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In welchem Bundesland es Behinderte besonders schwer am Arbeitsmarkt haben

Bildung & Berufsleben

In welchem Bundesland es Behinderte besonders schwer am Arbeitsmarkt haben

Hier zahlen zwei von drei Arbeitgebern lieber eine Ausgleichsabgabe als Bewerber mit gesundheitlichen Einschränkungen einzustellen.

Magdeburg, Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt (Foto: Holzmichel/pixelio.de)

Magdeburg, Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt (Foto: Holzmichel/pixelio.de)

Menschen mit Handicap haben es auf dem Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt schwer: 4.122 Schwerbehinderte sind aktuell ohne Job. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung und bezieht sich dabei auf Zahlen der Regionalagentur für Arbeit. Laut Arbeitsagentur zahlt sich die gute wirtschaftliche Lage für diesen Personenkreis auch nicht aus. Nirgendwo in Deutschland sei der Anteil Schwerbehinderter am Arbeitsmarkt geringer als in Sachsen-Anhalt.

Hierzulande liegt die Beschäftigungsquote behinderter Menschen bei nur 3,6 Prozent und ist damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als vor zehn Jahren. Die Nachbar-Bundesländer Sachsen und Thüringen stehen laut Arbeitsagentur besser da. Bundesweiter Spitzenreiter ist Berlin mit 5,4 Prozent.

Lieber Ausgleichsabgabe statt berufliche Inklusion

In Sachsen-Anhalt zahlen zwei von drei Arbeitgebern lieber eine monatliche Ausgleichsabgabe von bis zu 320 Euro pro Arbeitsplatz, als dafür gesundheitlich benachteiligte Bewerber einzustellen. Von der Zahlung sind Unternehmen ausgenommen, die mindestens fünf Prozent ihrer Stellen mit Schwerbehinderten besetzt haben.

Kay Senius, Chef der Arbeitsagenturen in Sachsen-Anhalt, führt die Situation auf die kleinteilige Betriebsstruktur zurück. Denn vor allem in klein- und mittelständischen Unternehmen werde die gesetzliche Quote der sogenannten Pflichtarbeitsplätze für Schwerbehinderte unterschritten.

„Viele haben keine Personalabteilung im Rücken, die beraten kann. Der Chef ist Einzelkämpfer, packt selber an und hat oft genug damit zu tun, sein Unternehmen am Laufen zu halten. Außerdem gibt es Berührungsängste“,

sagte Senius der Zeitung.

(PM)

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Manfred Schwarz

    15. April 2018 um 17:45

    Arbeitsmarkt, Arbeitsmarkt, naja. 🙂 Grundsicherung ist auch ein Thema.

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