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Kompakt: Barrierefreier Aktivurlaub in der Schweiz

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Kompakt: Barrierefreier Aktivurlaub in der Schweiz

Von Sailability über Kanutouren bis hin zu beschwingten Schlittschuhfahrten: 8 aktuelle Tipps für die nächste Reise zu den Eidgenossen.

Von Sailability über Kanutouren bis hin zu beschwingten Schlittschuhfahrten: 8 aktuelle Tipps für die nächste Reise zu den Eidgenossen.

Auch für Rollifahrer geeignet: Seilpark in Fiesch (Foto: Swiss Seilpark)

Auch für Rollifahrer geeignet: Seilpark in Fiesch (Foto: Swiss Seilpark)

Bookmark-100ROLLINGPLANET KOMPAKT: Auf einen Blick – alle wichtigen Infos zu einem aktuellen Thema

1. Hindernisfreie Wanderwege
Die Stiftung „SchweizMobil“ fördert und koordiniert den Langsamverkehr in der Schweiz – auch für Rollstuhlfahrer. Insgesamt 67 hindernisfreie Wege in der ganzen Schweiz sind durchgehend ausgeschildert. Einige der Wege sind sehr leicht, wie der sechs Kilometer lange Ausflug durch die Weinberge zwischen Corsier und Hermance (Genf-Region) im äußersten Westen der Schweiz. Andere Wege wiederum gehen ganz schön in die Arme. Der acht Kilometer lange Nussbüel-Weg in Braunwald (Ostschweiz) weist eine Höhendifferenz von 280 Metern auf – bietet aber fantastische Blicke in die Glarner Alpen. Alle Wanderungen mit Fotogalerien, Kartenausschnitten, Höhenprofilen und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf www.wanderland.ch
2. Mobil mit Spezialfahrrädern
Ab auf’s Rad! Die Schweizer Stiftung „Cerebral“ macht das möglich. Ihre Spezialfahrräder können an 18 Standorten gemietet werden. Die Räder weisen einen tiefen Schwerpunkt auf und die Lenkstangen können beim Einsteigen hochgeklappt werden. Rollstühle lassen sich mit wenigen Handgriffen an- und wieder abkoppeln. Eine Übersicht über die Verleihstationen gibt es unter www.cerebral.ch/de/hilfsangebote
3. Spaß im Seilpark
Den Spaß eines Seilparks trotz Mobilitätseinschränkung erleben? In der Aletsch Arena (Wallis) ist das möglich. Die Destination wurde 2014 von der Deutschen Stiftung Querschnittlähmung (DSQ) mit dem Innovationspreis ausgezeichnet, weil sie ihre Infrastruktur konsequent auf Barrierefreiheit ausrichtet. Neben eindrücklichen Wanderungen an den mächtigen Aletschgletscher ist ein Besuch im Seilpark Sport & Ferienresort Fiesch ein absolutes Muss. Dank eines eigenen Parcours genießen auch Rollstuhlfahrer das Vergnügen, sich hoch über dem Boden von Baum zu Baum zu hangeln. Ausführliche Infos auf ROLLINGPLANET oder www.swissseilpark.ch
4. Auf dem Wasser paddeln
Die Bewegung an der frischen Luft, das Rauschen des Wassers und das Glitzern der Sonnenstrahlen auf den Wellen sind die besonderen Vergnügen einer Kajaktour. Um das Kajakfahren für alle erlebbar zu machen, hat die Stiftung „Cerebral“ die Anschaffung von speziellen Doppelsitz-Kajaks gefördert. Diese gibt es an drei Mietstationen am Brienzer-, Bieler- und Vierwaldstättersee. Dort bietet die „Kanuwelt Buochs“ seit Mai dieses Jahres Paddelausflüge für Menschen mit Behinderung an. www.kanuwelt.ch
5. Segeln ohne Grenzen und Hindernisse

Das Vergnügen eines Segeltörns soll auch das Leben von Menschen mit besonderen Bedürfnissen bereichern. Das hat sich der Verein „Sailability“ auf seine Segel geschrieben. An den zwei Standorten Arbon am Bodensee (Ostschweiz) und Ipsach am Bielersee (Bern-Berner Oberland) vermietet der Verein 6 bis 8 Boote an Gruppen und Institutionen. Zum zehnjährigen Bestehen in diesem Jahr bietet der Verein auch Schnupperkurse für Einzelpersonen nach Voranmeldung an. Eine Übersicht über die Termine findet sich auf der Seite www.sailability.ch
6. Alles fährt Ski
Ganz egal, ob man lieber sportlich die Pisten runtersaust oder sich bei einem Glühwein auf der Bergstation von der Sonne bräunen lässt: Der Aufenthalt im Schnee macht einfach Spaß! Kurse für behinderte Schneefans gibt es in den Skischulen in Chateau D’Oex (Genferseegebiet), Nendaz und Verbier (beide Wallis), Lenk, Gstaad und Grindelwald (alle Bern-Berner Oberland), Sörenberg und Engelberg (beide Luzern-Vierwaldstättersee), Davos und Sedrun (beide Graubünden) sowie Wildhaus (Ostschweiz/Liechtenstein).
7. Kufendrehen auf dem Eis
Einmal eine Primaballerina auf Kufen sein? Kein Problem! Die Stiftung „Cerebral“ hat extra dafür einen Eisgleiter entwickelt. Rollstuhlfahrer müssen nun nicht mehr am Rand der Eisfläche sitzenbleiben und ihren Freunden zuschauen, sie können gemeinsam den eisigen Spaß genießen. Inzwischen steht der Eisgleiter an 40 Eisbahnen in der Schweiz kostenlos zur Verfügung, zum Beispiel in Interlaken (Bern-Berner Oberland) auf der Eislandschaft des ICE MAGIC.
8. Weitere Informationen zum Urlaub in der Schweiz
gibt es im Internet unter MySwitzerland.com, der E-Mail-Adresse info@MySwitzerland.com oder unter der kostenfreien Rufnummer von Schweiz Tourismus mit persönlicher Beratung 00800/10020030.
106 Seiten mit barrierefreien Ausflugszielen in der Schweiz (von „Mobility International Schweiz“, der Fachstelle für barrierefreies Reisen): www.mis-ch.ch/de/reiseinfos/listen-mis-plus

(Die hier genannten Informationen wurden ROLLINGPLANET vom Schweizer Tourismusbüro zur Verfügung gestellt.)

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

7 Kommentare

7 Comments

  1. Simona Ladzik

    9. August 2016 um 14:23

    Wir waren damals mit dem Auto oben am Gletscher und sind da ne runde gewandert! War super. Die JuHe würde ich nimmer buchen. Ich fand es zu hellhörig und schon auch recht alt.

  2. Johann Kreiter

    9. August 2016 um 14:24

    Na ja das modernste ist es nicht. Mit der Seilbahn kommt man bis an der Rand des Gletscher. Es gibt einen Weg füe Rollis. Da ist auch noch ein Gletscher-Museum oben, auch barrierefrei

  3. Simona Ladzik

    9. August 2016 um 14:38

    Der Seilpark ist der Hammer, aber Man sollte vorher nen Termin ausmachen.

  4. Johann Kreiter

    9. August 2016 um 14:40

    Genau so ist es. Aber von hier aus gibt es ja noch einen tollen Ausflug zu Aletschgletscher (barrierefrei) mit der Seilbahn. Ausserdem gibt es inzwischen in der Gotthardbahn einen Niederflurwagoon, mit dem man zum Matterhorn kommt

  5. Johann Kreiter

    9. August 2016 um 14:42

    Übernachten kann man in der Jugendherberge. Der Ort Fiesch ist auch gut zu besuchen, es gibt gut befahrbare Lokalitäten

  6. Daniel

    13. September 2016 um 10:46

    Oder für Rollstuhlzuggeräte Besitzer wie Swisstrac und ähnlichem: http://www.swisstractours.ch da findest Du über 800 Touren in der Ganzen EU / CH. Ich bin selber einer derjenigen die neue Touren auskundschaftet. (CP Tetralähmung)

  7. Clemens

    16. September 2016 um 16:00

    Hallo, danke für diese tollen Tipps. Wir sind gerade dabei unseren Urlaub zu planen. Wir hatten schon einen schweizer Urlaub ins Auge gefasst, eure genannten Aktvitäten schiebt den Schweizer Urlaub auf jeden Fall etwas nach oben. Aber eine allgemeine Frage, wir würden defintiv in den Urlaub fliegen wollen und sind daher auf der Suche nach bezahlbare und ordentlichen Parkplätzen. Habt ihr Erfahrung mit Hamburger Flughafen Parkplätze Erfahrung? Bin für alle Tipps offen. Danke. LG Clemens

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