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Jan Haller & Co. kalt erwischt – Aufholjagd ohne Happy End

Hamburg

Jan Haller & Co. kalt erwischt – Aufholjagd ohne Happy End

Bei der Rollstuhlbasketball-WM verlieren deutsche Herren in ihrem zweiten Gruppenspiel 63:67 gegen Iran.

Frank Oehme versucht vergebens, sich unter dem Korb gegen die lang gewachsene Defense der Iraner durchzusetzen. (Foto: Uli Gasper)

Frank Oehme versucht vergebens, sich unter dem Korb gegen die lang gewachsene Defense der Iraner durchzusetzen. (Foto: Uli Gasper)

Die deutschen Herren haben in ihrem zweiten Spiel in der Gruppe A bei den Weltmeisterschaften in Hamburg erstmals das Nachsehen, nachdem man zum Auftakt gegen Marokko souverän 84:40 gewonnen hatte. Gegen körperlich groß agierende und betont spielende Iraner muss sich das Team Germany am Ende mit 63:67 (19:23/30:38/45:53) geschlagen geben. Mit 14 Zählern trägt sich Thomas Böhme als Topscorer für Deutschland ein.

Die deutschen Herren wurden von den Iranern eiskalt erwischt und lagen nach drei Minuten 2:9 zurück. Immer wieder wurden die offensiven Bemühungen des Team Germany durch flinke Hände in der iranischen Verteidigung gestoppt. Nach einer ersten Auszeit und einem Wechsel in der Line-Up bekamen die ING DiBa Korbjäger das Spiel etwas besser in den Griff. Nico Dreimüller brachte seine Farben schön in Szene gesetzt wieder bis auf das 10:13 (Min. 6) heran. So wog das Spiel hin und her. Kaum hatte sich die deutsche Equipe wieder herangekämpft und schien das Momentum auf ihrer Seite zu haben, wurde sie von einem erneuten Konter der Iraner überrascht. Kurz vor der Halbzeit schien der Ausgleich beim Stand von 30:32 (Min. 18) greifbar nah. Doch einige Unkonzentriertheiten wusste der Gegner erneut für sich zu nutzen und so wandelte sich die zuvor eingeläutete Aufholjagd bis zur Halbzeitpause wieder in einen 8-Punkte-Rückstand zum 30:38.

Niederlage, aber keine Vorwürfe

Auch in Halbzeit zwei zeichnete sich das selbe Bild auf dem Parkett der Arena im Hamburger Inselpark ab. Offensiv fehlte dem Team Germany zum Teil das nötige Quäntchen Glück. Und so wollte die Hypothek der deutschen Herren nicht kleiner werden. Getragen von den nun frenetisch anfeuernden Zuschauern in der Halle bäumten sich Kapitän Jan Haller und Co. mit Beginn der Crunchtime und einem nun mehr minimalen 3-Punkte-Rückstand nochmals gegen die drohende Niederlage. Doch der letzte Kick wollte nicht kommen. Am Ende heißt es 63:67 für den Iran.

„Wir sind natürlich enttäuscht, weil wir heute nicht zu unserem Spiel gefunden haben. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, jeder hat hart gekämpft“, analyiserte Headcoach Nicolai Zeltinger nach der Schlusssirene. „Wir hatten insgesamt zu viele Ballverluste, 22 Turnover, die uns heute das Genick gebrochen haben. Zudem haben wir an der Freiwurflinie zu viel liegen gelassen. Schade! Das wäre eine gute Ausgangsposition für das Achtelfinale gewesen. Aber das Turnier ist noch jung. Wir werden wieder zurück kommen.“

Für die deutschen Herren geht es morgen im letzten Vorrundenspiel der Gruppe A gegen das Team aus Kanada um Weltstar Patrick Anderson. Mit einem Sieg könnten sich die deutschen Herren die gewünschte gute Ausgangsposition für das Achtelfinale zurück holen. Hochball für die Partie in der edel-optics.de Arena ist um 18 Uhr.

Deutschland: Thomas Böhme (14), Aliaksandr Halouski (13), Jan Gans (13), Nico Dreimüller (12), Jan Haller (6), Andre Bienek (5), Matthias Güntner, Kai Möller, Phillip Schorp, Christopher Huber, Jan Sadler, Frank Oehme

Iran: Adel Torfi Meneshdi, Omid Hadiazhar (24), Abdoljalil Gharanjik (2), Mohammadhasan Sayari (22), Morteza Abedi (7), Mohsen Tolouei Tamardash (2), Faleh Ayashi, Saman Balaghi Einalou (2), Mohammad Mohammad Nezhad (2), Hassan Abdi, Hakim Mansouri, Morteza Ebrahimi (6)

(tf)

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