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Immer noch umstritten – Sexualbegleitung für Menschen mit Behinderung

Liebe, Sexualität & Erotik

Immer noch umstritten – Sexualbegleitung für Menschen mit Behinderung

TV-Tipp: ZDF-„37°“-Doku begleitet „die Berührerin“ Edith Arnold.

Peter und Nicole sind seit drei Jahren ein Paar. Trotz ihrer Behinderung wollen sie auf körperliche Nähe nicht verzichten. (Foto: ZDF/Stefan Sick)

Peter und Nicole sind seit drei Jahren ein Paar. Trotz ihrer Behinderung wollen sie auf körperliche Nähe nicht verzichten. (Foto: ZDF/Stefan Sick)

Ihre Arbeit ist nach wie vor ein Tabu: Edith Arnold wird gegen Bezahlung mit Menschen intim, die eine geistige Behinderung haben. Die „37°“-Dokumentation „Die Berührerin – Sex für Menschen mit Behinderung“ am Dienstag, 28. August 2018, 22.15 Uhr, nähert sich dem umstrittenen Thema Sexualbegleitung, indem sie die Hamburgerin porträtiert und bei ihrer Arbeit begleitet.

Es geht um Aufmerksamkeit und körperliche Nähe für Menschen, die sich dies nicht selbst oder mit einer Partnerin oder einem Partner erfüllen können. Es geht um Menschen, die sich verbal nicht ausdrücken können, deren Selbstbestimmung im täglichen Leben oft gegen Null geht.

Nur knapp 50 Sexualbegleiter/innen in Deutschland

Wie funktioniert die Kommunikation mit ihren Kunden, und woran erkennen Edith, die Eltern oder das Pflegeumfeld, dass jemand mit einer geistigen Behinderung den Wunsch nach Nähe und Sexualität verspürt? Warum hat sich die 29-Jährige ausgerechnet für diesen Beruf entschieden, den in Deutschland nur knapp 50 Menschen ausüben?

Der Film von Julia Knopp und Max Damm versucht das Handeln sowie die Motivation der jungen Frau zu ergründen und gibt einfühlsam Einblicke in ein Thema, über das bislang kaum jemand spricht.

Die „37°“-Sendung steht am Sendetag ab 8.00 Uhr in der ZDFmediathek zur Verfügung.

(RP/PM)

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2 Kommentare

2 Kommentare

  1. Elisabeth Wirthensohn

    27. August 2018 um 18:09

    Ganz erhrlich, ich bin von Geburt an behindert und inzwischen pflegebedürftig bei Pflegegrad 2. Über Jahrzehnte seit 2006 Zoff mit Sozialbehörden ohne Ende.Elternassitenz kommt für mich zu spät, wie auch Kitas, Ganztagsbetreuung usw. Sexualbegleitung wie das die Grünen auf Rezept forderten ist total an den Problemen behinderter Menschen vorbei. Grundsicherung für Chronisch Kranke und behinderte Menschen aufstocken, Barierefreiheit schaffen, Rente sichern, das brennt eher auf den Nägeln. Und Sexualleben bleibt Privatsache, hoffentlich.—Bevor ich 120 EUR für eine Sexualbegleiterin abdrücke, muß ich mir Gedanken machen, wie zahle ich Eigenanteile wie Essen und Wohnen bei Tagespflege und Kurzzeitpflege zur Entlastung meiner Angehörigen.

  2. baerbelhelmut

    3. September 2018 um 19:33

    Moin, wird denn inzwischen Sexualbegleitung von der Krankenkasse oder dem Sozialamt übernommen? Gibt es Gerichtsurteile zu dem Thema ?

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