Kontaktieren Sie uns

Rollingplanet | Portal für Menschen mit Behinderung

Mund auf gegen Blutkrebs

Gesundheit & Medizin

Mund auf gegen Blutkrebs

Für mehr Stammzellenspender: Ab sofort gibt es Aufklärung beim Zahnarzt-Besuch.

Für mehr Stammzellenspender: Ab sofort gibt es Aufklärung beim Zahnarzt-Besuch.

0dc975fa66

Eine bundesweite Aktion „Mund auf gegen Blutkrebs“ soll für mehr Blutstammzellen-Spender sorgen – und die Chancen für Leukämie-Kranke auf Gesundung erhöhen. Die Idee dabei: Beim Zahnarzt-Besuch kann man künftig fast nebenbei zum potenziellen Lebensretter für Leukämie-Patienten werden. Es handelt dabei um eine gemeinsame Aktion von der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS).

In Deutschland wartet jeder fünfte Blutkrebs-Patient vergeblich auf den passenden Knochenmark- oder Stammzellspender. Ob jemand dafür geeignet ist, lässt sich durch einen Abstrich der Wangenschleimhaut ohne großen Aufwand beim Zahnarzt ermitteln. Stammzellspenden sind vor allem für Leukämie-Patienten oft die letzte Hoffnung. Doch ein passender Spender ist selbst bei weltweiter Suche schwer zu finden.

Die breite Öffentlichkeit erreichen

Dabei soll nun der Wangenabstrich („Stäbchen rein, Spender sein“) helfen, der nach den Worten von BZÄK-Präsident Peter Engel „die Schnittstelle“ für die Zusammenarbeit von Zahnärzten und der DKMS ist. „Zahnärzte sind engagiert, wenn es um die Aufklärung geht“, sagte er.

Für DKMS-Geschäftsführerin Elke Neujahr kann mit der Einbindung der Dentisten das Anliegen der DKMS einer breiten Öffentlichkeit nahe gebracht werden, da die große Mehrheit der erwachsenen Bundesbürger – genau 76 Prozent – zur Kontrolle regelmäßig zum Zahnarzt gehe.

Zahl der Blutstammzellenspender gesunken

2012 sank die Zahl der Blutstammzellenspender in Deutschland erstmals seit vielen Jahren leicht: Auf 6200. Nach Zahlen des Zentralen Knochenmarkspender-Registers ließen sich zugleich mehr als 420.000 Bundesbürger als potenzielle Spender neu registrieren. Dies trifft inzwischen für jeden zehnten Bürger zwischen 18 und 60 zu.

Im Wartezimmer vieler Zahnarztpraxen, so die Initiatoren, liege ab sofort Informationsmaterial aus, der interessierte Patient kann die Praxismitarbeiter oder auch den Zahnarzt selbst zu Hintergründen befragen.

(RP/dpa)

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

Diesen Beitrag kommentieren

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weiter(sc)rollen – Thema: Gesundheit & Medizin

Neueste Beiträge

Top-Themen

Am häufigsten gelesen

Das Aufreger-Thema

Neueste Kommentare

Neuestes Parkplatzschwein

Baden-Württemberg

Falschparkerin: AA-FI 365

Von 17. August 2018
Aufzug