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Mein Papa fährt Rollstuhl

Das ROLLINGPLANET-Tagebuch

Mein Papa fährt Rollstuhl

Außerdem: Job-Speed-Dating +++ Mehr Pflegepersonal für Krankenhäuser

„Warum hat dein Papa einen Rollstuhl?“ fragt das Kind. „Ist der die Treppe runter gefallen?“ Verwirrt schüttelt Paula den Kopf. „Mein Papa steigt doch niemals Treppen! Er nimmt immer den Aufzug – oder die Rampe.“ Paulas Papa erklärt: „Meine Beine funktionieren nicht richtig. Das ist wie… Wenn die Augen nicht richtig funktionieren, dann braucht man ja auch eine Brille. Verstehst du?“

Zu ihrem vierten Geburtstag bekommt Paula einen Roller. Nun kann sie zusammen mit ihrem Vater die Hügel hinab rollen, so schnell, dass ihre Mutter kaum hinterher kommt. Bald wird Paulas kleiner Bruder geboren und lernt endlich auch seine Familie kennen…

Die Autorin Isabel Erdem, Juristin und wohnhaft in Berlin, hat hier ein wunderbares Kinderbuch geschrieben, das aus ihrem eigenen Familienleben erzählt. (PM)

„Mein Papa fährt Rollstuhl“, Doris-Verlag, ISBN-Nr. 978-3-9810623-7-3, 14,90 Euro, Hardcover, 44 Seiten, 20 ganzseitige farbige Illustrationen, 21x21cm.

Menschen mit Down-Syndrom veralbern Vorurteile, die ihnen immer wieder begegnen

Was sind besondere Bedürfnisse von Menschen mit Down-Syndrom? Ein Dinosaurier-Ei zum Frühstück haben zu wollen zum Beispiel. Oder in einer Ritterrüstung zum Einkaufen zu gehen. Aber: Menschen mit Down-Syndrom haben diese besonderen Bedürfnisse nicht. Sie haben die gleichen wie alle anderen auch, wollen eine faire Chance auf Bildung, einen Job, wollen Liebe erfahren und Freundschaft. Die italienische Organisation Coordown hat ein Video produziert, das diese Vorurteile prächtig veralbert. Bento

Vorbereitungscoaching für das nächste Job-Speed-Dating veranstaltet

Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL veranstaltete im Rahmen des Projektes BIRLIKTE ein Vorbereitungscoaching für das nächste Job-Speed-Dating für Menschen mit Behinderung mit und ohne Migrationshintergrund.

„Mit diesem Coaching bereiten wir unsere Teilnehmer/innen auf das am 7. September 2018 geplante Job-Speed-Dating vor, bei dem sie die Möglichkeit haben sich innerhalb weniger Minuten verschiedenen Unternehmen und Firmen vorzustellen,“ erklärt Alexander Ahrens, ISL-Projektreferent. „Durch solch eine Veranstaltung wollen wir bei Menschen mit Behinderung die Chance auf ein Bewerbungsgespräch erhöhen. Bisher konnten sechs von 25 Bewerber/innen auf diese Art und Weise einen Job bekommen.“

Diesmal wurde das Coaching von einem Kamerateam vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) für eine 30-minütige Reportage begleitet. Hier werden einige Bewerber/innen ab jetzt bis über das Job-Speed-Dating hinaus einzeln mit der Kamera begleitet.

Wer ebenfalls noch Lust hat mitzumachen, kann sich bei der ISL melden. Bei entsprechender Nachfrage wird dann noch einmal ein Vorbereitungscoaching angeboten, um noch mehr Menschen mit Behinderung die Möglichkeit zu bieten, beim Job-Speed-Dating teilzunehmen. Kontakt: info@isl-ev.de

Das Job-Speed-Dating ist Teil des Projektes BIRLIKTE – Gemeinsam für Inklusion in der Arbeitswelt. Dabei geht es darum, behinderten Menschen mit und ohne Migrationshintergrund eine Perspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt zu eröffnen. Das Wort „birlikte“ stammt aus dem Türkischen und bedeutet „gemeinsam“ oder „zusammen“. Projektträger ist die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL. Kooperationspartner sind InterAktiv e.V. und DG Consulting. Das Projekt wird von der Aktion Mensch gefördert. (RP/PM)

Mehr Pflegepersonal für Krankenhäuser

Die Krankenhauspflege soll nach Angaben der Bundesregierung systematisch aufgewertet werden. Dabei sei eine angemessene Personalausstattung für die Qualität der Patientenversorgung und die Arbeitssituation der Beschäftigten unabdingbar, heißt es in der Antwort (19/2453) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/2152) der Fraktion Die Linke.

Es bestehe Handlungsbedarf zur Verbesserung der Pflege im Krankenhaus. Mit dem „Sofortprogramm Kranken- und Altenpflege“ sei gewährleistet, dass künftig jede zusätzliche oder aufgestockte Stelle für die Pflege am Bett sowie jegliche Tarifsteigerung vollständig von den Kostenträgern refinanziert würden.

Ferner sollen die Pflegepersonalkosten besser und unabhängig von den Fallpauschalen (DRG) vergütet werden. Damit werde sichergestellt, dass die für die Pflege bereitgestellten Mittel auch tatsächlich für die pflegerische Versorgung verwendet würden. Zudem sollen die Personaluntergrenzen auf alle Krankenhausbereiche ausgeweitet werden.

Derzeit arbeiten der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) bereits an verbindlichen Pflegepersonaluntergrenzen für sogenannte pflegesensitive Bereiche in Kliniken. Bis zum 30. Juni 2018 sollen die Festlegungen stehen, die dann zum 1. Januar 2019 umgesetzt werden könnten.

Der Personalmehrbedarf allein für die 15 als pflegesensitiv identifizierten Abteilungen wird nach einer Studie, je nach Szenario, auf rund 1.200 bis 1.300 Pflegekräfte (Dezilgrenze) beziehungsweise rund 5.600 bis 6.000 Pflegekräfte (Quartilgrenze) hochgerechnet. (hib/PK)

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