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Höchststrafe für umstrittene Werkstatt-Chefin: Fristlose Kündigung und Hausverbot

Das ROLLINGPLANET-Tagebuch

Höchststrafe für umstrittene Werkstatt-Chefin: Fristlose Kündigung und Hausverbot

Außerdem: Rollstuhlbasketball – Nations Cup Cologne +++ Lustiges Rollstuhlwettrennen mit Veronica Ferres +++ Polizisten erschießen Mann mit Down-Syndrom +++ „Ich male, also bin ich“

Mitarbeiter der Duisburger Werkstatt. (Foto: WfbM Duisburg)

Mitarbeiter der Duisburger Werkstatt. (Foto: WfbM Duisburg)

Sie bekam jährlich 376.000 Euro und damit laut einem Gutachten doppelt so viel Gehalt, wie ihr zugestanden hätte – und fand das offenbar bis zuletzt angemessen: Roselyne Rogg, Geschäftsführerin der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung, ist fristlos gekündigt worden. Außerdem erhielt sie Hausverbot. Der Aufsichtsrat nannte das Vertrauensverhältnis „irreparabel gestört“. Peinlich: Das Kontrollgremium will von der Gehaltserhöhung, die Rogg 2013 erhielt, angeblich nichts gewusst haben. Träger der Einrichtung sind die Stadt Duisburg (50 %), die Lebenshilfe Duisburg e.V. (25 %) und der Verein für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Duisburg e.V. (25 %). Der Skandal in Nordrhein-Westfalen war vom Recherchezentrum „Correctiv“ aufgedeckt worden. (ag)

Premiere für den Nations Cup Cologne

Donnerstag startet die erste Ausgabe des Nations Cup Cologne (9.-12.8.2018), ausgerichtet vom Rollstuhlbasketball-Bundesligisten Köln 99ers. Beim letzten großen Test vor der WM in Hamburg vom 16. bis 26. August treten die Nationalteams aus Deutschland, Australien, Japan, Südkorea und Spanien in der Sporthalle Bergischer Ring an. Alle Infos zum Turnier

Lustiges Rollstuhlwettrennen mit Veronica Ferres

Schauspielerin Veronica Ferres macht sich Gedanken über ihr Alter und ein mögliches Leben im Altersheim: „Dadurch, dass ich meine Eltern beide schon verloren habe, macht man sich natürlich schon Gedanken, weil man weiß, dass man der Nächste ist, der in der Reihe steht. Ich bin jemand, der versucht, die schwierigsten Dinge immer mit Humor zu nehmen. Von daher hätte ich kein Problem damit, in einem Heim zu leben. Im Gegenteil, so Rollstuhlwettrennen und anderen Mitbewohnern das Gebiss klauen – das kann doch lustig werden“, wird sie vom Magazin „Focus“ zitiert. ROLLINGPLANET drückt Ferres den Daumen, dass sie sich da nicht zu sehr täuscht. (ag)

Polizisten erschießen Mann mit Down-Syndrom

Eigentlich erwarten wir solche Tragödien eher in den USA: Dieser Fall hier ereignete sich allerdings in Stockholm (Schwerden). Ein 20-Jähriger mit Down-Syndrom war mit einer Spielzeugwaffe unterwegs – Gesetzeswächter hielten sie für echt und töteten den Mann. Mindestens zwei Polizisten hätten auf den 20-Jährigen geschossen, sagt die Staatsanwaltschaft. Die Polizei sprach ihrerseits von einer „bedrohlichen Situation“ für die Beamten. Der junge Mann habe die Aufforderung der Polizei nicht befolgt, die Waffe fallen zu lassen, hieß es von der Behörde. Das 20-jährige Opfer hatte auch eine Form von Autismus und nach Angaben seiner Mutter erhebliche Sprachschwierigkeiten. Spiegel Online

„Ich male, also bin ich“

Foto aus der Ausstellung. (Foto: Adi Hoesle)

Foto aus der Ausstellung. (Foto: Adi Hoesle)

Am 21. August 2018 (19 Uhr) findet im Berliner Kleisthaus die Ausstellungseröffnung „Adi Hoesle: Ich male, also bin ich“ statt. Hoesle stellt die Frage nach dem Entstehungsort und der Autorschaft von Kunstwerken, hinterfragt unsere Fremd- und Selbstbilder und diskutiert das Thema der Selbstbestimmung und Teilhabe. Die Ausstellung wird eröffnet von Jürgen Dusel (Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen) und Dr. Reinhard Spieler (Direktor des Sprengel Museums Hannover). Die Besucher sind eingeladen, Perspektiven auf und von Menschen mit Behinderungen zu reflektieren. Gezeigt werden Fotografie, Videoinstallation und Performance. Außerdem findet ein Workshop statt, bei dem mit der Kraft der Gedanken („Brain Painting“) gemalt wird. Weitere Infos: www.retrogradist.com, www.pingo-ergo-sum.com

Die Ausstellung ist vom 22. August bis 25. September 2018 immer wochentags zwischen 6 und 22 Uhr geöffnet. Währenddessen wird es wochentags zwischen 15 und 19 Uhr die Performance „I´m still present“ von Angela Jansen geben. Brain Painting Workshop gibt es vom 3. bis 22. September 2018, immer wochentags zwischen 10:30 und 19 Uhr jeweils 90 bis 120 Minuten. Teilnehmer*innen malen mit Hilfe eines Brain Computer Interfaces, elektrische Gehirnströme ersetzen Hand und Pinsel. (PM)

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Maik Tetonka Wolff

    12. August 2018 um 09:32

    Jeder der in solch Positionen ist oder war. Wird nie zu befürchten haben das sie bestraft werden. Und Korruption oder Betrug fortsetzen. Ich habe viele Jahre zumindest in den letzten 5 Jahren immer wieder darauf aufmerksam gemacht. Korupption/Betrug egal wer sollte gnadenlos verfolgt und mit der höchst-strafe gehandet werden. Auch mit Schaden wieder gutmachung.

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