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Giulia (33) zeigt’s allen: Uni-Abschluss mit Down-Syndrom – und Bestnote

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Giulia (33) zeigt’s allen: Uni-Abschluss mit Down-Syndrom – und Bestnote

Außerdem: Vorbildliche Inklusion an der Erfurter Gemeinschaftsschule +++ „Soziale Teilhabe – aber bitteschön für alle!“ +++ Starkes Combeack von Holger Nikelis

Stolz präsentiert Giulia Sauro (33) ihr Abschluss-Diplom der Uni „L'Orientale“. Neapels Bürgermeister Luigi de Magistris gratuliert. (Foto: Privat/Facebook)

Stolz präsentiert Giulia Sauro (33) ihr Abschluss-Diplom der Uni „L’Orientale“. Neapels Bürgermeister Luigi de Magistris gratuliert. (Foto: Privat/Facebook)

Die Italienerin Giulia Sauro (33) ist mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen. Trotzdem hat sie es bis zum Uni-Abschluss gebracht. Im März schloss sie ihr Studium in Politikwissenschaft an der Universität „L’Orientale“ in Neapel ab – mit Bestnote. Möglich wurde das, weil die Uni ein speziell für Menschen mit Beeinträchtigung zugeschnittenes Programm eingerichtet hat – und „dank ihres Durchhaltewillens“, wie Giulias Vater Achille Sauro betont. Blick

Erfurter Schüler lernen Gebärden als zweite Sprache

Im September startete an der Erfurter Gemeinschaftsschule am Roten Berg der bilinguale Unterricht. Das Besondere: Die zweite Sprache ist die Gebärdensprache. Dieses Inklusionsmodell ist in Deutschland einzigartig. Bis zu drei Lehrerinnen sind gleichzeitig im Einsatz. Denn hier lernen nicht nur hörende, gehörlose und schwerhörige Kinder miteinander, sondern auch fremdsprachige Kinder mit Migrationshintergrund. „Wir orientieren uns ganz losgelöst von Klassen am Leistungsfortschritt der Kinder“, erläutert Cornelia Förster und fügt mit Blick auf den Klassenraum hinzu: „Deshalb ist unser Unterricht so bunt.“ MeinAnzeiger

„Soziale Teilhabe – aber bitteschön für alle!“

Anlässlich des 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, appelliert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) an den neuen Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, behinderte Menschen bei seinen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen mitzudenken und einzubeziehen. „Wir begrüßen zwar die im ,Tagesspiegel‘ und in der ,Welt am Sonntag‘ geäußerten Positionen des Ministers, dass sich Arbeit wieder lohnen soll und er Menschen in sozialversicherungspflichtige Arbeit bringen möchte, um soziale Teilhabe zu ermöglichen,“ sagt ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. „Gleichzeitig fordern wir ihn aber auf, dabei behinderte Menschen besonders zu berücksichtigen, da sie in allen Lebensbereichen benachteiligt sind, so auch auf dem Arbeitsmarkt.“

Noch immer liege die Arbeitslosenquote in Deutschland mit 12,4 Prozent bei Menschen mit Behinderungen mehr als doppelt so hoch wie bei nichtbehinderten Menschen mit 5,4 Prozent, erläutert Arnade. Ebenso müssen die über 300.000 arbeitenden Menschen in den Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), auch nach Ansicht des UN-Fachausschuss, dem allgemeinen Arbeitsmarkt in naher Zukunft angehören. Hier sollte stärker über das Budget für Arbeit informiert und eine Ausstiegsstrategie aus den WfbM erarbeitet und umgesetzt werden.

„Erst wenn jeder Mensch gleichberechtigt mit anderen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann, werden wir dem Ziel der Inklusion gerecht. In unserem Land werden behinderte Menschen schon von Kindheit an in Sondereinrichtungen abgeschoben, wodurch es für die Betroffenen viel schwerer wird, ein selbstbestimmtes Leben in einer inklusiven Gesellschaft zu leben,“ betont Arnade. (PM)

Starkes Comeback von Holger Nikelis

Holger Nikelis (Archivfoto: Sport Grenzenlos)

Holger Nikelis (Archivfoto: Sport Grenzenlos)

Nach den Spielen in Rio 2016 hatte sich Holger Nikelis aus dem internationalen Zirkus zurückgezogen, jetzt feierte er ein starkes Comeback: bei den 42. Deutschen Meisterschaften im Rollstuhl-Tischtennis in seiner Heimatstadt Köln griff Nikelis am vergangenen Wochenende wieder zum Schläger und sicherte sich gleich den Titel. „Ich hatte zwar zwischendurch immer mal wieder gegen den Ball geschlagen, aber für dieses Event intensivierte ich das Training ein klein wenig mehr. Und es lief ausgesprochen erfreulich: Ich spielte befreit auf und gewann im Spiel um Platz eins gegen meinen alten Dauerrivalen Walter Kilger von der RSG Plattling mit 3:0. Irgendwie doch ein bewegender Moment…“ Osthessen-News

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