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Mit-Initiator der „Ice Bucket Challenge“ ist tot

Charity & Engagement

Mit-Initiator der „Ice Bucket Challenge“ ist tot

Der an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankte Anthony Senerchia wurde 46 Jahre alt.

Anthony Senerchia (11.3.1971 – 25.11.2017), hier mit Ehefrau und Tochter, starb am vergangenen Samstag, wie heute bekannt wurde. (Foto: The Anthony Senerchia Jr. ALS Charitable Foundation)

Anthony Senerchia (11.3.1971 – 25.11.2017), hier mit Ehefrau und Tochter, starb am vergangenen Samstag, wie heute bekannt wurde. (Foto: The Anthony Senerchia Jr. ALS Charitable Foundation)

Eine kalte Dusche für den guten Zweck: Die „Ice Bucket Challenge“ bewegte im Jahr 2014 weltweit die Internetgemeinde (ROLLINGPLANET berichtete), jetzt ist einer der Initiatoren gestorben. Anthony Senerchia habe „mutig gegen seine ALS-Krankheit gekämpft“, teilte seine Stiftung am Donnerstag in Pelham (USA) über seinen Tod am Samstag mit. Er wurde 46.

Senerchia und seine Frau hatten vor dreieinhalb Jahren die Idee der „Ice Bucket Challenge“ (Herausforderung mit einem Eiswasserkübel) sehr früh aufgegriffen und in den Dienst der ALS-Kranken gestellt. Senerchias Frau war damals von ihrem Cousin herausgefordert worden.

Mitmacher/innen aus aller Welt

Ob im BH wie Sängerin Helene Fischer, im Whirlpool wie Schauspieler Robert Downey Jr. oder im blauen Hemd wie Microsoft-Gründer Bill Gates: Bei der „Challenge“ gossen sich im Sommer 2014 Prominente ebenso wie Normalsterbliche einen Kübel über den Kopf, stellten ein Video davon online und nominierten andere. Die Aktion sollte die Nervenkrankheit ALS ins Bewusstsein rücken und Spenden bringen.

Im Kampf gegen ALS kamen weltweit Millionen zusammen. Ein „spektakuläres und erfolgreiches Ereignis“ sei die Eiseimer-Herausforderung im Rückblick betrachtet gewesen, sagte Thomas Meyer, Leiter der ALS Ambulanz an der Berliner Charité, im Jahr 2016 über die Aktion.

ALS ist eine schwere Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie äußert sich als eine fortschreitende Muskelschwäche. (siehe ROLLINGPLANET Info-Box.)

(RP/dpa)

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Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

führt zu zerstörten Nerven und fortschreitender Muskellähmung. Die Betroffenen können sich im Verlauf der Erkrankung nicht mehr bewegen. Sie haben Schwierigkeiten beim Schlucken, Sprechen und Atmen, bleiben in der Regel aber geistig fit. Die Krankheit tritt häufig um das 50. Lebensjahr auf, etwa die Hälfte der Patienten stirbt innerhalb der ersten drei Jahre. Nur in Ausnahmefällen leben sie länger als ein Jahrzehnt mit der unheilbaren Krankheit. Die Todesursache ist meist Atemlähmung.

In Deutschland gibt es nach Informationen der ALS-Hilfe etwa 8000 ALS-Patienten, rund 2000 Patienten sterben im Jahr. 2014 rückte die Krankheit ins Bewusstsein vieler Menschen: Zahlreiche Prominente schütteten sich bei der „Ice Bucket Challenge“ einen Eimer Eiswasser über den Kopf, um zum Spendensammeln im Kampf gegen ALS aufzurufen.

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