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Bremen will Schwerbehindertenausweis umbenennen

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Bremen will Schwerbehindertenausweis umbenennen

ROLLINGPLANET-Tagebuch: „Let’s Dance“ +++ Vergleichsportal Check24.de +++ E-Zigaretten +++ Senioren und ihr Gebiss

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TAGEBUCH
FREITAG, 7. APRIL 2017
Politik

Bundesratsinitiative geplant: Bremer Senat will Schwerbehindertenausweis umbenennen

Die Bürgerschaft hat einstimmig beschlossen, dass der Bremer Senat sich im Bundesrat dafür einsetzen soll, dass der Schwerbehindertenausweis in Teilhabeausweis umbenannt wird. „Menschen mit Behinderung sind gleichberechtigt, sie wollen nicht auf ihre Defizite reduziert werden“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP, Magnus Buhlert. Der Name „Schwerbehindertenausweis“ sei mehr als 40 Jahre alt, und inzwischen habe die Gesellschaft ein anderes Bild von Menschen mit Beeinträchtigungen. Deshalb sei es wichtig, auch in der Wortwahl weiterzukommen.
Wilhelm Winkelmeier, selbst behindert und Geschäftsführer des Bremer Vereins Selbstbestimmt leben, hält von der geforderten Umbenennung nicht viel: „Ich kann das Gefühl nachvollziehen, dass man nicht nur als Behinderter wahrgenommen werden möchte. Aber es ist nicht damit geholfen, dass man so tut, als ob es das Phänomen Behinderung nicht gäbe.“ Weser-Kurier

Behindertensport

DBS-Präsident Beucher über „Let’s Dance“ und Heinrich Popow

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Friedhelm Julius Beucher (Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa)

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Friedhelm Julius Beucher (Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa)

Ich will nicht darüber spekulieren, welche Motive der Sender hat. Fakt ist, dass in diesem Fall Teilhabe ermöglicht wird, und das ist entscheidend“, sagt Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS), über die „Let’s Dance“-Teilnahme von Heinrich Popow und auf die Frage: „Ordnen Sie es der Rubrik Inklusion zu, wenn ein oberschenkelamputierter Weitspringer und Sprinter in dieser Show mitmacht – oder hat der Sender vielmehr das Eigeninteresse, etwas Außergewöhnliches zu präsentieren?“
Beucher beteuert, seit Popow jede Folge von „Let’s Dance“ zu schauen. Ob sich die Teilnahme des Paralympics-Siegers so deuten lässt, dass der Behindertensport mittlerweile zum Quotenbringer taugt? „Festzuhalten ist jedenfalls, dass in einer sehr bekannten Fernsehsendung eines großen Privatsenders ein Sportler mit Handicap eine wichtige Rolle spielt, weil er eine tolle Leistung zeigt. Das ist eine besondere Form der Anerkennung, die zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Beucher. Stuttgart Zeitung, ROLLINGPLANET

Sport

18. Bernd Best Turnier in Köln

Nachdem das Bernd Best Turnier 2016 ausgefallen ist, findet es in diesem Jahr wieder statt. Heute bis Sonntag messen sich in Köln beim weltgrößte Rollstuhlrugby-Wettbewerb der Welt 36 Teams aus ganz Europa. Die Schirmherrschaft haben Sir Philip Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), und Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, übernommen. ROLLINGPLANET

Klatsch & Tratsch

Verne Troyer wegen Alkoholsucht in Klinik

Verne Troyer (l.) und Mike Myers in „Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung“ (Foto: Filmverleih)

Verne Troyer (l.) und Mike Myers in „Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung“ (Foto: Filmverleih)

Der US-Schauspieler Verne Troyer („Austin Powers“) lässt sich wegen seiner Alkoholsucht in einer Klinik behandeln. In Kürze werde er freiwillig in ein Therapiezentrum wechseln, um seinen Entzug dort fortzusetzen, teilte er auf seinem Instagram-Account mit. ROLLINGPLANET

Charity

Check24.de spendet 15.000 Euro an „Ich will da rauf“

Der Münchner Kletterverein „Ich will da rauf!“ e.V. (IWDR) für junge Menschen mit Behinderung hat vom Vergleichsportal Check24.de eine Spende in Höhe von 15.000 Euro erhalten. Bestimmt ist das Geld für für professionelle Trainer und Tagesausflüge. Insgesamt zwölf Gruppen treffen sich vierzehntägig in einer Münchener Kletterhalle. „Wer klettert, wächst über sich hinaus und gewinnt Selbstbewusstsein“, sagt Extremkletterer und IWDR-Gründungsmitglied Alexander Huber. „Gerade für junge Menschen mit Behinderung ist das eine sehr bereichernde Erfahrung.“ (PM)

„Team Wallraff“

Neue Vorwürfe gegen Lebenshilfe Speyer

Das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) prüft neue Vorwürfe von RTL/„Team Wallraff“ (FOTO: RTL) gegen die Lebenshilfe Speyer. Nachdem der Sender im Februar Misshandlungen in einem Wohnhaus des Vereins aufgedeckt hatte, geht es nun unter anderem um die Ernährung der Bewohner und um arbeitsrechtliche Details. ROLLINGPLANET

Gesundheit

Krebsforscher: E-Zigaretten weniger schädlich als Tabak

Raucher, die auf E-Zigaretten umsteigen, steigen möglicherweise auf ein weniger schädliches Produkt um. „Es ist nicht davon auszugehen, dass sie von ihrer Schädlichkeit her an normale Zigaretten herankommen“, sagt Ute Mons, Abteilungsleiterin für Krebsprävention am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.
Dennoch sind E-Zigaretten wegen des enthaltenen Nikotins und der Aromastoffe ungesund. Das Thema ist unter Forschern stark umstritten. Generell sei die Langzeitwirkung der elektronischen Glimmstängel schwer einzuschätzen, da viele unterschiedliche Typen und Zusatzstoffe verkauft werden. „Wir können nicht sagen, wie viel weniger schädlich sie sind. Aber beim Verbrennen des Tabaks entstehen unglaublich viele Verbrennungsprodukte, die toxisch und krebserzeugend wirken. Das passiert bei der E-Zigarette nicht“, erklärt die Wissenschaftlerin. (dpa/tmn)

Gesundheit

Weniger Senioren benötigen ein Gebiss

Der Anteil der Senioren zwischen 65 und 74 Jahren mit Gebiss ist gesunken. Stattdessen haben immer mehr Menschen in diesem Alter noch ihre eigenen Zähne. So ist nur jeder Achte (12,4 Prozent) auf die dritten Zähne angewiesen, wie eine repräsentative Studie zeigt. Bei einer vergleichbaren Untersuchung zwanzig Jahren zuvor war noch jeder Vierte (24,8 Prozent) in dieser Altersgruppe zahnlos. Das berichten die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und die Bundeszahnärztekammer. Sie berufen sich auf Ergebnisse der Deutschen Mundgesundheitsstudie. Dafür wurden 4600 Teilnehmer von Oktober 2013 bis Juni 2014 zahnmedizinisch untersucht und befragt. (dpa/tmn)

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6 Kommentare

6 Kommentare

  1. Wolfsspitz

    7. April 2017 um 17:27

    Was soll das? Ein noch blödere Name ist denen wohl nicht eingefallen.

  2. Uwe Manneck

    7. April 2017 um 23:34

    Haben wir denn sonst keine Probleme? Als Mensch mit Handicap empfinde ich vieles in Deutschland „behindernd“. Aber wie dieser Ausweis heißt, ist mir wurscht. (Wobei Teilhabedingsbums wohl noch unzutreffender ist) . Wie sieht es denn in Bremen z.B. mit der Zugänglichkeit von Restaurants, Bars, Cafés und so weiter aus? Eine Eingabe im Bundesrat im Sinne des amerikanischen ADA-GESETZES. DAS würde Sinn machen.

  3. Timo Ewald

    8. April 2017 um 01:55

    Muss ich dann meinen Schwerbehindertenausweis umtauschen oder darf ich den trotz Namensänderung behalten? Hmm

  4. Melinda Litzendorf

    8. April 2017 um 11:05

    Schwachsinn sowas

  5. Anja Endesfelder

    8. April 2017 um 12:49

    Also mich stört es auch nicht…

  6. Andreas Lindlar

    8. April 2017 um 18:18

    Wer kommt auf so eine Scheiß Idee? Ich finde es schon affig wenn statt des Begriffs Behinderung das englische Wort Handicap genutzt wird. Ich habe kein Problem mich selber als Behinderter zu bezeichnen. Statt so eine Scheiß mit dem Namen zu veranstallten wie wäre es endlich Teilhabe und barrierfreiheit ernst zu nehmen und Gesetze zu verabschieden wie in andere Ländern, wo einfach verplichtend geregelt wird, das öffentliche Gebäude barrierfrei sein müssem. Man kann ja gerne einige wenige Ausnahmeregelungen vorsehen aber es müsste endlich klar gemacht werden das man es mit der Inklusion ernst meint.

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