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Hilfe für blinde und sehbehinderte Menschen

Hamburg

Hilfe für blinde und sehbehinderte Menschen

In der Hansestadt hat der Blinden- und Sehbehindertenverein ein Notprogramm eingerichtet.

Warnschild vor Corona

(Symbolfoto: Shutterstock)

Die Corona-Krise stellt die rund 2.300 blinden und mehr als 40.000 sehbehinderten Hamburgerinnen und Hamburger vor besondere Herausforderungen. Noch mehr als andere Menschen werden sie in der gesellschaftlichen Teilhabe eingeschränkt. Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) hat zur Unterstützung ein Notprogramm eingerichtet.

Für Menschen mit einer Seheinschränkung bedeutet die aktuelle Corona-Krise mehr noch als für andere Menschen die gesellschaftliche Isolation. Die meisten Betroffenen gehören aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe. Darüber hinaus ist es für sie schwierig auf den notwendigen Abstand zu anderen Menschen zu achten.

„Für Menschen, die sich aufgrund ihrer Seheinschränkung sowieso schon von der Gesellschaft abgeschirmt fühlen, ist diese Situation psychisch besonders belastend“,

weiß Christiane Rupp, Psychologin des BSVH. „Zudem ist es ihnen derzeit nur eingeschränkt möglich, ihren gewohnten Strukturen nachzugehen. Sie verlieren ihren Halt“, so Rupp.

Kontakt telefonisch oder online

Der BSVH hat aus diesem Grund ein Notprogramm für Mitglieder und alle Menschen mit Seheinschränkung eingerichtet. Obwohl die Geschäftsstelle bis zum 30. April geschlossen ist, stehen die Beraterinnen und Berater an Werktagen von 9 bis 16 Uhr unter Tel. (040) 209 40 40 und E-Mail: info@bsvh.org den Ratsuchenden zur Verfügung. Sie unterstützen mit intensiven Gesprächen, vermitteln, wenn jemand Hilfe zur Bewältigung seines Alltags, z.B. durch Einkaufshilfen braucht, oder beraten bei der Bedienung eines Hilfsmittels. Christiane Rupp steht als Psychologin Hilfesuchenden zur Seite.

„Es ist uns sehr wichtig, blinde und sehbehinderte Menschen in diesen Zeiten so gut es geht mit Hilfeleistungen zu unterstützen“,

erklärt Heiko Kunert, Geschäftsführer des BSVH. „Deshalb stehen unsere Beraterinnen und Berater Ratsuchenden weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung. Außerdem veröffentlichen wir einen Krisen-Newsletter mit wichtigen Informationen für Betroffene“, so Kunert. Damit möglichst viele Menschen die Informationen erhalten, ist dieser digital und analog verfügbar.

(RP/PM)

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