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Menschen mit Behinderung begegnen Tieren: Das muss nicht immer Freundschaft bedeuten

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Menschen mit Behinderung begegnen Tieren: Das muss nicht immer Freundschaft bedeuten

Rollstuhlfahrerin stirbt nach Hornissenattacke – und weitere unangenehme Begegnungen der Vergangenheit.

Eine Hornisse. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Eine Hornisse. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Eine 87 Jahre alte Rollstuhlfahrerin ist nach dem Angriff eines Hornissenschwarms an den Folgen der Stiche gestorben. Die Frau sei auf der Insel Shikoku über einen Zeitraum von 50 Minuten von den wild gewordenen Insekten attackiert und 150 Mal gestochen worden, berichteten lokale Behörden heute. Ihr Pfleger und herbeigerufene Rettungskräfte hätten die hilflose Rentnerin nicht befreien können, da sie nicht die nötige Schutzkleidung trugen. Die 87-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, starb aber einen Tag später. Der Vorfall ereignete sich bereits Mitte September. In Japan töten Hornissen nach Angaben des Senders NHK jährlich rund 20 Menschen.

Anfang September wurde in der nordfranzösischen Stadt Roubaix ein querschnittgelähmtes Mädchen von einer Horde Ratten schwer verletzt. Die 14-Jährige erlitt 225 Verletzungen am ganzen Körper. Die Tiere griffen in der Nacht an, wie die Polizei mitteilte. Das Mädchen lag in ihrem Bett und konnte sich aufgrund der Lähmung nicht wehren. „Wir haben sie in einer Blutlache gefunden“, sagte der Vater der französischen Zeitung „La Voix du Nord“. Die Jugendliche wurde mit Verletzungen im Gesicht, am Hals und an den Beinen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Das nennt man wohl ein Festmahl für Ratten

Nicht viel besser erging es vor fünf Jahren einem gelähmten Mann auf der Intensivstation eines staatlichen Krankenhauses in der nordwestindischen Stadt Jodhpur. Ratten hatten den Patienten angefressen und schwer verletzt. Der 70-Jährige habe bei dem nächtlichen Angriff der Nager Wunden an den Ohren, den Lippen, den Backen und an der Nase erlitten, zitierte die Nachrichtenagentur IANS einen Krankenhausarzt. Auch die Schläuche des Beatmungsgeräts des Notfall-Patienten seien durchgebissen gewesen.

Im Juli vergangenen Jahres verunglückte eine Rollstuhlfahrerin in Poppenricht (Bayern) tödlich, nachdem ihre Pflegerin von einer Stechmücke attackiert worden war. Laut Polizei hatte die Betreuerin die 77-Jährige eine abschüssige Straße entlang geschoben. Als das Tier die Pflegerin angriff, ließ diese den Rollstuhl los und schlug um sich. Der Rollstuhl rollte los und überschlug sich in einem Straßengraben. Die Rollstuhlfahrerin starb im Krankenhaus an den Folgen des Sturzes.

(RP/ag/dpa)

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Helen Schneider

    28. Mai 2018 um 19:55

    Nicht alle Tiere sind unsere Freunde. Im aktuellen „Wolfs-Diskurs“ gerät zunehmend die mögliche Gefahr in den Blick (www.topagrar.com/
    news/Home-top-News-Daenische-Wolfsforscher-raten-zur-Vorsicht-im-Wald9101928.html). Trotz Gehbehinderung liebe ich einsame Wanderungen in wilder Umgebung – an 2 Stöcken, mit endlosem Gehumpel und häufigen Stürzen. Selbst gegen einen einzelnen Wolf [angeblich harmlos] könnten wir Gehandycapte nichts ausrichten, zumal man ja zwangsläufig signalisiert eine unfitte, und damit leichte Beute zu sein. In Zukunft ist dann der Wald tabu, und es bleibt nur der Rundweg im Kurpark. Ein Wolfsschutzgebiet ist nicht in meinem Interesse.

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