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Krauthausen spricht sich für Berlkönig aus

Berlin

Krauthausen spricht sich für Berlkönig aus

Das Modellprojekt ist ausgelaufen – doch der Berliner Senat hat noch nicht über die Zukunft des Mitfahrdienstes entschieden.

Der Mitfahrdienst "Berlkönig" wurde bis jetzt mit Vans organisiert.

Der Mitfahrdienst „Berlkönig“ wurde bis jetzt mit Vans organisiert. (Archivfoto: Jens Kalaene/dpa)

Der Berliner Inklusionsaktivist Raul Krauthausen hat sich für eine Fortsetzung des umstrittenen Mitfahrdiensts Berlkönig in der Hauptstadt ausgesprochen.

„Ich setze mich dafür ein, dass dieses Angebot bestehen und weiter ausgebaut wird“,

schreibt er in einem Brief an Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD), der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das Projekt sei „ein gelungenes Beispiel für eine inklusive Infrastruktur“, heißt es darin mit Blick auf die großen Fahrzeuge des Unternehmens, die etwa für Rollstuhlfahrer den Einstieg leichter machen.

Aktivist Raul Krauthausen hat sich in einem Brief für einen Fortbestand des Mitfahrdienstes "Berlkönig" ausgesprochen.

Aktivist Raul Krauthausen hat sich in einem Brief für den Fortbestand des Mitfahrdienstes „Berlkönig“ ausgesprochen. (Foto: Jens Kalaene/dpa)tured

Konventionelle Taxi-Unternehmen hätten „auch aufgrund fehlender gesetzlicher Vorgaben“ eine Anschaffungsquote entsprechender Fahrzeuge seit 30 Jahren nicht hinbekommen.

Modellprojekt ausgelaufen

Die Zukunft des Berlkönigs ist derzeit ungewiss. Das Modellprojekt läuft in Berlin seit zwei Jahren als Kooperation zwischen den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) sowie dem Unternehmen Viavan. Per App können Kunden die Berlkönig-Fahrzeuge ordern, müssen aber damit rechnen, dass Mitfahrer mit einem ähnlichen Ziel entlang der Strecke zusteigen. Bislang verkehren die Autos nur in einem eingeschränkten Radius im Berliner Westen.

Der Vertrag zwischen Viavan und der BVG ist inzwischen ausgelaufen. Noch hat sich der Senat nicht dazu positioniert, ob und wie er den Berlkönig möglicherweise auch mit öffentlichen Mitteln aufrechthalten will. Damit wäre auch die Ausweitung in Berlins Außenbezirke denkbar. Am Donnerstag soll es dazu ein Treffen mit der BVG geben. Ob dann eine Entscheidung fällt, war zunächst unklar.

Vor allem in Kreisen der SPD herrschen Zweifel, ob der Berlkönig eine umweltfreundliche Alternative zum Straßenverkehr darstellt, oder vielmehr Taxis sowie dem Öffentlichen Personennahverkehr Konkurrenz macht.

(RP/dpa)

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