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Inklusive Wohngemeinschaften sollen keine Einzelbeispiele bleiben

Gesellschaft & Politik

Inklusive Wohngemeinschaften sollen keine Einzelbeispiele bleiben

Die Regionalkonferenz der „Initiative Sozialraum Inklusiv“ diskutierte in Mainz, wie Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung umgesetzt werden kann.

Inklusive WG

(Foto: Shutterstock)

Wie ein Lebensumfeld für Menschen mit und ohne Behinderung geschaffen werden kann, haben Experten am Montag in Mainz diskutiert. Das Thema Wohnraum stand im Mittelpunkt der zweiten Regionalkonferenz der bundesweiten „Initiative Sozialraum Inklusiv“ (ISI). Es müsse darum gehen, barrierefreien und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, wie der rheinland-pfälzische Landesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen, Matthias Rösch sagte. Dabei gehe es insbesondere um den Ausbau von Barrierefreiheit, aber auch die Verbesserung der Wohnsituation für Menschen mit Unterstützungsbedarf.

Gemeinsam leben in Quartieren und Dörfern

Leider handele es sich beim Ausbau neuer Wohnformen „noch oft um Einzelbeispiele“ wie die inklusive Wohngemeinschaft Nordbahnhof in Kaiserslautern, sagte Rösch. Bei der Regionalkonferenz sollen laut rheinland-pfälzischem Sozialministerium Beispiele wie in Kaiserslautern aufzeigen, wie sogenannte inklusive Sozialraumgestaltung auf kommunaler Ebene funktionieren kann. Wie Sozialstaatssekretär Alexander Wilhelm erklärte, soll es aber nicht bei derartigen einzelnen „Großprojekten“ bleiben. Erklärtes Ziel sei es, dass „alte und junge Menschen, reiche und arme, Menschen mit Unterstützungsbedarf und ohne, gemeinsam und gut in den Quartieren und Dörfern leben können“, sagte Wilhelm.

Die Regionalkonferenz in Mainz ist die zweite der bis zum Jahr 2021 angelegten, vom Sozialministerium des Bundes initiierten und von der Bundesfachstelle Barrierefreiheit weitergeführten Initiative. Zwei Mal im Jahr sollen Verantwortliche auf regionaler Ebene zusammengebracht werden, um „für mehr Barrierefreiheit und inklusive Angebote in Städten und Gemeinden zu sensibilisieren“, wie das Sozialministerium mitteilte. Die erste Regionalkonferenz fand in Braunschweig zum Thema Mobilität statt.

(RP/dpa)

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