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Kulturtipp: Laura Gehlhaar – „Kann man da noch was machen? Geschichten aus dem Alltag einer Rollstuhlfahrerin“

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Kulturtipp: Laura Gehlhaar – „Kann man da noch was machen? Geschichten aus dem Alltag einer Rollstuhlfahrerin“

Außerdem: Freiheit statt Fesseln +++ Barrierefreie Wohnungen +++ Aufbau eines ambulanten Hospizdienstes für Gehörlose in Bayern ++++ Sportfest „Trau Dich!“ in Berlin

Laura Gehlhaar (Foto: Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung)

Laura Gehlhaar (Foto: Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung)

Die Autorin und Bloggerin Laura Gehlhaar liest am 4. Juli, 19.00 bis 21.30 Uhr, im Berliner Kleisthaus (Mauerstraße 53) aus ihrem Buch „Kann man da noch was machen? Geschichten aus dem Alltag einer Rollstuhlfahrerin“.

Unterhaltsam und mit einer Portion Selbstironie erzählt die junge Schriftstellerin aus ihrem Alltag. Dabei werden genau jene Gefühle und Ängste sichtbar, die wir alle bei Liebeskummer, Berufsstress oder Konflikten erleben. Gehlhaar fühlt, denkt und liebt wie jeder andere auch. Das ist ihre Botschaft.

„Dramatisch drehe ich mich um und stelle fest, dass ich verdammt einen sitzen habe. Ich schau’ an mir herunter und kichere albern üer diesen Wortwitz. In schwungvollem Slalom rolle ich Richtung Alexanderplatz und nehme unterwegs zwei Straßenschilder mit.“

Musikalisch wird Gehlhaar von dem Trio gerda vejle begleitet. Die Geigenspielerin und Multiinstrumentalistin Judith Retzlik, die Kontrabassistin Anne Drees und die Harfenspielerin und Sängerin Myriam Kammerlander laden mit ihrer Musik zu einer melancholisch, romantischen Weltreise ein. (RP/PM)

Freiheit statt Fesseln

Natasha Kamolinkova

Natasha Kamolinkova

Eine andere Bloggerin ist Natasha Kamolinkova, ebenfalls Rollstuhlfahrerin. Sie schreibt darüber, wie ein gutes Leben mit Handicap aussieht. Die junge Russin macht das Beste aus der Situation, geht regelmäßig ins Fitnesstudio und genießt ihr Leben in vollen Zügen: „Man sagt, wir seien an den Rollstuhl gefesselt, aber tatsächlich gibt er uns die Freiheit, uns zu bewegen.“ Video: Stern

Für barrierefreie Wohnungen müssten 50 Milliarden Euro investiert werden

Barrierearme und -freie Wohnformen sollen in diesem Jahr erstmals Teil des Mikrozensus werden. Wie die Bundesregierung mitteilt, würden die 2019 vorliegenden Ergebnisse eine Hochrechnung auf das gesamte Bundesgebiet erlauben.

Derzeit gibt es keine amtliche Statistik zu dem Themenkomplex. Die Bundesregierung listet indes gestaffelt nach Bundesländern Zusagen in Anzahl, Volumen und Wohneinheiten auf, die die Förderbank KfW im Zuge ihres Programms „Altersgerecht Umbauen“ seit 2010 erteilt hat. Sie bestätigt, dass das Zuschussprogramm nach regelmäßiger Aufstockung nun bei 75 Millionen Euro jährlich bleiben soll. Ob eine Kreditvariante mit Bundesmitteln wiedereingeführt wird, werde geprüft. Das Programm läuft seit 2012 mit KfW-Eigenmitteln.

Nach einer Studie der Prognos AG werden bis zum Jahr 2030 etwa 2,9 Millionen altersgerechte Wohnungen benötigt, was nach dem Stand von 2014 einem Investitionsvolumen von etwa 50 Milliarden Euro entspricht. (hib/PEZ)

Das Ziel: Bayern mit einem Netz von Hospizbegleitern abzudecken

Seit 2016 läuft das Projekt zum Aufbau eines ambulanten Hospizdienstes für Gehörlose in Bayern. Hier werden Gehörlose zu Hospizbegleitern in ihrer Muttersprache, der Deutschen Gebärdensprache, ausgebildet. Das Konzept wurde vom Verein JSB e.V. in Kooperation mit dem Hospizverein nach den Vorgaben des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes entwickelt. „Es sind also die gleichen Schwerpunktthemen, die auch in den Kursen für Hörende behandelt werden“, so Projektleiterin Iris Feneberg.

Als Dozenten wurden für die Kurse erfahrene Kräfte aus der Hospizarbeit eingeladen. Auch die ehemalige Leiterin der Station für Gehörlose im Klinikum am Europakanal Erlangen Dr. Inge Richter (selbst gehörlos) konnte als Referentin gewonnen werden. Der Kurs findet an sieben Wochenenden statt und beinhaltet auch ein Praktikum. Hier können die Teilnehmer die erlernten Inhalte anwenden, die gewonnenen Erfahrungen können in den Kurs mit einfließen.

Für das dreijährige Projekt liegen die Kosten für die Referenten, Dolmetscher, Kursentwicklung und Projektdurchführung im 6-stelligen Bereich. Dank Förderer und Sponsoren mussten die Teilnehmer nur einen geringen Eigenanteil entrichten. Mehr dazu in einem Interview mit Iris Feneberg auf www.deafservice.de (RP/PM)

„Trau Dich!“ am 27. Juni in Berlin

Am Mittwoch, den 27. Juni 2018 von 12.00 bis 18.00 Uhr, veranstaltet das P.A.N. Zentrum für Post-Akute Neurorehabilitation der Fürst Donnersmarck-Stiftung (FDST) gemeinsam mit dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin e.V. (BSB) das zweite gemeinsame Sportfest für Menschen mit und ohne Behinderung. Getreu dem Motto „Trau Dich“ werden an diesem Tag zahlreiche barrierefreie Sportarten vom Blasrohrschießen bis hin zum Fußball integrale zum Ausprobieren und inklusiven Mitmachen vorgestellt.

Neben dem Sportprogramm werden am 27. Juni Führungen durch das P.A.N. Zentrum für Post-Akute Neurorehabilitation angeboten. Außerdem hält Prof. Stephan Bamborschke, Ärztlicher Leiter des P.A.N. Zentrums, einen Vortrag zum Thema „Schädelhirntrauma – Folgen und moderne Behandlungsansätze“. (RP/PM)

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