprung vor ihrem Unfall (Foto: dpa)

Kira Grünberg bei einem Stabhochsprung vor ihrem Unfall (Foto: dpa)

Respekt für eine starke Frau. Die ehemalige Stabhochspringerin Kira Grünberg hat sich vor sechs Wochen bei einem Trainingsunfall den fünften Halswirbel gebrochen und ist seither querschnittgelähmt. Sie galt als eines der hoffnungsvollsten Nachwuchstalente in der Leichtathletik und hält in ihrer Disziplin seit August 2014 den österreichischen Rekord.

Die neuen Lebensumstände nimmt Grünberg gelassen. In ihrem seit der Zäsur ersten Interview, das ORF heute Abend ausstrahlt, sagt sie: „Ich bin jetzt ans Bett und den Rollstuhl gebunden. Aber mein Kopf und mein Geist haben sich nicht verändert.“

Schönes Leben

Kira Grünberg im Krankenbett (Screenshot ORF)

Kira Grünberg im Krankenbett (Screenshot ORF)

Die 22-Jährige weiter: „Ich habe trotzdem noch ein schönes Leben. Für mich ist das gar nicht so schlimm wie für andere Menschen. Sobald ich halbwegs bei Bewusstsein war, haben meine Eltern immer Briefe von zu Hause mitgenommen und mir vorgelesen. Das bedeutet mir sehr viel, es gibt mir viel Kraft.“

Grünberg befindet sich noch in der Krankenhaus-Reha. Derzeit lernt sie eine neue Atemtechnik, da sie ihre Bauchmuskeln nicht mehr bewegen kann.

(RP)

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7 Kommentare

7 Kommentare

  1. dasuxullebt

    15. September 2015 um 11:25

    Vorweg off-topic: Die alte Webseite hat kein JS gebraucht und gefiel mir besser.
    Zur Sache: Ich finde es schön, wenn Leute nach so einem Unfall ihr Leben wieder schön finden und weitermachen wollen. Das ist erfreulich, so muss es sein, und gerade als (noch) nicht körperlich behinderter Mensch helfe ich gerne Rollstuhlfahrern in und aus dem Bus und bin froh dass so viel für Integration und Inklusion getan wird, und hoffe, dass in Zukunft noch mehr getan wird.
    Leider wird das allzu häufig als Argument gegen Sterbehilfe für Leute die das nicht wollen benutzt. Ich würde — zumindest in meiner momentanen Verfassung, ich kann nicht sagen was in so einer Situation wirklich wäre — nicht querschnittsgelähmt leben wollen, und sofern ich noch Rollstuhl fahren könnte würde ich die erste Gelegenheit nutzen mich zu suizidieren. Wäre ich quadriplegisch könnte ich das nicht. Deshalb finde ich, dass Leute, die sich nicht aus eigener Kraft suizidieren können, nach entsprechender Rehabilitation und Psychotherapie — die versuchen soll den Todeswunsch umzuschwenken — das Recht auf Sterbehilfe haben sollten.

    • Thomas Schmidt

      25. September 2015 um 18:00

      Hast du den Artikel vor dem kommentieren eigentlich gelesen? Da ist eine frisch gelähmte junge Frau, die zeigt, daß man „Rollstuhl“ eben NICHT reflexhaft auf „Euthanasie“ reimen muß. Aber das paßt wohl nicht in dein Weltbild. Wenn du dein ganz persönliches Leben so scheiße findest, dann mach ihm meinetwegen ein Ende, aber verschone uns mit solchen Ergüssen!

  2. Dani

    17. September 2015 um 11:35

    Ein Plädoyer für die Sterbehilfe unter eine so positive Meldung zu setzen, finde ich wirklich fehl am Platze. Ich finde es überhaupt fehl am Platze, das Beispiel Querschnittlähmung als Argument pro Sterbehilfe (besonders in einem Forum wie diesem) anzuführen. Die absolute Mehrzahl der Betroffenen führt ein glückliches Leben.
    Abgesehen davon glaube ich, dass auch Kira Grünberg noch den einen oder anderen Tiefpunkt erleben wird – auch, wenn ich es ihr nicht wünsche. Aber ein „Für mich ist das gar nicht so schlimm“ nach wenigen Wochen… ich weiß nicht – macht mich skeptisch.
    VG, Dani

  3. ROLLINGPLANET

    17. September 2015 um 11:51

    @Dani: Wir finden unter dieser Meldung kein Plädoyer für Sterbehilfe – haben wir etwas übersehen?

    • Dani

      17. September 2015 um 16:45

      In dem Kommentar über meinem – nach meinem Verständnis zumindest:
      Zitat:
      „Ich würde — zumindest in meiner momentanen Verfassung, ich kann nicht sagen was in so einer Situation wirklich wäre — nicht querschnittsgelähmt leben wollen, und sofern ich noch Rollstuhl fahren könnte würde ich die erste Gelegenheit nutzen mich zu suizidieren. Wäre ich quadriplegisch könnte ich das nicht. Deshalb finde ich, dass Leute, die sich nicht aus eigener Kraft suizidieren können, nach entsprechender Rehabilitation und Psychotherapie — die versuchen soll den Todeswunsch umzuschwenken — das Recht auf Sterbehilfe haben sollten“

      Zitat Ende

      Ich bin grundsätzlich auch dafür, dass jeder selbst entscheiden können soll, wann er sein Leben für nicht mehr lebenswert erachtet und es beenden können sollte. Aber unter einer solchen Meldung über Kira Grünberg, in der sie sich so positiv äußert, finde ich den Kommentar halt einfach fehl am Platze; zumal von einem Nichtbetroffenen.

      • ROLLINGPLANET

        17. September 2015 um 16:49

        Ach so, richtig. Wir dachten, dass ein redaktioneller Hinweis gemeint war.

  4. Dani

    17. September 2015 um 16:54

    Sorry, war auch missverständlich formuliert.

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