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Nichts für schwache Nerven: Samuel Koch spielt in „Das weiße Band“ mit

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Nichts für schwache Nerven: Samuel Koch spielt in „Das weiße Band“ mit

Der verstörende Haneke-Film, der mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, kommt in Darmstadt auf die Bühne.

Samuel Koch in der Theateraufführung „Das weiße Band“ (Foto: Staatstheater Darmstadt)

Samuel Koch in der Theateraufführung „Das weiße Band“ (Foto: Staatstheater Darmstadt)

Der verstörende Film „Das weiße Band“ (Untertitel: „Eine deutsche Kindergeschichte“) kommt an diesem Wochenende in Darmstadt als Theaterstück auf die Bühne. Der Film von Michael Haneke „wird weltweit erstmalig für die Bühne adaptiert“, wie das Staatstheater vor der Uraufführung an diesem Freitag (14.) berichtete. Für die Bühnenfassung verantwortlich ist der Schweizer Regisseur und Bühnenautor Christoph Frick. Er hat die Inszenierung zusammen mit Schauspielensemble und dem Kinderchor des Staatstheaters erarbeitet. Auf der Bühne ist auch der Schauspieler Samuel Koch, der seit einem Unfall in der ZDF-Show „Wetten, dass..?“ am 4. Dezember 2010 im Rollstuhl sitzt.

Wie totalitäre Gesellschaften entstehen

Der in Schwarz-Weiß gedrehte Film, der 2009 mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, ist eine Studie über die Folgen autoritärer Erziehung und der Entstehung totalitärer Gesellschaften. Der Film spielt in einem kleinen, protestantischen Dorf in Norddeutschland kurz vor dem Ersten Weltkriegs Der Lehrer, der Pastor, der Gutsherr und despotische Väter dominieren die Gemeinschaft. Dann geschehen im Dorf in rascher Folge seltsame Unfälle, die wie rituelle Bestrafungen wirken. Wer steckt dahinter?

Der Film sei „ein Meilenstein der jüngeren europäischen Filmgeschichte“, heißt es beim Staatstheater. Der Regisseur Christoph Frick suche „spielend wie musikalisch nach der Schnittstelle zwischen wohlanständigem Außen und dem Terror innen“. Auch auf der Bühne dürfte die Geschichte nichts für schwache Nerven sein: Das Stück hat eine Altersbeschränkung ab 16 Jahre.

Premiere am 14. September, weitere Vorstellungen 26. September, 6. und 23. Oktober. Tickets zwischen 9 und 40 Euro.

(RP/dpa/lhe)

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