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Job-Speed-Dating & Workshops: So verlief die Premiere von „ESA Campus Day“

Bildung & Berufsleben

Job-Speed-Dating & Workshops: So verlief die Premiere von „ESA Campus Day“

Der größte diakonische Arbeitgeber Norddeutschlands, die Evangelische Stiftung Alsterdorf, lud erstmals zu einer Berufsmesse der besonderen Art ein.

„ESA Campus Day“-Besucherinnen Lea Benz und Giana Witten (Foto: Axel Nordmeier)

„ESA Campus Day“-Besucherinnen Lea Benz und Giana Witten (Foto: Axel Nordmeier)

In einer Zeltstadt auf dem Alsterdorfer Markt und Seminarräumen auf dem Gelände hatten interessierte Menschen am Dienstag, 5.6.2018, Gelegenheit, sich über die vielfältigen Arbeits- und Karrieremöglichkeiten des Unternehmens zu informieren. Mehr als 600 hatten sich für diesen Tag angemeldet. In zahlreichen Vorträgen und Symposien, vor allem aber im persönlichen Gespräch, stellten dabei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung die Arbeitsfelder in den Bereichen Assistenz für Menschen mit Behinderung, Bildung, Medizin, sowie der Seniorenhilfe und Pflege vor.

„Wir brauchen Mitarbeitende, die deshalb mit Spaß zur Arbeit gehen, weil sie gute Rahmenbedingungen vorfinden“, betonte Hanne Stiefvater vom Vorstand der Evangelischen Stiftung Alsterdorf zur Begrüßung und Eröffnung des ESA Campus Days. Und sie stellte sich selbst die Frage: „Warum arbeite ich hier?“ – um sogleich beherzt zu antworten: „Ich brauche eine sinngebende Arbeit und ein Arbeitsfeld, in dem ich einen Beitrag dazu leisten kann, dass Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft Anerkennung finden und sich deren Lebensbedingungen verbessern. Beides finde ich hier.“

Leuchtturmprojekte vorgestellt

In einer anschließenden Podiumsdiskussion zur „Arbeitsrealität in sozialen Berufen“ kamen Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Personal, Personaldienstleister im sozialen Bereich, Assistenzgesellschaft sowie von der Gewerkschaft ver.di und der Mitarbeitervertretung der Evangelischen Stiftung Alsterdorf zu Wort. Erörtert wurden Themenbereiche, die Menschen in sozialen Berufen bewegen: Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und berufliche Perspektiven, zu Bezahlung, Arbeitsverträgen und dem Pflegenotstand.

Dass die Stiftung in Sachen Inklusion eine gesellschaftliche Vorreiterrolle übernimmt, wurde bei der Vorstellung von exemplarischen „Leuchtturmprojekten“ deutlich. Das Bildungshaus Lurup, als Verbindung von Kindertagesstätte und Grundschule die Eltern-Kind-Klinik des Evangelischen Krankenhauses Alsterdorf sowie das Forum „Eine Mitte für Alle“, dem Altonaer Stadtentwicklungsprojekt, waren herausragende Beispiele gelungener Projekte, die den Gästen Lust auf einen berufliche Einstieg machten.

In weiteren Symposien und Workshops wurden unter anderem die unterschiedlichen Arbeitsfelder in der Assistenz, wie die Arbeit im Tagesförderungsbereich und die verschiedenen Formen der Unterstützten Kommunikation vorgestellt. Beim Thema „Courage in sozialen Berufen“ wurde über Beratungsmöglichkeiten informiert und es gab Verhaltenstipps bei Konfliktsituationen speziell in Assistenz- und Pflegeberufen. Interessante Vorträge zu den Themen Empathie, beruflichem Aufstieg durch Akademisierung im Gesundheits- und Sozialwesen, Sozialraumprojekte und die Beleuchtung von Problemen bei der psychiatrischen Notaufnahme rundeten das vielfältige Angebot ab.

Job-Speed-Dating

Sehr individuell wurde es dann bei einem Job-Speed-Dating: Je nach persönlichem Interesse bot sich für die Berufsinteressierten die Gelegenheit, sich bei Vertretern der unterschiedlichen Arbeitsbereiche vorzustellen, sodass man bei einem ersten Kennenlernen prüfen konnte, ob die gegenseitige Chemie für eine zukünftige Zusammenarbeit stimmt.

So ist es nicht verwunderlich, dass nach diesem intensiven, erlebnisreichen Tag die Besucherin Lea Benz (24), Studentin der Kulturwissenschaften, am Ende des Tages ihre Eindrücke so zusammenfasste: „Für mich ist der ESA Campus Day eine tolle Möglichkeit, mit Mitarbeitern der Stiftung in direkten Kontakt zu kommen und eventuelle Arbeitsmöglichkeiten zu entdecken“. Auch für Giana Witten (21), Schülerin an der Fachschule für Soziale Arbeit, war der Berufsmessetag sehr aufschlussreich: „Die vielen Informationen, die heute fließen, sind für mich sehr hilfreich für die Planung meines weiteren Berufsweges“, sagte die angehende Heilerzieherin.

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf ist ein diakonisches Dienstleistungsunternehmen. Im Mittelpunkt der Arbeit der rund ca. 6.400 Mitarbeitenden steht der Mensch mit seinen unterschiedlichen Bedürfnissen. Die Aufgabenfelder sind vielseitig. Es gibt Assistenz-, Wohn- und Bildungsangebote für Menschen mit Behinderung sowie Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe. Medizinische und therapeutische Behandlungen in den Krankenhäusern der Stiftung gehören ebenso zum Schwerpunkt der Arbeit wie Bildungsangebote in Kindertagesstätten und Schulen sowie Seniorenhilfe und Pflege.

(RP/PM)

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