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Malu Dreyer hat ihren Kampf gegen Multiple Sklerose aufgegeben (und fühlt sich besser denn je)

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Malu Dreyer hat ihren Kampf gegen Multiple Sklerose aufgegeben (und fühlt sich besser denn je)

Warum sie ihre Diagnose erst jahrelang verschwieg und jetzt offen über ihre Krankheit spricht.

Malu Dreyer informiert sich nach dem schweren Unwetter in Herrstein vor Ort über die Aufräumarbeiten. Der Ort war am 27. Mai 2018 teilweise überschwemmt worden. Außerdem zu sehen (v.l.n.r.): Uwe Weber (Bürgermeister) und Randolf Stich (SPD, Staatssekretär des Innenministeriums Rheinland-Pfalz). (Foto: Harald Tittel/dpa)

Malu Dreyer informiert sich nach dem schweren Unwetter in Herrstein vor Ort über die Aufräumarbeiten. Der Ort war am 27. Mai 2018 teilweise überschwemmt worden. Außerdem zu sehen (v.l.n.r.): Uwe Weber (Bürgermeister) und Randolf Stich (SPD, Staatssekretär des Innenministeriums Rheinland-Pfalz). (Foto: Harald Tittel/dpa)

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer möchte Menschen Mut machen, die wie sie an Multipler Sklerose (MS) erkrankt sind. „Mir geht es heute besser als vor zehn Jahren“, sagte sie der Wochenzeitung „Die Zeit“. Sie könne sich selbstständiger bewegen, brauche den Rollstuhl weniger. Dreyer sagte, sie spreche auch deswegen öffentlich über ihre Krankheit, weil sie hoffe, dass ihr Beispiel Mut mache.

„Seither geht es mir psychisch besser“

Nach der Diagnose im Jahr 1995 sei sie erschüttert gewesen, sagte die 57-Jährige. Es hieß es nur, „alles wird immer schwieriger, es werde einem schleichend immer schlechter gehen und niemals wieder besser“ so Dreyer weiter. Bei ihr treffe das aber nicht zu.

Sie habe ihr Leben neu sortieren und herausfinden müssen, wer sie mit der Krankheit sei und wie sie mit ihr leben könne. Damals habe sie sich in ihren Träumen oft in einem Rollstuhl gesehen. Irgendwann habe sie aber aufgehört, gegen die Krankheit zu kämpfen, sagte Dreyer. „Seither geht es mir psychisch besser.“

Die SPD-Politikerin machte ihre Erkrankung erst elf Jahre nach der Diagnose öffentlich. Eine Krankheit sei generell etwas „zutiefst Privates, auch bei Politikern“. Zum Zeitpunkt, als sie erfuhr, dass sie Multiple Sklerose hat, „hätte ich die Fragen, die die Öffentlichkeit an mich gehabt hätte, gar nicht beantworten können.“

(RP/PM)

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