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Nichts für schwache Nerven: Rollstuhlbasketballer ziehen ins Viertelfinale ein

Live aus Rio: Paralympics 2016

Nichts für schwache Nerven: Rollstuhlbasketballer ziehen ins Viertelfinale ein

Paralympics in Rio de Janeiro (7.–18. September 2016): Das große ROLLINGPLANET-Extra mit Höhepunkten, Siegern, Sensationen und Impressionen.

Paralympics in Rio de Janeiro (7.–18. September 2016): Das große ROLLINGPLANET-Extra mit Höhepunkten, Siegern, Sensationen und Impressionen.

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(Auf den Pfleil klicken, um unser Editorial zu lesen:) ROLLINGPLANET in Rio
Für ROLLINGPLANET berichten aus Rio de Janeiro Jessica Unterreiner, Peter Schadt, die Reporter/innen von dpa, und im Backoffice Lothar Epe, Max Kramer (Redaktion) und Kim Robins (Technik). In Zusammenarbeit mit der Medienwerkstatt des USC München Rollstuhlsport e.V., dem deutschen Rekordmeister im Rollstuhlbasketball. Dieses ROLLINGPLANET-Paralympics-Magazin wird gesponsert von ROLLING PANTS.
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Sie bloggen für ROLLINGPLANET aus Rio

Peter Schadt Blog

ROLLINGPLANET sichtet nicht nur die sportlichen Ereignisse. Peter Schadt (Foto oben: kurz nach seiner Ankunft in Rio de Janeiro) und Jessy Unterreiner (unten: bei ihrer Abreise vom Münchner Hauptbahnhof) liefern Impressionen aus der südöstlichen Metropole des Landes, in der zirka 6,5 Millionen Menschen leben. Der 55-Jährige ist Ex-Rollstuhlbasketball-Nationalspieler und war mehrfach Trainer des USC München. Während Schadt ein erfahrener Globetrotter ist, rollt die 16-Jährige erstmals so weit von zu Hause entfernt durch die Welt.

Jessy Unterreiner Blog

Unser Magazin ist in vier Rubriken gegliedert, die Sie über die folgenden Reiter erreichen: Das TAGEBUCH mit News und Impressionen, DAS DEUTSCHE TEAM mit allen Sportler/innen, WISSENSWERTES rund zu den Paralympics und WETTKÄMPFE/TV mit dem kompletten Zeitplan.

Alles auf einen Blick

TAGEBUCHDAS DEUTSCHE TEAMWISSENSWERTESWETTKÄMPFE & TV

Bitte wählen Sie den gewünschten Zeitraum aus:
Übersicht | Vorlauf und Eröffnungsfeier | 8.-10.9.2016 | 11.-12.9.2016 | 13.-15.9.2016 | 16.-18.9.2016

Montag, 12.9.2016: Nichts für schwache Nerven: Rollstuhlbasketballer ziehen ins Viertelfinale ein +++ USA disqualifiziert – doch noch Gold für Rehm und deutsche Staffel +++ Silber für Irmgard Bensusan +++ Zweierlei Maß für politische Äußerungen +++ Wahnsinn – sehbehinderte Paralympics-Läufer sind schneller als der Olympiasieger +++ Doping: Gewichtheber für acht Jahre gesperrt +++ Zu viele Weltrekorde? Paralympics unter Doping-Verdacht +++ Rollstuhlbasketballerinnen nach Sieg gegen Argentinien im Viertelfinale +++ Die coolen Sprüche des Mathias Mester +++ Scorpions besuchen deutsches Paralympics-Team in Rio

Rollstuhlbasketballer bezwingen Brasilien

Waren entscheidend für Deutschland: Thomas Böhme, der sich hier gegen Brasiliens #6 Erick da Silva durchsetzt, und Jan Haller (#13), der eines seiner besten Spiele im Nationaltrikot machte. (Foto: Andreas Joneck/DBS)

Waren entscheidend für Deutschland: Thomas Böhme (#14), der sich hier gegen Brasiliens Erick da Silva durchsetzt, und Jan Haller (#13), der eines seiner besten Spiele im Nationaltrikot machte. (Foto: Andreas Joneck/DBS)

Die Rollstuhlbasketballer haben im letzten Vorrundenspiel mit einem 73:61 (15:8/33:27/54:45)-Sieg gegen Brasilien den Einzug ins Viertelfinale geschafft. Eine Niederlage hätte das frühe Aus der deutschen Medaillenträume bedeutet. Das Ergebnis täuscht darüber hinweg, dass es kein Spiel für schwache Nerven war – zwar lagen Böhme, Halouski & Co. lange Zeit vorne, doch drei Minuten vor Schluss hätten die Gastgeber das Duell beinahe noch gedreht. Nicolai Zeltingers Team trifft nun als Tabellenvierter der Gruppe B am Mittwoch in der K.O.-Runde auf Spanien, den Tabellenersten der Gruppe A.

„Uns hat man von Beginn an angemerkt, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Es war eine erneute Steigerung und dies gegen einen kämpferischen Gastgeber vor eigener Kulisse“, so Bundestrainer Nicolai Zeltinger sichtlich erleichtert und glücklich über den Auftritt seiner Mannschaft.

Deutschland startete dabei hoch konzentriert in die Partie, hatte schnell die Nase vorne und die bessere taktische Ausrichtung. Zwar loderte mehrmals das emotionale Feuer des Gastgebers wie dessen Publikum auf, doch diesmal verlor die deutsche Auswahl nur phasenweise die Kontrolle über die Begegnung und hatte sich meist schnell wieder gegen den temporeichen Stil der Südamerikaner unter Kontrolle. Waren es in der ersten Halbzeit vor allem das Duo Thomas Böhme (26 Korbpunkte) und Jan Haller (9), die der Partie ihren Stempel aufdrückten, übernahmen diesen Part nach dem Seitenwechsel André Bienek (13) und Aliaksandr Halouski (17).

Wie aus dem Lager der deutschen Nationalmannschaft zu hören ist, geht man trotz der durchwachsenen Gruppenphase (Niederlagen gegen Iran, USA und Großbritannien und Siege gegen Algerien und Brasilien) das Viertelfinale zuversichtlich an: „Mit einer weiteren Leistungssteigerung und der gestern Abend gezeigten mentalen Stärke ist alles möglich,“ heißt es.

(RP/aj)

Viertelfinale am Mittwoch, 14. September 2016
Spanien – Deutschland
Türkei – Brasilien
Australien – Großbritannien
Niederlande – USA

Paralympics-Krimi: USA disqualifiziert – doch noch Gold für Rehm und deutsche Staffel

leichtathletik

Eilmeldung: Die deutsche Sprint-Staffel mit Leichtathletik-Star Markus Rehm hat bei den Paralympics in Rio de Janeiro nachträglich die Goldmedaille gewonnen. Das ursprünglich siegreiche US-Team wurde am Montagabend wenige Minuten nach dem Endlauf wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert. Die als Welt- und Europameister in dieses Rennen gegangene deutsche 4 x 100-Meter-Staffel mit Rehm, David Behre, Felix Streng und Schlussläufer Johannes Floors siegte damit in 40,82 Sekunden vor Gastgeber Brasilien (42,04). Die Amerikaner hatten zunächst in 40,61 Sekunden einen Weltrekord aufgestellt.

„Das war ein super Lauf von den Jungs“, sagte Chef de Mission Karl Quade, „alle hatten auf diese Staffel gesetzt vorher. Daher war der Druck entsprechend groß. Das ist ein super Ergebnis.“

Seine zweite Goldmedaille in Rio will Rehm nun am kommenden Samstag in seiner Paradedisziplin Weitsprung gewinnen. Hier geht es zu unserem ausführlichen Bericht.

David Behre macht sich selbst ein Geburtstagsgeschenk: Bronze

Knapp zwei Stunden nach dem Sieg mit der Staffel liefen Behre, Streng und Floors auch noch das 200-Meter-Finale. Und Behre holte sich einen Tag vor seinem 30. Geburtstag in der Europarekordzeit von 21,41 Sekunden sogar Bronze. „Das ist megamäßig. Einmal Gold und einmal Bronze an nur einem Abend – ich kann sehr zufrieden sein“, freute er sich.

Noch schöner als Backen: Silber für Irmgard Bensusan

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Leichtathletin Irmgard Bensusan holte über 400 Meter der Klasse T44 Silber. Die gebürtige Südafrikanerin, die für Bayer Leverkusen startet, musste sich mit einer persönlichen Bestzeit von 59,62 Sekunden nur der Französin Marie-Amelie le Fleur geschlagen geben. Diese lief in 59,17 Weltrekord. Bei den Weltmeisterschaften 2015 war Bensusan – die Gartenarbeit, Backen und Filme gucken als ihre Hobbys angegeben hat – ebenfalls Zweite geworden. Die 25-Jährige hat eine Teillähmung des rechten Unterschenkels mit Nervenschaden.

(RP)

Zweierlei Maß

„Wir haben ihm sehr, sehr deutlich klargemacht, dass politische Statements bei den Paralympics nicht erlaubt sind.“
Philip Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), über den äthiopischen Läufer Tamiru Demisse, der beim Überqueren der Ziellinie demonstrativ beide Arme über seinem Kopf kreuzte. Das ist in seiner Heimat ein Zeichen des Protests gegen die autoritäre äthiopische Regierung. Demisse wurde dafür heute vom IPC verwarnt.

„In Brasilien ist eine politisch sehr explosive Stimmung. Immer mehr Leuten wird klar, dass hier ein Präsident mit einem Staatsstreich an die Macht gekommen ist.“
– Ohne Verwarnung: Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) und von 1990 bis 2002 SPD-Bundestagsabgeordneter, zeigt am 8.9.2016 öffentlich Verständnis für das Pfeifkonzert gegen Brasiliens Präsident Michel Temer bei der Eröffnung der Paralympischen Spiele.

Wahnsinn – sehbehinderte Paralympics-Läufer sind schneller als der Olympiasieger

Hätte am 20. August nicht mal die Bronzemedaille gewonnen, wenn er gegen die vier in unserer Nachricht erwähnten sehbehinderten Läufer hätte antreten müssen: Olympiasieger Mathew Centrowitz (Foto: Srdjan Suki/dpa)

Hätte am 20. August nicht mal die Bronzemedaille gewonnen, wenn er gegen die vier in unserer Nachricht erwähnten sehbehinderten Läufer hätte antreten müssen: Mathew Centrowitz (Foto: Srdjan Suki/dpa)

Heute ist es immer noch eines der Themen des Tages in Rio: Ein Leichtathletik-Rennen für Sehbehinderte hat bei den Paralympics für Furore gesorgt. In der Startklasse T13 liefen die ersten Vier des 1500-Meter-Finals gestern Abend schneller als der Amerikaner Mathew Centrowitz bei seinem Olympiasieg am 20. August an gleicher Stelle.

Centrowitz reichte bei den Nichtbehinderten eine Zeit von 3:50,00 Minuten, um olympisches Gold zu holen. Der Algerier Fouad Baka dagegen wurde in 3:49,84 Minuten nur Vierter bei den Paralympics. Sein Bruder Abdellatif Baka gewann dieses denkwürdige Rennen in der Weltrekord-Zeit von 3:48,29 Minuten. Zweiter wurde der Äthiopier Tamiru Demisse (3:48,49).

In der Startklasse T13 sind die Athleten in ihrem Sehvermögen stark eingeschränkt, aber nicht blind. Sie können ihre Rennen zum Beispiel ohne einen Begleitläufer bestreiten.

(RP/dpa)

Er kann das Doping nicht lassen: Gewichtheber für acht Jahre gesperrt

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Der saudi-arabische Gewichtheber Mashal Alkhazai ist des Dopings überführt und für acht Jahre gesperrt worden. Das teilte das Internationale Paralympische Komitee (IPC) am Montagabend mit. Bei Alkhazai seien in Rio bei einer Trainingskontrolle kurz vor Beginn der Spiele Spuren der verbotenen Substanz Metenolon im Urin gefunden worden. Da der 36-Jährige bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere positiv getestet wurde, verhängte das IPC umgehend eine harte Strafe. Ursprünglich sollte Alkhazai bei den Paralympics an diesem Mittwoch im Superschwergewicht der Klasse über 107 Kilogramm starten.

(dpa)

Zu viele Weltrekorde bei den Paralympics? IPC räumt große Lücken im Anti-Doping-System ein

IPC-Präsident Sir Philip Craven räumt massive Kontrollprobleme ein. (Foto: dpa)

IPC-Präsident Sir Philip Craven räumt massive Kontrollprobleme ein. (Foto: dpa)

Das Internationale Paralympische Komitee hat ganz offen Lücken in seinem Anti-Doping-System bei den Paralympics in Rio de Janeiro eingeräumt. „Das war heute Morgen ein Thema bei der Sitzung unseres Boards. Wir müssen sehen, welche Lehren wir für die Zukunft daraus ziehen“, sagte IPC-Präsident Philip Craven am Montag.

Hintergrund ist eine Flut von Rekorden bei den Weltspielen des Behindertensports. 117 Weltrekorde wurden allein an den ersten vier Wettkampftagen in Rio aufgestellt. Die Befürchtung ist, dass sich nicht alle Bestmarken nur mit der Weiterentwicklung der Prothesentechnik und deutlich verbesserten Trainingsbedingungen für die Athleten erklären lassen.

Weil dem IPC im Vergleich zum olympischen Sport das Geld und vor allem das Personal fehlt, gibt es während der gesamten Paralympics nur 1500 Doping-Tests für mehr als 4300 Athleten. Die Proben werden stichprobenartig genommen. So wurde Weitspringerin Vanessa Low nach ihrem Sieg am Samstag zum Beispiel getestet, Radsportler Kai Kruse nach seiner Bronzemedaille einen Tag später nicht. Verpflichtende Tests für alle Medaillengewinner gibt es bei den Paralympics nicht.

Da es im Behindertensport weniger internationale Wettkämpfe gibt, können sich viele Athleten auch leicht der Kontrolle des IPC entziehen. „Alle chinesischen Athleten unterliegen dem Kontrollsystem der chinesischen Anti-Doping-Agentur. Aber wer kontrolliert wird, liegt nicht in unserer Hand“, sagte IPC-Sprecher Craig Spence.

Anm.d.Red.: China liegt derzeit (Montag, 12.9.2016, 19:47 Uhr MESZ) mit 41 x Gold, 33 x Silber und 24 x Bronze auf Platz 1 des Medaillenspiegels, weit vor dem Zweiten Großbritannien (25/14/19). Deutschland ist momentan Zehnter (4/8/5).

(dpa)

Tischtennis-Silber für Paralympics-Debutanten Valentin Baus

Thomas Schmidberger (l.) und Valentin Baus (r.) (Archivfoto vom Abflug am Frankfurter Flughafen: Privat)

Thomas Schmidberger (l.) und Valentin Baus (r.) (Archivfoto vom Abflug am Frankfurter Flughafen: Privat)

Einen Tag nach Thomas Schmidberger (siehe unten) hat auch Kumpel Valentin Baus bei den Paralympics in Rio de Janeiro den zweiten Platz belegt. Der Rollstuhlfahrer aus Bochum – über den ROLLINGPLANET schon vor vier Jahren berichtete, als er mit 16 Jahren am Anfang seiner Karriere saß – verlor am Montag in der Wettkampfklasse 5 sein Finale gegen den Chinesen Ningning Cao in drei Sätzen mit 11:13, 10:12 und 8:11. „Ich war richtig heiß aufs Finale und wollte natürlich unbedingt gewinnen – aber ich bin auch total zufrieden mit Silber“, freute sich Baus. „Das Turnier ist einfach super gelaufen und auch heute habe ich eigentlich gut gespielt. Ich habe vielleicht ein, zwei kleine Fehler zu viel gemacht, aber ich habe wirklich mein bestes Tischtennis hier gezeigt,“ so der Weltmeister.

Für Baus sind es die ersten Paralympischen Spiele seiner Karriere. „Mein Ziel war eine Medaille, und ich bin super glücklich, dass es nun Silber ist. In Tokyo hole ich dann Gold“, schickt er gleich eine Kampfansage mit Blick auf die Paralympics 2020 hinterher. „Heute wird auf jeden Fall noch gefeiert, das muss einfach sein.“

(RP/SoSch)

Pflichtaufgabe Argentinien erfüllt: Rollstuhlbasketballerinnen im Viertelfinale

Siegerfoto vor laufenden TV-Kameras. (Foto: Andreas Joneck/DBS)

Siegerfoto vor laufenden TV-Kameras. (Foto: Andreas Joneck/DBS)

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen hat nach einem ungefährdeten 59:20 (21:6/32:8/49:20)-Erfolg über Underdog Argentinien Platz eins in der Vorrundengruppe A sicher. Im Viertelfinale der Paralympics von Rio de Janeiro wartet nun am Dienstag Frankreich auf das deutsche Team.

„Auch wenn die Niederlage gegen Großbritannien nicht eingeplant war, haben wir unser Ziel erreicht. Mit Platz eins haben wir wie erhofft nun den vermeintlich leichteren Gegner. Wir sind im Soll“, freute sich Cheftrainer Holger Glinicki nach der Partie gegen die Südamerikanerinnen. Zu den besten Schützen im Duell mit Argentinien avancierten Gesche Schünemann mit 20 Punkten und Barbara Groß mit 18 Zählern. Beide angelten sich zudem stolze 35 Rebounds, während Johanna Welin mit acht Assists ihre Mitspielerinnen bestens in Szene setzen konnte.

(aj)

Mist, Mathias Mester hat einen schlechten Handy-Empfang

Da reicht selbst der Lufthansa-Platz aus für einen gemütlichen Langstrecken-Flug: Mathias Mester auf dem Weg nach Rio (Foto: Instagram)

Da reicht selbst der Lufthansa-Platz aus für einen gemütlichen Langstrecken-Flug: Mathias Mester auf dem Weg nach Rio (Foto: Instagram)

Der kleinwüchsige Paralympics-Athlet („Es ist wichtig, dass man über sich selbst lachen kann“), der in den Leichtathletik-Disziplinen Kugelstoßen, Speerwerfen und Diskuswerfen antritt, begeistert seine Fans mit coolen Sprüchen:

„Klein anfangen – groß rauskommen.“
– Über sein Lebensmotto

„Lange Rede. Kurzer Typ.“
– Über sich selbst

„Ich bin ein verrückter Vogel. Und ich habe auf so was Bock.“
– Auf die Frage, ob er in den Dschungelcamp gehen würde.

„Da hätte ich noch einen zweiten Kleinwüchsigen reinstecken können. Und das Polo könnte ich als Nachthemd tragen.“
– Bei der Einkleidung der Paralympics-Sportler, als die Klamotten viel zu groß für ihn waren

„Lustige Rollen könnte ich mir besonders gut vorstellen. Aber gerne auch Seriöses.“
– Über seine Pläne, Schauspieler zu werden

„Leider ist es geplatzt. Und zwar, unglaublich aber wahr, weil ich zu groß bin. Peter Dinklage ist 1,35 Meter, ich bin 1,42 komma 5.“
– Über die Anfrage, Peter Dinklage – den Star aus „Games of Thrones“ – in einem Kinofilm zu doublen

„Ich wollte mich hiermit nochmal bei der Lufthansa bedanken!!! Ihr lasst mich immer First Class fliegen, ein Traum.“
– Zum Thema Beinfreiheit (siehe Foto oben)

„Auf 1,42 m ist der Handy-Empfang schlechter.“
– Über seine Nachteile aufgrund der Körperlänge

Scorpions besuchen deutsches Paralympics-Team in Rio

Die Scorpions im Deutschen Haus in Rio. (Foto: Schmidt Media)

Die Scorpions im Deutschen Haus in Rio. (Foto: Schmidt Media)

Prominenter Auftritt bei den Paralympics: Die Rockgruppe Scorpions hat gestern am späten Abend das Deutsche Haus in Rio de Janeiro besucht und dabei die Leistungen der Behindertensportler gewürdigt. „Wir haben einen tiefen Respekt davor“, sagte Sänger Klaus Meine. „Die Botschaft ist: Egal, was
passiert: Lass‘ dich nicht unterkriegen von deinem Schicksal. Du kannst immer noch etwas Großes in deinem Leben auf den Weg bringen.“

Die Scorpions („Wind of Change“) absolvieren zur Zeit eine Tournee in Südamerika. Am Samstagabend traten sie in Rio de Janeiro auf, am Dienstagabend spielen sie in Santiago de Chile. „Musik und Sport – das sind die beiden Themen, die Menschen zusammenbringen“, sagte Meine, „und die die Hoffnungen nicht sterben lassen, dass wir eines Tages doch noch alle in einer friedlichen Welt zusammenleben können.»

Die Band schaute sich am Sonntagabend im Olympiastadion von Rio auch einige Leichtathletik-Wettbewerbe der Paralympics an. „Das sind tolle Athleten“, sagte Meine. „Wir haben gerade einen 200-Meter-Lauf gesehen und gedacht: Wow, das gibt’s doch gar nicht, mit welcher Power und Energie die Sportler in diese Wettbewerbe gehen. Es ist fantastisch, was die leisten.“

(dpa)


Sonntag, 11.9.2016: Tischtennis-Silber für Thomas Schmidberger +++ 12.000 Zuschauer bei Goalball +++ Rollstuhlbasketballer verlieren gegen Großbritannien +++ Algerisches Goalball-Team plötzlich aufgetaucht +++ Rad-Star Stefan Nimke sorgt für Novum – Bronze mit Kai Kruse +++ Rollstuhlbasketballerinnen schlagen Weltmeisterinnen +++ Mathias Mester verschielt sich +++ Daniel Scheil, seine tote Mutter und Birgit Kober +++ Feira de São Cristóvão +++ Zug fahren

Thomas Schmidberger gewinnt Silber

Thomas Schmidberger (Foto: Uli Gasper, www.uliphoto.de)

Thomas Schmidberger (Foto: Uli Gasper, www.uliphoto.de)

Thomas Schmidberger hat Silber im Einzel-Wettbewerb der Wettkampfklasse 3 gewonnen. Im Finale unterlag er dem chinesischen Titelverteidiger Feng Panfeng (gewann schon 2008 und 2012) mit 1:3. Nachdem Schmidberger in London bereits Bronze im Einzel gewann, glänzt die Medaille in Rio schon heller. „Ich habe hier definitiv Silber gewonnen und nicht Gold verloren. Dass das Finale eine ganz schwere Nummer wird, war mir vorher klar“, so der Viechtacher. „Ich habe alles gegeben, aber Feng war heute einfach besser.“

Der Chinese hatte sofort stark begonnen und den ersten Durchgang mit 11:5 für sich entschieden, doch es gelang Schmidberger, nach Sätzen auszugleichen. Der dritte Durchgang gestaltete sich durchgehend eng, doch Feng hatte das glücklichere Ende für sich – und auch im vierten Satz zeigte der Chinese seine mentale Stärke. Nachdem Schmidberger bis 8:6 fast immer mit ein, zwei Punkten führte, machte der Chinese dann fünf Punkte in Folge und verteidigte erfolgreich seinen Titel. „Ich freue mich sehr über meine Medaille und werde sie heute im Deutschen Haus noch gebührend feiern“, kündigte der frischgebackene paralympische Silbermedaillen-Gewinner an.

Bundestrainer Volker Ziegler freut sich über die gute Entwicklung seines Schützlings: „Im Vergleich zu London hat Tom spielerisch und mental noch mal einen großen Schritt nach vorne gemacht – in Tokio wird es dann vielleicht die Goldmedaille.“ Schmidberger ist Rollifahrer, seit er als Vierjähriger auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten von einem Auto erfasst wurde.

Morgen steht Valentin Baus um 15.00 Uhr MESZ im Finale gegen den Weltranglisten-Ersten Cao Ningning (CHN) und Juliane Wolf kämpft um 17.45 Uhr MESZ gegen Josephine Medina um Bronze. Stephanie Grebe greift nach ihrer spektakulären Halbfinal-Revanche für London gegen Antonina Khodzynska am Dienstag gegen die Kroatin Sandra Paovic nach paralympischen Gold.

(RP/SoSch)

Beeindruckende Zuschauerkulisse

„Das ist eine ganz neue Erfahrung für uns. Wenn es hochkommt, spielen wir zu Hause in der heimischen Liga vor 100, 200 Leuten.“

Michael Feistle, Spieler der deutschen Goalball-Nationalmannschaft, die an diesem Sonntag vor 12.000 Zuschauern knapp 5:7 gegen Kanada verlor.

Jetzt fängt das große Zittern an: Rollstuhlbasketballer können Europameister Großbritannien nicht knacken

Eine Nummer zu groß für Deutschland und Thomas Böhme (l.): Großbritannien mit Ian Sagar (r.). (Foto: Andreas Joneck/DBS)

Eine Nummer zu groß für Deutschland und Thomas Böhme (l.): Großbritannien mit Ian Sagar (r.). (Foto: Andreas Joneck/DBS)

Dritte Niederlage im vierten Spiel: Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren hat auch ihr schwere Aufgabe gegen Europameister Großbritannien nicht gelöst. In der Carioca 1 Arena unterlag die Mannschaft um Topscorer Dirk Passiwan den Konkurrenten von der Insel mit 52:66 (12:12/24:31/39:49). Sie trifft nun am Montag (MESZ: Di., 02:45 Uhr) in ihrem letzten Gruppenspiel auf Brasilien, bei dem es um alles oder nichts geht. Bislang gelang den vor den Paralympics hoch gelobten Deutschen nur gegen Algerien ein Erfolg (Niederlagen von Bienek & Co. gegen Iran, USA und heute Großbritannien).

„Irgendwie hatte ich heute das Gefühl, wir hätten noch eine Stunde weiterspielen und die Wende nicht erzwingen können“, gab Bundestrainer Nicolai Zeltinger zu. Zunächst sah er, wie seine Mannschaft engagiert und couragiert gegen den Favoriten ins Rennen ging. „Dann jedoch haben wir mit leichten Fehlern den Gegner wieder stark gemacht und so unnötig aufgebaut. Das haben sich die Briten dann nicht mehr vom Brot nehmen lassen“, so Zeltinger weiter. Die erfolgreichsten Schützen der Deutschen waren Passiwan (18 Korbpunkte), Aliaksandr Halouski (10) und André Bienek (8). Thomas Böhme vom Kräutergarten-Verein RSV Lahn-Dill gelangen sieben Punkte.

Nun erwartet die deutsche Auswahl am Montagabend ein Endspiel um den letzten Viertelfinalplatz in der Gruppe B. Gegner ist Brasilien, das einmal mehr auf seine enthusiastischen Fans bauen darf. Der Gastgeber bezwang am Abend Iran überraschend deutlich mit 73:50 und liegt vor Deutschland auf dem dritten Platz. Falls Zeltingers Team als Gruppenvierter die K.O.-Runde erreichen will, muss es gegen Brasilien gewinnen – ansonsten Iran (Sieg gegen Algerien so gut wie sicher) weiterkommt und Deutschland ausgeschieden ist.

(ag/aj)

Gesagt ist gesagt

„Früher konnte ich ja nicht anfangen. Da war ich noch nicht behindert.“
– Kugelstoß-Paralympicssieger Daniel Scheil zur Tatsache, dass er mit 43 Jahren der mit Abstand älteste Athlet in seiner Konkurrenz war.

„Ich habe mir vorher schon mal die Fingernägel lackiert. So hatte ich wenigstens ein bisschen Gold an den Fingern.“
Martina Willing, Paralympics-Zweite im Speerwurf.

„Ich habe eine Sonnenbrille dabei. Alles okay.“
– Triathlon-Paralympicssieger Martin Schulz auf den Hinweis, dass die Caipirinhas im deutschen Haus sehr stark sein sollen.

Alles erlogen und erstunken? Die algerischen Goalballerinnen und ihre Trainer sind aufgetaucht

Die Paralympics in Rio de Janeiro haben ihr erstes großes Mysterium: das Goalball-Team Algeriens. Die fünf Spielerinnen und zwei Trainer landete am Sonntagmorgen (Ortszeit) mit sechs Tagen Verspätung endlich in Brasilien – ihre beiden ersten Spiele gegen die USA und Israel haben sie bereits verpasst. Auch ROLLINGPLANET hatte eine Suchmeldung aufgegeben.

Die Teamleitung des nordafrikanischen Landes erklärt diese Verspätung mit zahlreichen Problemen während der Reise. Die Goalballerinnen (Infos zur Sportart: siehe oben unseren Reiter „WISSENSWERTES“) sollten von ihrem Trainingslager in Polen aus über Algier nach Brasilien fliegen, aber ständig wäre irgendein Flug ausgefallen, ein anderer verspätet gewesen und der nächste deshalb verpasst worden.

Das Internationale Paralympische Komitee machte noch einmal deutlich, dass es den Algeriern diese Version nicht abnimmt:

„Wir sind wirklich genervt. Man braucht keine sechs Tage, um nach Rio zu kommen. In sechs Tagen kann man das sogar mit einem Boot schaffen. Wir werden uns mit dem Team treffen und dann herausfinden, wie hart ihre Anreise tatsächlich war,“
sagte IPC-Sprecher Craig Spence am Sonntag.

In Rio wird nun spekuliert, was sonst hinter dieser verspäteten Anreise stecken könnte. Wollten die Algerierinnen aus politischen Gründen nicht gegen Israel und die USA spielen? Gibt es ein internes Problem im algerischen Verband?

Das IPC erwog kurzzeitig, das Team aus dem Turnier auszuschließen. Nun sollen die beiden ersten Spiele aber mit 10:0 für den Gegner gewertet werden und Algerien am Montag gegen Japan endlich spielen. „Ein Ausschluss wäre am Ende nur etwas für den Internationalen Sportgerichtshof CAS gewesen“, sagte Spence. „Wir haben nicht mehr in der Hand als die Aussage, es habe Probleme bei der Anreise gegeben.“

(RP/dpa)

Bronze für Kai Kruse & Stefan Nimke

Kai Kruse (l.) und Stefan Nimke holen Bronze.

Kai Kruse (l.) und Stefan Nimke holen Bronze.

Der Griff an die Goldmedaille von Weitspringerin Vanessa Low hat sich für Stefan Nimke als Glücksbringer erwiesen. „Ich habe schon mal die Goldene schütteln dürfen, so als Glückmoment, und habe gedacht: Oh Mensch, geil, eine Medaille will ich auch haben“, sagte der Bahnrad-Olympiasieger. Am Sonntag dann raste der 38 Jahre alte Schweriner mit seinem Tandempartner Kai Kruse zu Bronze im 1000-Meter-Zeitfahren und sorgte damit für ein Novum: Nimke ist der erste Deutsche, der sowohl bei Olympischen Spielen als auch Paralympics eine Medaille gewonnen hat.

Die Plaketten der Paralympics in Rio de Janeiro rasseln, wenn man sie schüttelt. „Es ist die erste, die ich auch hören kann. Die ist zwar sauschwer, ich weiß nicht, ob die an meiner Wand hängenbleibt. Aber egal, dann baue ich mir was“, sagte der mehrmalige Weltmeister, der vor drei Jahren als Pilot für Kruse das Tandem-Projekt in Angriff genommen hatte.

Für Nimke ist der Erfolg zudem eine Genugtuung. In London 2012 hatte er im Teamsprint Gold gewinnen wollen, um dann seine Karriere zu beenden. Aus gesundheitlichen Gründen verpasste er den Start. „Ich freue mich tierisch. Bronze ist fast so viel wert wie Gold. Jetzt könnte ich mit ruhigem Gewissen abtreten“, sagte er und fügte an: „Mache ich aber nicht. Dafür fahre ich viel zu gerne Rennen.“

(dpa)

Rollstuhlbasketballerinnen wahren Chancen auf Gruppenplatz 1

Keine Chance gegen Marina Mohnen haben Amanda Yan (#9) und Katie Harnock (#10.) (Foto: Andreas Joneck/DBS)

Keine Chance gegen Marina Mohnen haben Amanda Yan (#9) und Katie Harnock (#10.) (Foto: Andreas Joneck/DBS)

Mareike Miller von den Milwaukee Bucks trug 22 Korbpunkte zum Sieg bei. (Foto: (Andreas Joneck/DBS)

Mareike Miller von den Milwaukee Bucks trug 22 Korbpunkte zum Sieg bei. (Foto: (Andreas Joneck/DBS)

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen hat sich für die Niederlage am Vortag gegen Großbritannien mit einem Erfolg über Weltmeister Kanada rehabilitiert. Nach intensiven 40 Spielminuten in der Carioca 1 Arena von Rio de Janeiro jubelte Deutschland am Ende über einen verdienten 68:54 (20:14/29:31/45:42)-Erfolg. „Wir sind zwar im zweiten Viertel in alten Muster zurückgefallen, haben aber nach dem Seitenwechsel ein super Spiel abgeliefert“, freute sich Cheftrainer Holger Glinicki. Erfolgreichste Werferinnen waren die beiden Centerspielerinnen Marina Mohnen (23 Korbpunkte) und Mareike Miller (22).

Nun wartet im letzten Vorrundenspiel der Gruppe B am Montag um 21:45 Uhr deutscher Zeit Argentinien auf die deutsche Auswahl, die weiterhin gute Chancen auf Platz eins nach den Gruppenspielen hat.

(aj)

PETER SCHADT BLOGGT

Die Mädels sind stark aufgetreten, haben im letzten Viertel das Spiel souverän gewonnen. Marina Mohnen war die überragende Akteurin! Wenn die Mannschaft die Leistung weiter bringt, ist eine Medaille sicher.

Mester verschielt sich

(Foto: www.mathiasmester.de)

(Foto: www.mathiasmester.de)

Der viermalige Weltmeister Mathias Mester hat die erhoffte Paralympics-Medaille im Speerwurf verpasst. In Rio de Janeiro belegte der kleinwüchsige Athlet vier Tage vor seinem 30. Geburtstag mit 39,99 m nur Rang fünf. Der in Köln lebende Mester hatte im Vorfeld eine Medaille als Ziel ausgegeben und erklärt, er „schiele auf Gold“.

(ag)

Daniel Scheil dachte bei Siegerehrung an tote Mutter – und dankt Birgit Kober

Daniel Scheil gestern Abend bei der Siegerehrung. (Foto: ARD)

Daniel Scheil gestern Abend bei der Siegerehrung. (Foto: ARD)

Im Moment der größten sportlichen Ehrung ging Daniel Scheil noch einmal sein jüngster Schicksalsschlag durch den Kopf. Mit der Goldmedaille um den Hals dachte der Kugelstoßer am gestrigen Samstagabend beim Abspielen der Hymne an seine kürzlich verstorbene Mutter. „Das ist jetzt auch für sie“. Mit 11,03 Metern hatte der Chemnitzer, der für den PSV Weiden aus der Oberpfalz startet, in Rio de Janeiro den vorläufigen Höhepunkt seiner noch jungen Karriere gefeiert.

Erst seit fünf Jahren befasst sich der Rollstuhlathlet wieder intensiv mit Sport. 2010 hatte hat sein Leben eine jähe Wendung erfahren. Beim Bäcker brach er zusammen: Diagnose Hinterwandinfarkt. Ein Monat lang lag er im Koma. Der Sauerstoffmangel hatte eine Lähmung von Armen und Beinen zur Folge. Fortan saß er im Rollstuhl. Als wäre dies nicht genug, schoss sein Blutzuckerspiegel derart durch die Decke, dass er mit normalen Instrumenten nicht zu messen war.

In dem Dorf, wo er damals wohnte, plagte ihn die Langeweile. Im Internet stieß er auf Paralympics-Siegerin Birgit Kober. Er nahm zu ihr Kontakt auf, bekam Tipps fürs Sporttreiben. „Der Sport bedeutet mir alles. Er hat mich von Null auf Hundert gebracht“.

(RP/dpa)

PETER SCHADT BLOGGT

Muss man in Rio unbedingt besucht haben: Feira de São Cristóvão – ein überdachter Markt mit Live-Musik (São Cristóvão Messe, Campo de Sao Cristovao). Von Freitagmittag bis Sonntagabend, gutes brasilianisches Essen, viele landesübliche Tänze, Leinwand-Übertragung mit Gebärdensprache und Behindertentoiletten gibt es ebenfalls. Macht Spaß.

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Vanessa Low kündigt Umzug nach Australien an

Kurz nach ihrem Paralympics-Sieg hat die Leichtathletin angekündigt, zu ihrem Freund Scott Reardon nach Brisbane in Australien zu ziehen. Der ist ebenfalls 26 und unterschenkelamputierter Paralympics-Sportler. Hier gibt es mehr aktuellen Klatsch & Tratsch zu Vanessa Low.

JESSY UNTERREINER BLOGGT

Juhu, ein Zugabteil mit viel Platz!

zug

Wenn man Pech hat, sieht es so aus (und so sieht es ziemlich oft aus)…

zug-voll

…dafür ist die Landschaft wunderschön! Wie zum Beispiel die Copacabana…

strand

Bitte wählen Sie den gewünschten Zeitraum aus:
Übersicht | Vorlauf und Eröffnungsfeier | 8.-10.9.2016 | 11.-12.9.2016 | 13.-15.9.2016 | 16.-18.9.2016

Die deutschen Medaillengewinner/innen in Rio
Für Details zu den Medaillengewinnern klicken Sie auf unseren Reiter „TAGEBUCH“ und auf das hier angegebene Datum.

Valentin BaussilberSilberTischtennis (WK5)12.09.2016
David BehregoldGold4 x 100 Meter-Staffel (T42-47)12.09.2016
silberSilber400 Meter15.09.2016
bronzeBronze200 Meter (T44)12.09.2016
Irmgard Bensusan silberSilber400 Meter (T44)12.09.2016
silberSilber200 Meter (T44)15.09.2016
silberSilber100 Meter (T44)17.09.2016
Thomas BrüchlesilberSilberTischtennis Mannschaft (WK3)16.09.2016
Carmen BrussigsilberSilberJudo08.09.2016
Ramona BrussigsilberSilberJudo08.09.2016
Marianne BuggenhagensilberSilberKugelstoßen17.09.2016
Sebastian DietzgoldGoldKugelstoßen16.09.2016
silberinoffizielles Silber, verliehen von ROLLINGPLANETHeiratsantrag17.09.2016
Hans DurstgoldGoldDreirad Zeitfahren14.09.2016
goldGoldDreirad 30 km16.09.2016
Andrea EskaugoldGoldHandbike 45 km (H5)15.09.2016
silberSilberHandbike Zeitfahren 14.09.2016
Johannes Floors goldGold4 x 100 Meter-Staffel (T42-47)12.09.2016
Denise GrahlsilberSilberSchwimmen 50 m Freistil (S7)09.09.2016
Stephanie GrebesilberSilberTischtennis (WK6)13.09.2016
Frances HerrmannbronzeBronzeSpeerwurf09.09.2016
Natascha HiltropsilberSilberLuftgewehr10.09.2016
Niko KappelgoldGoldKugelstoßen08.09.2016
Tom Kierey silberSilberKanu15.09.2016
Birgit KobergoldGoldKugelstoßen17.09.2016
Nicolai KornhaßbronzeBronzeJudo09.09.2016
Kai Kruse
(mit Stefan Nimke)
bronzeBronzeTandem Zeitfahren 1000 Meter11.09.2016
Franziska Liebhardt goldGoldKugelstoßen13.09.2016
silberSilberWeitsprung14.09.2016
Vanessa LowgoldGoldWeitsprung (T42)09.09.2016
silberSilber100 Meter (T42)17.09.2016
Jana Majunke bronzeBronzeDreirad Straßenrennen (T2)16.09.2016
Vico MerkleingoldGoldHandbike Straßenfahren (H4)15.09.2016
bronzeBronzeHandbike Zeitfahren (H4)14.09.2016
Edina MüllersilberSilberKanu15.09.2016
Katrin Müller-RottgardtbronzeBronze100 Meter09.09.2016
Claudia NicoleitziksilberSilber100 Meter (T36)09.09.2016
bronzeBronze200 Meter13.09.2016
Elke Philipp
(auf Regaliz)
silberSilberMannschafts-Dressurreiten15.09.2016
Heinrich PopowgoldGoldWeitsprung (T42)17.09.2016
Markus RehmgoldGold4 x 100 Meter-Staffel (T42-47)12.09.2016
goldGoldWeitsprung (T44)17.09.2016
Christiane ReppegoldGoldHandbike 45 km (H4)15.09.2016
Alina Rosenberg
(auf Nea’s Daboun)
silberSilberMannschafts-Dressurreiten15.09.2016
Daniel ScheilgoldGoldKugelstoßen (F33)10.09.2016
Denise SchindlersilberSilberRadfahren Zeitfahren14.09.2016
bronzeBronzeRadfahren Straßenrennen16.09.2016
Thomas SchmidbergersilberSilberTischtennis (WK3)11.09.2016
silberSilberTischtennis Mannschaft (WK3)16.09.2016
Torben SchmidtkebronzeBronzeSchwimmen 100 Meter Brust
(SB6)
15.09.2016
Naomi Maike SchnittgerSilberSchwimmen 50 m Brust17.09.2016
Martin Schulz goldGoldTriathlon (PT4)10.09.2016
Felix StrenggoldGold4 x 100 Meter-Staffel (T42-47)12.09.2016
bronzeBronze100 Meter09.09.2016
bronzeBronzeWeitsprung (T44)17.09.2016
Michael TeubergoldGoldRadfahren Einzelzeitfahren (C3)14.09.2016
Thomas Ulbricht silberSilber100 Meter (T12)15.09.2016
Dorothee Vieth goldGoldHandbike Zeitfahren 14.09.2016
Steffen WariasgoldGoldRadfahren Straßenrennen16.09.2016
Max WebersilberSilberHandbike Straßenrennen 60 km (H3)15.09.2016
Martina WillingsilberSilberSpeerwurf10.09.2016
Steffen Zeibig
(auf Feel Good)
silberSilberMannschafts-Dressurreiten15.09.2016
bronzeBronzeDressurreiten Kür16.09.2016
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Mit 17 Jahren die jüngste deutsche Teilnehmerin: Janina Breuer (Foto: Privat/Facebook)

Mit 17 Jahren die jüngste deutsche Teilnehmerin: Janina Breuer (Foto: Privat/Facebook)

155 Deutsche (89 Männer/66 Frauen) gehen an den Start. Vor vier Jahren in London waren es 150 (88/62). Zudem sind drei so genannte Guides dabei: eine Steuerfrau (Rudern), ein Pilot (Radsport) und ein Begleitläufer in der Leichtathletik. 58 Deutsche erleben ihre Paralympics-Premiere. Zudem reisen 94 Personen im Funktionsteam (Trainer, Ärzte und Betreuer) mit. Jüngste deutsche Teilnehmerin ist die 17-jährige Schwimmerin Janina Breuer, die älteste Marianne Buggenhagen. Für die 63-Jährige sind es die siebten Paralympics.

Mit 63 Jahren die älteste deutsche Teilnehmerin: Marianne Buggenhagen (Foto: Arne Dedert/dpa/lrs)

Mit 63 Jahren die älteste deutsche Teilnehmerin: Marianne Buggenhagen (Foto: Arne Dedert/dpa/lrs)

Bogenschießen

Uwe Herter (VfL Sindelfingen)
Jennifer Heß (Hamburger Bogenschützen Gilde)
Lucia Kupczyk (BS Laichinger Alb)
Maik Szarszewski (SC Vöhringen)

Goalball

Michael Feistle (SSG Blista Marburg)
Christian Friebel (RGC Hansa)
Stefan Hawranke (SSV Königs Wusterhausen)
Oliver Hörauf (BFV Ascota Chemnitz)
Thomas Steiger (RGC Hansa)
Reno Tiede (RGC Hansa)

Judo

Carmen Brussig (PSV Schwerin)
Ramona Brussig (PSV Schwerin)
Sebastian Junk (1. Mannheimer JC)
Nikolai Kornhaß (Gundelfinger Turnerschaft)
Oliver Upmann (1. Mannheimer JC)

Kanu

Tom Kierey (Berliner Kanu Club Borussia)
Ivo Kilian (Hallescher Kanu-Club 54)
Edina Müller (Hamburger Kanu Club)

Leichtathletik

Lindy Ave (HSG Uni Greifswald)
Alhassane Baldé (SSF Bonn)
David Behre (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Irmgard Bensusan (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Reinhold Bötzel (Rot-Weiß Koblenz)
Vanessa Braun (TV Püttlingen)
Marianne Buggenhagen (PSC Berlin)
Sebastian Dietz (BSG Bad Oeynhausen)
Janne Sophie Engeleiter (BPRSV Cottbus)
Johannes Floors (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Isabelle Foerder (HSC Erfurt)
Sebastian Fricke (TV Wattenscheid 01)
Maike Hausberger (Postsportverein Trier)
Frances Herrmann (BPRSV Cottbus)
Niko Kappel (VfL Sindelfingen)
Birgit Kober (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Frederike Charlotte Koleiski (Eintracht Duisburg)
Franziska Liebhardt (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Vanessa Low (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Mathias Mester (1. FC Kaiserslautern)
Juliane Mogge (TV Wattenscheid 01)
Katrin Müller-Rottgardt (TV Wattenscheid 01)
Claudia Nicoleitzik (TV Püttlingen)
Nicole Nicoleitzik (TV Püttlingen)
Heinrich Popow (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Markus Rehm (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Dennis Rill (TV Wattenscheid 01)
Leon Schäfer (Bayer Leverkusen)
Daniel Scheil (BVS Weiden)
Jana Schmidt (1. LAV Rostock)
Denis Schmitz (RSG Bönen)
Marc Schuh (TV Herkenrath 09)
Mathias Schulze (SC DHfK Leipzig)
Maria Seifert (HSC Erfurt)
Uta Streckert (TV Wattenscheid 01)
Felix Streng (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Frank Tinnemeier (TSV Hillentrup)
Thomas Ulbricht (PSC Berlin)
Martina Willing (BPRSV Cottbus)

Radsport

Kerstin Brachtendorf (BPRSV Cottbus)
Hans-Peter Durst (RuMC 1925 Sturm Hombruch Dortmund)
Andrea Eskau (USC Magdeburg)
Kai Kristian Kruse (Schweriner SC)
Jana Majunke (BPRSV Cottbus)
Vico Merklein (Gymnastik-Club 1965 Nendorf)
Stefan Nimke (PSV Schwerin)
Christiane Reppe (Gymnastik-Club 1965 Nendorf)
Thomas Schäfer (Nordharzer RSG Bad Harzburg)
Denise Schindler (BSV München)
Michael Teuber (BSV München)
Dorothee Vieth (Harvestehuder RV/Hamburger SV)
Steffen Warias (RVC Reute)
Max Weber (TSV Obergünzberg)
Erich Winkler (TV Geisenhausen/RC Vilsbiburg)

Reiten

Elke Phillip (RuFV Chiemgau Nord)
Alina Rosenberg (BPRSV Cottbus)
Claudia Schmidt (Darmstadt)
Carolin Schnarre (Sportfreunde Lotte)
Steffen Zeibig (SGV Dresden)

Rollstuhlbasketball (Damen)

Annabel Breuer (RSV Lahn-Dill)
Annegrit Brießmann (Mainhatten Skywheelers Frankfurt)
Laura Fürst (RBB München)
Barbara Groß (Mainhatten Skywheelers Frankfurt)
Simone Kues (BG Baskets Hamburg)
Maya Lindholm (BG Baskets Hamburg)
Mareike Miller (BG Baskets Hamburg)
Marina Mohnen (Mainhatten Skywheelers Frankfurt)
Anne Patzwald (BBC Warendorf)
Gesche Schünemann (BG Baskets Hamburg)
Johanna Welin (RBB München)
Annika Zeyen (BG Baskets Hamburg)

Rollstuhlbasketball (Herren)

Andre Bienek (RSB Thuringia Bulls)
Thomas Böhme (RSV Lahn-Dill)
Nico Dreimüller (RSV Lahn-Dill)
Jan Haller (RSV Lahn-Dill)
Aliaksandr Halouski (RSB Thuringia Bulls)
Matthias Heimbach (FCK Rolling Devils)
Christopher Huber (RSV Lahn-Dill)
Dirk Köhler (RSV Lahn-Dill)
Björn Lohmann (RSV Lahn-Dill)
Sebastian Magenheim (USC München)
Kai Möller (FCK Rolling Devils)
Dirk Passiwan (RSC-Rollis 1985 Trier)

Rollstuhlfechten

Simone Briese-Baetke (Maccabi Rostock)
Balwinder Cheema (Makkabi Rostock)

Rollstuhltennis

Katharina Krüger (Zehlendorfer Wespen)

Rudern

Tino Kolitscher (HRV Böllberg/Nelson)
Susanne Lackner (Ruderclub Vilshofen)
Valentin Luz (Frankfurter Rudergesellschaft Germania)
Anke Molkenthin (Schleißheimer Paddelclub)
Johannes Schmidt (Offenbacher RG Undine)
Inga Thöne (Ulmer Ruderclub Donau)

Schwimmen

Janina Breuer (PSC Berlin)
Christoph Burkard (TV Rottweil)
Annke Conradi (Schwimmclub Regensburg)
Denise Grahl (Hanse-Schwimmverein Rostock)
Elena Krawzow (PSC Berlin)
Tobias Pollap (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Torben Schmidtke (Schweriner SC)
Maike Naomi Schnittger (SC Potsdam)
Verena Schott (PSC Berlin)
Daniela Schulte (PSC Berlin)
Hannes Schürmann (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Daniel Simon (VSG Darmstadt)
Emely Telle (PSC Berlin)

Segeln

Lasse Klötzing (PSC Berlin/Potsdamer Yacht Club)
Heiko Kröger (Norddeutscher Regatta Verein)
Jens Kroker (Yachtclub Berlin-Grünau/Norddeutscher Regatta Verein)
Siegmund Mainka (Yachtclub Berlin-Grünau)

Sitzvolleyball (Herren)

Dominik Albrecht (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Stefan Hähnlein (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Christoph Herzog (BV Leipzig)
Barbaros Sayilir (BSG Emmelshausen)
Torben Schiewe (MTV Eintracht Celle)
Alexander Schiffler (BV Leipzig)
Lukas Schiwy (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Jürgen Schrapp (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Stefan Schu (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Mathis Tigler (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Martin Vogel (TG Nürtingen)
Heiko Wiesenthal (BSG Emmelshausen)

Sportschießen

Bernhard Fendt (DRW Ursberg)
Norbert Gau (FSG Der Bund München)
Natascha Hiltrop (SV Lengers 1964)
Josef Neumaier (SV Wacker Burghausen)
Manuela Schmermund (SG Mengshausen)
Elke Seeliger (SV Etzhorn)

Tischtennis

Valentin Baus (BSG Duisburg-Buchholz)
Thomas Brüchle (SV Salamander Kornwestheim/SV Deuchelried)
Stephanie Grebe (Borussia Düsseldorf)
Jan Gürtler (RSC Berlin/TSV Marienfelde)
Lena Kramm (BSV München)
Sandra Mikolaschek (Borussia Düsseldorf)
Holger Nikelis (RSC Köln)
Thomas Rau (RSV Landkirchen)
Thomas Schmidberger (Borussia Düsseldorf)
Juliane Wolf (BSG Offenburg)
Jochen Wollmert (Borussia Düsseldorf)

Triathlon

Stefan Lösler (GC Nendorf)
Martin Schulz (SC DHfK Leipzig)

Medaillenspiegel der XV. Paralympischen Sommerspiele
PlatzLandGoldSilberBronze
1.Volksrepublik China1078151
2.Großbritannien643944
3.Ukraine413739
4.USA404431
5.Australien223029
6.Deutschland182514
7.Niederlande171926
8.Brasilien142929
9.Italien101415
10.Polen91812
11.Spanien9148
12.Frankreich9514
13.Neuseeland957
14.Kanada81011
15.Iran897
16.Usbekistan8617
17.Nigeria822
18.Kuba816
19.Weißrussland802
20.Südkorea71117
21.Tunesien766
22.Südafrika764
23.Thailand666
24.Griechenland544
25.Belgien533
Slowakei533
27.Algerien457
28.Irland443
29.Mexiko429
30.Ägypten354
31.Serbien324
32.Norwegen323
33.Marokko322
34.Türkei315
35.Kenia312
36.Malaysia301
37.Kolumbien2510
38.Vereinigte Arabische Emirate241
39.Irak230
40.Hongkong222
41.Kroatien221
Schweiz221
43.Indien211
44.Litauen210
45.Lettland202
46.Singapur201
47.Ungarn189
48.Aserbaidschan182
49.Schweden145
50.Österreich144
51.Dänemark124
Tschechien124
53.Namibia122
54.Argentinien113
55.Vietnam112
56.Finnland111
Trinidad und Tobago111
58.Kasachstan110
Slowenien111
60.Bahrain100
Bulgarien100
Georgien100
Kuwait100
64.Japan01014
65.Venezuela033
66.Jordanien021
67.Katar020
68.Taiwan011
69.Bosnien und Herzegowina010
Elfenbeinküste010
Uganda010
Äthiopien010
73.Portugal004
74.Israel003
75.Mongolei002
76.Indonesien001
Kap Verde001
Mosambik001
Pakistan001
Philippinen001
Rumänien001
Saudi-Arabien001
Sri Lanka001
Russland war wegen Doping-Vorwürfen ausgeschlossen.
Die deutschen Medaillengewinner/innen finden Sie unter dem Reiter „DAS DEUTSCHE TEAM“.
Die 22 Sportarten bei den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro
Vorerst zum letzten Mal paralympisch: 7-a-Side-Fußball für Kicker mit neurologischen oder motorischen Beeinträchtigungen. (Foto: DBS)

Vorerst zum letzten Mal paralympisch: 7-a-Side-Fußball für Kicker mit neurologischen oder motorischen Beeinträchtigungen. (Foto: DBS)

Bei den Paralympics in Rio de Janeiro stehen 22 Sportarten im Programm. Das sind zwei mehr als 2012 in London. Ihre Premiere erleben Triathlon und Kanu. Insgesamt gibt es 23 Disziplinen, da im Radsport auf der Bahn und der Straße gefahren wird. 7a-Side-Fußball und Segeln sind vorerst das letzte Mal paralympisch. 2020 in Tokio werden Badminton und Taekwondo ins Programm aufgenommen. Nach dem Ausschluss der russischen Mannschaft sind in Rio immer noch 4350 Athleten aus 165 Nationen dabei.

1. Boccia

Wer darf wie mitmachen? Vier Startklassen (BC1 – BC4). Nicht teilnehmen dürfen Sportler mit unterschiedlicher Beinlänge, Kleinwuchs, intellektueller Beeinträchtigung und Beeinträchtigung der Sehfähigkeit. Alle Athleten sitzen während des Wettkampfes im Rollstuhl.

Die italienische Variante des Boule-Spiels ist seit 1984 im Programm und eine ausschließlich paralympische Sportart. In Rio gibt es vier Einzelwettbewerbe, zwei Doppel-Wettbewerbe und ein Team-Wettbewerb. Frauen und Männer spielen zusammen. Insgesamt sind 108 Athleten dabei – 80 Männer und 28 Frauen. Es geht um Präzision und Konzentration. Gespielt wird mit Lederbällen. Der Spieler muss seine eigenen farbigen Kugeln möglichst nah an eine kleine weiße Zielkugel (Jackball) platzieren bzw. die gegnerischen Kugeln vom Jackball wegschießen. Wer die meisten Kugeln am dichtesten am Jackball platziert hat, gewinnt. In Rio sind keine deutschen Teilnehmer dabei.

2. Bogenschießen

Wer darf wie mitmachen? Zwei Startklassen, W1 (im Rollstuhl sitzend) und O (offene Klasse, im Rollstuhl als auch stehend). Nicht teilnehmen dürfen Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und Beeinträchtigung der Sehfähigkeit.

Ist seit der Paralympics-Premiere 1960 im Programm. In Rio gibt es insgesamt neun Wettbewerbe – je drei bei den Männern, Damen und im Mixed-Team. Dabei sind 140 Teilnehmer (80 Männer/60 Frauen). Die in Ringe eingeteilte 80-cm-Zielscheibe ist beim Compoundbogen 50 Meter entfernt. Beim Recurvebogen ist die 122-cm-Zielscheibe 70 Meter weit weg. Die Starter werden in Gruppen unterteilt. Entweder sitzen die Schützen im Rollstuhl oder sind in der Lage, selbstständig zu stehen und die Wettkämpfe im Stehen oder auf einem Stuhl sitzend zu absolvieren. Zum Schießen werden neben den Armen auch Füße oder der Mund benutzt, je nach Schwere der Behinderung. Der Deutsche Roland Schmidberger gewann in seiner Laufbahn dreimal Gold sowie je einmal Silber und Bronze. In London gab es keine deutsche Medaille. In Rio ist das deutsche Team mit vier Athleten dabei.

3. Gewichtheben

Wer darf wie mitmachen? Eine Startklasse, unterteilt in zehn Gewichtsklassen. Nur Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und Beeinträchtigung der Sehfähigkeit dürfen nicht teilnehmen. Entscheidend für die Einteilung ist die Gewichtsklasse und nicht die Einschränkung.

Die Männer sind bei den Paralympics seit Tokio 1964 am Start, die Frauen seit Sydney 2000. Es nehmen 100 Männer und 80 Frauen teil. Athleten mit verschiedenen Beeinträchtigungen können starten, so Cerebralparetiker, Kleinwüchsige, Querschnittsgelähmte und Amputierte. Die Einteilung erfolgt in je zehn Gewichtsklassen und nicht nach dem Grad der Behinderung. Gestemmt werden die Gewichte auf einer Bank liegend, im sogenannten Bankdrücken. Der Athlet nimmt die Stange auf die Brust. Dann drückt er das Gewicht nach oben und hält es bis zu einem Signal des Referees. Jeder Sportler hat drei Versuche und dafür zwei Minuten Zeit. Bei gleicher Last gewinnt der leichteste Athlet. In Rio sind keine Deutschen am Start.

4. Goalball

Wer darf wie mitmachen? Drei Startklassen (B1 bis B3). Spielen dürfen nur Sportler mit unterschiedlich stark ausgeprägten Beeinträchtigungen der Sehfähigkeit. Alle tragen lichtundurchlässige Brillen.

Wurde 1946 entwickelt, um Kriegsveteranen bei der Rehabilitation zu helfen. Wird nur von sehbehinderten Athleten gespielt, die wegen der Chancengleichheit Augenmasken tragen. Die Männer sind seit 1976 paralympisch, die Frauen seit 1984. In Rio sind zehn Männer- und zehn Frauen-Teams dabei. Auf dem Feld sind pro Team drei Spieler. Sie müssen den 1,25 Kilogramm schweren Ball ins gegnerische Tor schleudern. Das Tor geht über die gesamte Spielfeldbreite von neun Metern und ist 1,30 Meter hoch. Im Ball ist eine Rassel, deshalb herrscht während des Spiels absolute Stille. Nur bei einem Tor oder bei Halbzeit darf applaudiert werden. Beim Angriff schleudert ein Spieler den Ball, die drei im gegnerischen Tor verteidigen gemeinsam und sind dabei auf die Rassel-Geräusche des Balls als Orientierung angewiesen. Titelverteidiger sind bei den Männern Finnland und bei den Frauen Japan. Erstmals seit 2004 sind die deutschen Männer qualifiziert, die Frauen sind nicht dabei.

5. Judo

Wer darf wie mitmachen? Drei Startklassen (B1 bis B3). Ausschließlich für Sportler mit Sehbehinderung. Die Einteilung erfolgt nach Gewichtsklassen, nicht nach dem Grad der Sehbehinderung.

Paralympics-Debüt 1988 in Seoul, die Frauen sind seit 2004 dabei. In Rio gibt es sieben Gewichtsklassen bei den Männern und sechs bei den Frauen. Am Start sind 84 Männer und 48 Frauen. Im Judo starten ausschließlich Blinde oder Menschen mit Sehbehinderung. Ein Kampf dauert in jeder Klasse fünf Minuten. Die Judoka erhalten Punkte für bestimmte Techniken. Gewonnen hat der Athlet mit den meisten Punkten oder aber ihm gelingt ein Ippon. Dabei muss er seinen Gegner entweder auf den Rücken werfen oder für mindestens 20 Sekunden auf dem Boden festhalten. Die Regeln entsprechen denen beim normalen Judo. Anders ist nur, dass sich die Gegner vor dem Duell berühren, um sich die nötige Orientierung zu geben. In London gewannen die deutschen Zwillingsschwestern Ramona und Carmen Brussig jeweils Gold. Zudem gab es Bronze durch Matthias Krieger. Angeführt von den Brussig-„Twins“ sind in Brasilien fünf Deutsche am Start.

6. Kanu

Heiko Kröger (Foto: dpa/lno)

Heiko Kröger (Foto: dpa/lno)

Wer darf wie mitmachen? Drei Startklassen (KL1 bis KL3), entsprechend der Beeinträchtigung. Zugelassen sind Sportler mit Beeinträchtigung der Muskelkraft, der passiven Beweglichkeit und Amputation oder Fehlbildung von Gliedmaßen.

Erlebt in Rio seine Paralympics-Premiere. Am Lagoa Rodrigo de Freitas kämpfen 30 Frauen und 30 Männer in insgesamt sechs Einzel-Wettbewerben (3 Männer/3 Frauen) um die Medaillen. Die Rennstrecke ist 200 Meter lang. Die Athleten werden in drei Wettkampfklassen unterteilt – je nach dem Grad ihrer Behinderung. Die Deutsche Edina Müller, die 2012 mit dem Rollstuhl-Basketballteam Gold gewann, ist in das Kanu umgestiegen und dort bereits Weltmeisterin. Auch Tom Kierey holte den WM-Titel. Neben den beiden ist noch Ivo Kilian für Deutschland dabei.

Erstmals 2000 paralympisch. In den drei Regatta-Wettbewerben starten Frauen (15) und Männer (65) zusammen. Es gibt Boote mit einem, zwei oder drei Seglern. Zunächst wurde in den Bootsklassen 2.4mR (Einmann-Kielboot) und Sonar (Dreimann-Kielboot) gestartet. 2008 in Peking kam noch SKUD 18 (Zweimann-Kielboot) hinzu. In einem Boot sind Athleten mit verschiedenen Behinderungen. Jedes Crewmitglied bekommt eine Klassifikationszahl, die eine Bewertung der Behinderung angibt. Die Gesamtwertung im Sonar muss dabei unter 14 liegen, damit alle Crews auf einem ähnlichen Niveau ihrer Fähigkeiten bewertet werden können. Im SKUD 18 muss ein Teammitglied eine schwere Beeinträchtigung haben und ein Mitglied muss eine Frau sein. 2012 in London gab es zweimal Silber für das deutsche Team durch den Sydney-Sieger Heiko Kröger im Einer-Kielboot und mit dem Dreier-Kielboot. Bei der WM im Mai holte Kröger seinen achten WM-Titel. Das Rio-Team besteht aus vier Männern.

7. Leichtathletik

Markus Rehm bei den Paralympics 2012 in London mit Goldmedaille (Foto: Daniel Karmann/dpa)

Markus Rehm bei den Paralympics 2012 in London mit Goldmedaille (Foto: Daniel Karmann/dpa)

Wer darf wie mitmachen? Sportler aus allen zehn Klassifizierungsklassen gehen an den Start. Es gibt sechs übergeordnete Gruppen, für die gilt: Je niedriger die Ziffer der Startklasse, desto schwerer ist der Grad der Beeinträchtigung. Für Sportler mit intellektueller Beeinträchtigung gibt es eine eigene Startklasse. Zudem wird in den Startklassen in „T“ (Track – Bahn- und Sprungdisziplinen) oder „F“ (Field – technische Disziplinen wie Speerwurf) unterschieden.

Seit den ersten Paralympics 1960 in Rom im Programm. In Rio stehen 177 Medaillenwettbewerbe an, 96 bei den Herren und 81 bei den Frauen. Insgesamt werden 1100 Athleten (660 Männer/440 Frauen) erwartet. Ausgetragen werden dieselben Disziplinen wie bei den Olympischen Spielen – mit Ausnahme von Gehen, Hürden- und Hindernislauf, Stabhochsprung sowie Hammerwurf. In den Wettkämpfen sind Rollstühle, Prothesen als Hilfsmittel oder Helfer für Blinde erlaubt. An den Start gehen Sportler aus allen zehn Klassifizierungsklassen. Sie werden in sechs Wettkampfklassen eingeteilt. Weitsprung-Weltrekordler Markus Rehm ist einer der Stars. Er will sein London-Gold verteidigen. Zuletzt gab es neue Klassifizierungen, einzelne Wettkämpfe wurden dagegen aus dem Programm gestrichen. So kann Sebastian Dietz seinen Diskustitel nicht verteidigen. Er startet nun im Kugelstoßen. In Rio sind 39 Deutsche dabei.

8. Radsport

Als Handbikerin gewann Eskau zwei Goldmedaillen bei den Paralympics 2012 in London (im Zeitfahren und Straßenrennen) (Foto: Jens Wolf/dpa)

Als Handbikerin gewann Eskau zwei Goldmedaillen bei den Paralympics 2012 in London (im Zeitfahren und Straßenrennen) (Foto: Jens Wolf/dpa)

Wer darf wie mitmachen? Grundsätzlich wird in Handbike, Tricycle (Dreirad), Bicycle (Zweirad) und Tandem unterschieden. Nicht teilnehmen können Kleinwüchsige und Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Handbike (fünf Startklassen H1 bis H5), Tricycle (zwei Klassen T1 und T2), Bicycle (fünf Startklassen C1 bis C5), Tandem (mit einem sehenden Piloten vorne, eine Startklasse B).

Straßen-Radsport ist seit 1984 im Programm, auf der Bahn wird seit 1996 paralympisch gefahren. In Rio gibt es 50 Wettbewerbe (33 Straße/17 Bahn). 150 Männer und 80 Frauen sind dabei. Bei den Männern gibt es 28 Entscheidungen, bei den Frauen 20 sowie zwei Mixed-Rennen. Die Streckenlänge variiert je nach Startklasse zwischen 1,5 bis 100 Kilometern. Das Bahnrad-Oval ist 250 Meter lang. Je nach Behinderung werden Rennräder, Tandems, Dreiräder oder Handbikes benutzt. Für Blinde übernimmt ein „Pilot“ vorn auf dem Tandem das Lenken des Rads. Rollstuhlfahrer nutzen Handbikes. Andrea Eskau gewann in London mit dem Handbike zweimal Gold, zuvor 2008 in Peking einmal Gold. Sie gewann zudem bei den Winter-Paralympics 2014 im Biathlon und Langlauf je einmal Gold. Bei den Paralympics 2012 in London holten die deutschen Radsportler insgesamt 15 Medaillen (4 Gold/8 Silber/3 Bronze). In Rio sind 15 Deutsche am Start.

9. Reiten

Wer darf wie mitmachen? Nur Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung können nicht teilnehmen. Die Wettbewerbe sind in fünf Wettkampfklassen – so genannte „Grades“ – unterteilt. Sie spiegeln die unterschiedlichen Beeinträchtigungen der Athleten wider. Je niedriger die Kennzeichnungsnummer, desto höher der Grad der Einschränkung. Es wird ausschließlich in der Dressur angetreten.

Ist seit 1996 paralympisch, es werden ausschließlich Dressur-Wettbewerbe ausgetragen. Es gibt elf Wettbewerbe, mit insgesamt 78 Startern (22 Männer, 56 Frauen). Männer und Frauen treten, wie im Reitsport üblich, gemeinsam in einem Wettbewerb an. Gezeigt werden in einem 40 x 20 Meter großen Viereck in zwei verschiedenen Wettkämpfen vorgegebene Figuren des Internationalen Behinderten-Reitverbandes und eine selbstkreierte Kür mit Musik. Zusätzlich gibt es noch einen Mannschaftswettkampf. Zur Orientierung dienen den Reitern große Buchstaben am Boden. Es wird in vier Startklassen unterschieden. Überragende Nation ist Großbritannien. Die Briten gewannen seit 1996 alle Teamwettbewerbe. In Rio sind fünf deutsche Reiter dabei.

10. Rollstuhlbasketball

Team Germany der Männer (Foto: Marco Kessler/Mediashots)

Team Germany der Männer (Foto: Marco Kessler/Mediashots)

Wer darf wie mitmachen? Nicht teilnehmen können Kleinwüchsige sowie Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und Beeinträchtigung der Sehfähigkeit. Entsprechend ihrer Einschränkungen werden die Sportler in ein Punktesystem von 1,0 bis 4,5 eingestuft. Die Summe der Punkte aller fünf aktiven Spieler darf 14 nicht überschreiten.

Seit der Paralympics-Premiere 1960 dabei. Zwölf Männer- und zehn Damen-Teams kämpfen in Rio um die Medaillen. Insgesamt sind 144 Männer und 120 Frauen am Start. In London 2012 holten die deutschen Frauen Gold, bei den Männern ist Kanada Titelverteidiger. Die Spielfeld-Größe, die Höhe der Körbe (3,05 Meter) und die Zählweise entsprechen den Regeln des klassischen Basketballs. Hat ein Spieler den Ball, darf er ohne zu Dribbeln zweimal seinen Rollstuhl anschieben. Der Ball kann dabei in den Schoß gelegt, jedoch nicht zwischen die Knie geklemmt werden. Jedes Team hat 24 Sekunden Zeit, einen Korb zu erzielen. Die Füße dürfen das Spielfeld nicht berühren. Spielzeit sind 4 x 10 Minuten. Im Team können Spieler mit unterschiedlichem Behinderungsgrad stehen. Die fünf Athleten pro Team auf dem Feld dürfen den Gesamtwert von 14 Punkten anhand eines Klassifizierungssystems nicht überschreiten. Falls doch, gibt es ein technisches Foul. Erstmals 1945 in den USA von Weltkriegsveteranen gespielt. Es ist eine der populärsten Behinderten-Sportarten. In Rio sind die deutschen Damen und Herren dabei.

11. Rollstuhlfechten

Wer darf wie mitmachen? Nicht teilnehmen können Kleinwüchsige sowie Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und Beeinträchtigung der Sehfähigkeit. Alle Fechter gehen im Rollstuhl an den Start, obwohl sie nicht zwingend einen brauchen. Die Rollstühle bewegen sich nicht. Attacken können die Athleten nur durch Bewegungen des Oberkörpers einleiten und ausweichen. Zwei Startklassen – Kategorie A: Fechter verfügen über eine gute Rumpfkontrolle. Ihr Fechtarm ist in vollem Umfang funktionell. Kategorie B: Fechter sind in ihrer Bein- und Rumpf- oder Fechtarmfunktion beeinträchtigt.

Seit Beginn der Paralympics 1960 im Programm. In Rio gibt es 14 Wettbewerbe – acht bei den Herren und sechs bei den Damen, als Einzel- und Teamwettbewerbe. Es sind 54 Männer und 34 Frauen am Start. Die Sportart wurde von Sir Ludwig Guttmann, dem Gründer der Paralympics, entwickelt. Gefochten wird mit dem Degen, Florett oder Säbel. Es wird in zwei Kategorien unterschieden: Fechter mit einer vollständig intakten Rücken- und Bauchmuskulatur sowie ohne. Die Athleten sind mit ihrem Rollstuhl in einem 110-Grad-Winkel zur Mittellinie am Boden befestigt. Der Abstand zwischen den Fechtern wird durch die Armlänge bestimmt. Beim Florett ist die Distanz geringer als beim Degen und Säbel. Beim Florett dient nur der Rumpf als Trefferfläche, im Säbel- und Degenfechten auch Arme und Maske. Der Ungar Pal Szekeres ist der einzige Athlet, der sowohl bei Olympischen als auch Paralympischen Spielen eine Medaille gewann. 1988 holte er in Seoul Olympia-Bronze. Nach einem Busunfall sicherte er sich sechs paralympische Plaketten. Aus Deutschland sind Simone Briese-Baetke und Balwinder Cheema dabei.

12. Rollstuhlrugby

Wer darf wie mitmachen? Nicht teilnehmen können Kleinwüchsige sowie Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und Beeinträchtigung der Sehfähigkeit oder mit unterschiedlichen Beinlängen. Wurde ursprünglich für Tetraplegiker entwickelt. Heute dürfen aber auch Spieler mit anderen Beeinträchtigungen von Arm- und Beinfunktionen starten. Je nach Beeinträchtigung gibt es sieben Startklassen. Je niedriger die Kennzahl, desto höher der Grad der Einschränkung. Die vier Athleten auf dem Spielfeld dürfen zu keinem Zeitpunkt in Summe die Zahl 8 überschreiten. Je besser die funktionale Bewegungsmöglichkeit, desto mehr Punkte hat ein Athlet.

Seit 2000 paralympisch. Titelverteidiger ist Australien. Insgesamt sind acht Teams mit insgesamt 96 Athleten dabei, Frauen und Männer spielen in gemischten Teams. Wurde 1976 im kanadischen Winnipeg als Alternative zum Rollstuhl-Basketball entwickelt, da Tetraplegiker dort benachteiligt sind. In Kanada wurde es zunächst Murderball (Mörderball) genannt. Die Athleten müssen an mindestens drei Gliedmaßen eingeschränkt sein. Eine harte Sportart, die Elemente aus dem Rugby, Handball und Basketball kombiniert – gespielt wird mit einer Art Volleyball. Körperkontakt ist nicht erlaubt, dafür aber nahezu jeglicher Einsatz mit dem speziellen Wettkampf-Rollstuhl. Den höchsten Sieg bei Paralympics gab es 2008 in Peking, als die USA Gastgeber China in der Vorrunde mit 65:30 schlugen. International sind die USA, Kanada, Australien und Neuseeland die dominierenden Nationen. In Rio wie in London ohne deutsche Beteiligung.

13. Rollstuhltennis

Katharina Krüger (Foto: Emily Wabitsch/dpa)

Katharina Krüger (Foto: Emily Wabitsch/dpa)

Wer darf wie mitmachen? Nicht teilnehmen können Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und Beeinträchtigung der Sehfähigkeit. Zwei Startklassen: Offen und Quad. Rollstuhltennis üben Athleten mit einer Behinderung der Bewegungsfähigkeit aus. In der Quadklasse treten Spieler an, die in mindestens drei Extremitäten Bewegungseinschränkungen aufweisen. Ein Start in der Quadklasse ist aber auch dann nicht zwingend vorgeschrieben.

Ist seit 1992 im paralympischen Programm. In Rio werden insgesamt sechs Goldmedaillen im Einzel, Doppel und Mixed vergeben. Am Start sind insgesamt 104 Athleten (72 Herren/32 Damen). Wurde 1976 von den Amerikanern Brad Parks und Jeff Minnenbraker erfunden und zählt mittlerweile weltweit zu den beliebtesten Sportarten für Menschen mit Handicap. Parks gewann bei der Paralympics-Premiere mit Randy Snow Gold im Doppel. Die Athleten müssen eine erhebliche Funktionseinschränkung oder einen totalen Ausfall einer oder beider Beine nachweisen. Gespielt wird nach Regeln des Internationalen Tennisverbandes. Der Ball darf aber zweimal aufkommen, da die Arme gleichzeitig den Schläger halten und für die Fortbewegung des Rollstuhls eingesetzt werden. Der erste Aufprall muss im Spielfeld erfolgen, während der zweite auch außerhalb aufkommen kann. Aus Deutschland ist in Rio ist nur Katharina Krüger dabei.

14. Rudern

Wer darf wie mitmachen? Nicht teilnehmen können Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und unterschiedlichen Beinlängen. Es gibt drei Bootsklassen. Neben den Bootsklassen gibt es die Behinderungsklassen LTA, TA und AS – je nach Einschränkungen hinsichtlich Beinen (legs/L), Rumpf (trunk/T) und Armen (arms/A) bzw. Armen und Schultern (arms and shoulders/AS). Auch Sportler mit einer Beeinträchtigung der Sehfähigkeit sind zugelassen – nur im Mixed-Vierer. Die Startklasse setzt sich aus der Bootsklasse und Behinderungsklasse zusammen.

Ist erst seit Peking 2008 paralympisch. Es gibt vier Medaillen-Events: je eines bei den Damen und Herren sowie zwei in Mixed-Wettbewerben. 48 Frauen und 48 Männer sind dabei. Die Rennstrecke ist 1000 Meter lang. Das Boot und die Ausrüstung werden individuell an die körperlichen Einschränkungen der Athleten angepasst, zum Beispiel mit speziellen Sitzen. Die Wettkämpfe werden in drei Bootsklassen ausgetragen, an denen Menschen mit verschiedenen Behinderungen gemeinsam teilnehmen. Unterschieden werden Mixed-Vierer, Mixed-Doppelzweier und Einer Frauen/Männer. Die erste WM fand 2002 in Spanien statt. Zwei Jahre später waren es schon 24 Länder. In Rio sind drei deutsche Frauen und drei Männer dabei.

15. Schießen

Wer darf wie mitmachen? Nicht teilnehmen können Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und Beeinträchtigung der Sehfähigkeit sowie unterschiedlichen Beinlängen und Kleinwüchsige. Es gibt drei Startklassen: SH1 (Pistole), SH1 und SH2 (Gewehr). Pistole SH1: Athleten mit Beeinträchtigungen der oberen und unteren Gliedmaßen. Gewehr SH1: Sportler mit Beeinträchtigungen der unteren Gliedmaßen. Gewehr SH2: Sportler mit Beeinträchtigungen der oberen Gliedmaßen.

Seit 1976 paralympisch. Frauen nahmen erstmals in Mixed-Wettbewerben 1980 an den Paralympics teil, seit 1996 sind sie auch in Einzelwettkämpfen dabei. Am Start sind 100 Männer und 50 Frauen. Es gibt insgesamt zwölf Wettbewerbe – je drei Einzel-Wettbewerbe bei den Damen und Herren sowie sechs im Mixed. Durch ein spezielles Klassifizierungssystem starten Schützen mit unterschiedlichen Behinderungen in einem gemeinsamen Wettkampf. Die Athleten sind in die Klassen SH1 (ohne Gewehrauflageständer) und SH2 (mit Gewehrauflageständer) aufgeteilt. Zudem gibt es noch die Kategorien liegend und stehend. Geschossen wird mit dem Gewehr (Luftgewehr, Freies Gewehr, Sportgewehr) oder der Pistole (Luftpistole, Freie Pistole) auf 10, 25 und 50 Meter Entfernung. Der Schwede Jonas Jacobsson ist mit 30 Medaillen der bisher erfolgreichste paralympische Schütze. In Rio gehen sechs Deutsche an den Start.

16. Schwimmen

Wer darf wie mitmachen? Hier können wie in der Leichtathletik Sportler aus allen zehn Klassifizierungsklassen starten. Unterteilt wird in insgesamt 14 verschiedene Startklassen, zusätzlich nach Disziplinen unterteilt. Die Startklassen sind durch Buchstaben für die Disziplin und eine Zahl für den Grad der Beeinträchtigung gekennzeichnet. Die Einteilung erfolgt nach den Disziplinen S (Freistil, Schmetterling, Rücken), SB (Brust) oder SM (Lagen).

Seit Beginn der Paralympics 1960 dabei. Insgesamt gehen in Rio 340 Männer und 280 Frauen an den Start. Es gibt bei den Männern 80 Wettbewerbe, bei den Frauen 71 und einen Mixed-Staffelwettbewerb. Beim Schwimmen dürfen die Athleten keine Prothesen oder orthopädische Hilfsmittel benutzen, sondern nur ihren Körper. Die Klassifizierung erfolgt in Seh-, Körper- und geistige Behinderung. Der Unterschied zum olympischen Schwimmsport ist nur die frei wählbare Startposition (vom Startblock mit oder ohne Hilfe, sitzend vom Startblock, neben dem Startblock oder aus dem Wasser) und dem so genannten „Tapping“. Helfer (Tapper) signalisieren sehbehinderten Schwimmern mit einem Stab oder akustischen Signal bei der Wende oder dem Zielanschlag den Abstand zum Beckenrand. In London holte das deutsche Team zwölf Medaillen (2 Gold/7 Silber/3 Bronze). Die US-Amerikanerin Trischa Zorn ist die erfolgreichste Paralympics-Schwimmerin. Sie holte zwischen 1980 und 2004 insgesamt 55 Medaillen (41 Gold/9 Silber/5 Bronze). Das 13-köpfige deutsche Team hat gute Medaillenchancen.

17. Segeln

Wer darf wie mitmachen? Nicht teilnehmen können Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, unterschiedlichen Beinlängen und Kleinwüchsige. Es gibt drei Bootsklassen (Dreimann-Kielboot, Zweimann-Kielboot, Einer-Kielboot/nicht getrennt nach Geschlecht) und sieben Startklassen (1 bis 7 Punkte). Je nach Grad ihrer Einschränkung werden die Sportler eingestuft: Je niedriger die Punkte, desto schwerer die Beeinträchtigung. Im Dreimann-Kielboot darf das Team die Summe von 14 Punkten nicht überschreiten. Im Kielboot mit Zweierbesetzung muss ein Teammitglied eine schwere Beeinträchtigung haben und ein Mitglied muss eine Frau sein.

Erstmals 2000 paralympisch. In den drei Regatta-Wettbewerben starten Frauen (15) und Männer (65) zusammen. Es gibt Boote mit einem, zwei oder drei Seglern. Zunächst wurde in den Bootsklassen 2.4mR (Einmann-Kielboot) und Sonar (Dreimann-Kielboot) gestartet. 2008 in Peking kam noch SKUD 18 (Zweimann-Kielboot) hinzu. In einem Boot sind Athleten mit verschiedenen Behinderungen. Jedes Crewmitglied bekommt eine Klassifikationszahl, die eine Bewertung der Behinderung angibt. Die Gesamtwertung im Sonar muss dabei unter 14 liegen, damit alle Crews auf einem ähnlichen Niveau ihrer Fähigkeiten bewertet werden können. Im SKUD 18 muss ein Teammitglied eine schwere Beeinträchtigung haben und ein Mitglied muss eine Frau sein. 2012 in London gab es zweimal Silber für das deutsche Team durch den Sydney-Sieger Heiko Kröger im Einer-Kielboot und mit dem Dreier-Kielboot. Bei der WM im Mai holte Kröger seinen achten WM-Titel. Das Rio-Team besteht aus vier Männern.

18. Sitzvolleyball

Wer darf wie mitmachen? Nicht teilnehmen können Kleinwüchsige und Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und Sehbehinderung. Es gibt zwei Startklassen MD (minimale Behinderung) und D (Behindert). Für ein faires Duell kann jedes Team maximal einen Spieler mit minimaler Behinderung (MD) auf dem Spielfeld haben. Die übrigen fünf Starter müssen aus der Startklasse D kommen.

Ist für die Männer seit 1980 im Paralympics-Programm, für die Frauen seit 2004. In Rio gehen je acht Frauen- und Männer-Teams an den Start. Insgesamt sind es 192 Teilnehmer (96 Frauen/96 Männer). In London holten die deutschen Männer Bronze. Titelverteidiger bei den Männern ist Bosnien-Herzegowina, bei den Frauen ist es China. Pro Team sitzen sechs Spieler auf dem Feld, gespielt wird nach den internationalen Volleyballregeln mit den Ausnahmen, dass bei der Aufgabe geblockt werden darf und das Feld kleiner sowie das Netz tiefer ist (Frauen 1,05 Meter/Männer 1,50 Meter). Pro Team müssen mindestens vier behinderte Spieler dabei sein. Zusätzlich dürfen dann noch ein Minimal Handicap Player (z.B. mit einem instabilen Kniegelenk) und ein nichtbehinderter Spieler oder zwei minimal behinderte Spieler auf dem Feld sitzen. Es ist jedoch auch möglich, mit fünf oder sechs behinderten Spielern zu agieren. Die Chinesinnen sind bei Paralympics bisher ungeschlagen. Die deutschen Männer sind dabei, die Frauen haben sich wie 2012 nicht qualifiziert.

19. Tischtennis

Jochen Wollmert in London bei den Paralympics 2012  (Foto: dpa)

Jochen Wollmert in London bei den Paralympics 2012 (Foto: dpa)

Wer darf wie mitmachen? Außer Sehbehinderten nehmen alle teil. Es gibt fünf Startklassen sitzend (1 bis 5), fünf stehend (6 bis 10) und eine für Sportler mit intellektueller Beeinträchtigung (11). Im Tischtennis wird das Prinzip der funktionellen Klassifizierung angewendet. Dabei wird nicht die Behinderung selbst bewertet, sondern die Auswirkung der Behinderung auf diese spezielle Disziplin.

Seit dem Beginn 1960 im Programm und damit 28 Jahre früher als die Olympia-Premiere des Tischtennis-Sports. Auf dem Programm stehen insgesamt 29 Einzel- und Team-Wettbewerbe (16 Männer/13 Frauen). Die Athletenzahl beträgt 276 (174 Männer/102 Frauen). Gespielt wird nach den internationalen Regeln, entweder im Stehen oder im Rollstuhl. Zudem werden die Sportler je nach Grad der Behinderung in elf Klassen eingeteilt. Im Teamwettbewerb können auch Spieler unterschiedlicher Klassen zusammen agieren. Gespielt wird dann in der Gruppe des Athleten mit der geringsten Behinderung. Der einzige Unterschied zu den herkömmlichen Regeln ist beim Aufschlag der Rollstuhl-Athleten. Der Ball muss dabei über die Grundlinie des Tisches gespielt werden. Geht er aber zu einer Seitenlinie heraus oder durch die Rotation zurück zum Netz, muss der Aufschlag wiederholt werden. In London 2012 holte Deutschland vier Medaillen (2 Gold/1 Silber/1 Bronze). Gold holten der sechsmalige Paralympics-Sieger Jochen Wollmert und Holger Nikelis im Einzel. In Rio sind elf Deutsche dabei.

20. Triatthlon

Wer darf wie mitmachen? Kleinwüchsige, Menschen mit unterschiedlichen Beinlängen und intellektueller Beeinträchtigung starten nicht. Vier von eigentlich fünf Startklassen sind paralympisch. In den einzelnen Startklassen treten jeweils Sportler mit unterschiedlichen und unterschiedlich schwer ausgeprägten Beeinträchtigungen gegeneinander an. Entscheidend ist die Auswirkung der Beeinträchtigung auf den Einzelnen, nicht die Beeinträchtigung selbst.

Schwimmen, Radfahren und Laufen erlebt an der Copacabana seine paralympische Premiere. Für Frauen und Männer gibt es jeweils drei Startklassen. Je 30 Frauen und Männer sind dabei. Sie müssen 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer auf dem Rad absolvieren, ehe der abschließende 5-Kilometer-Lauf über die Medaillen entscheidet. Die erste WM fand 1996 in Cleveland (USA) statt. Der Leipziger Martin Schulz wurde im Mai zum fünften Mal in Serie Europameister, im Juli holte er sein drittes WM-Gold und ist einer der Favoriten auf Premieren-Gold in Rio. Nora Hansel aus Bochum wurde in ihrer Klasse zum zweiten Mal nacheinander Europameisterin, wurde aber nicht für Rio nominiert. Neben Schulz ist nur noch Stefan Lösler am Start.

21. 5-er Fußball

Wer darf wie mitmachen? Nur Blinde (B1), zusätzlich ist eine Dunkelbrille für alle Feldspieler Pflicht. Nur der Torwart darf und kann sehen.

Seit 2004 im Programm. Seitdem holte immer Brasilien den Titel. Acht Männer-Teams mit insgesamt 64 Athleten kämpfen in Rio um Gold. In jedem Team sind vier Feldspieler, ein Tor-Guide und ein sehender Torwart sowie fünf Auswechselspielern. Die Feldspieler sind blind oder haben nur ein geringes Sehvermögen. Wegen der Chancengleichheit haben alle eine lichtundurchlässige „Brille“ auf. Der Tor-Guide steht hinter dem gegnerischen Tor und kann seinen blinden Mitspielern im Angriffsdrittel Anweisungen geben. Durch seine Zurufe lokalisieren die Feldspieler die Torposition. Der Ball hat im Inneren eine Rassel. Durch die Geräusche wissen die Athleten, wo der Ball ist. Das 20 x 40 Meter große Spielfeld ist von einer Bande umgeben. Gespielt wird 2 x 25 Minuten mit zehn Minuten Pause. Wurde in den 1920er Jahren in Spanien erfunden. Titelverteidiger ist Brasilien. Deutschland ist wie in London nicht dabei.

22. 7a-Side-Fußball

Wer darf wie mitmachen? Vier Startklassen (FT5 bis FT8). Spielen dürfen Menschen mit einem cerebralen Handicap (Athetose, Ataxie, Muskelhypotonie)

Seit 1984 im Programm. Es spielen Athleten mit neurologischen oder motorischen Beeinträchtigungen, oft durch Zerebralparese verursacht. Acht Männer-Teams mit insgesamt 112 Athleten kämpfen um den Titel. Es wird nach modifizierten FIFA-Regeln gespielt. Die Unterschiede sind, dass nur sieben Spieler (6 Feldspieler, 1 Torwart) auf dem Feld sind, es gibt kein Abseits, das Spielfeld ist kleiner und der Einwurf mit einer Hand eingerollt. Das Spiel dauert 2 x 30 Minuten. Russland ist Titelverteidiger. Die erste nationale Meisterschaft dieses Sports fand 1978 im schottischen Edinburgh statt. Die erste WM wurde 1982 in Dänemark ausgetragen. Der Brite Michael Barker spielte einst an der Seite von Englands Stürmer-Star Wayne Rooney in der Jugend-Akademie von Everton, eher er nach einem Bus-Unfall zum 7a-Side-Fußball wechselte. In Rio ohne deutsches Team wie schon in London.

(RP/dpa)

Die Klassifizierung (I): Die Behinderungsarten bei den Paralympics

Jede paralympische Sportart verfügt über ihr eigenes Klassifizierungs-System. Manche paralympischen Sportarten wurden speziell für Athleten mit einer bestimmten Beeinträchtigung entwickelt. Beim Goalball und Judo gehen ausschließlich Athleten mit einer Beeinträchtigung der Sehfähigkeit an den Start. In anderen Sportarten – etwa der Leichtathletik und im Schwimmen – können Sportler mit allen Beeinträchtigungen bei den Paralympics starten. In der Regel gilt: Je niedriger die Ziffer der Startklasse, desto schwerer ist der Grad der Beeinträchtigung.

Das paralympische Klassifizierungssystem wird nach zehn Behinderungsarten eingeteilt:

1. Beeinträchtigungen der Muskelleistung (reduzierte Muskelkraft, zum Beispiel Querschnittlähmung)
2. Beeinträchtigungen der passiven Beweglichkeit (Bewegungsmöglichkeiten eines oder mehrerer Gelenke systematisch eingeschränkt)
3. Amputation oder Fehlbildung von Gliedmaßen (Dysmelien)
4. unterschiedliche Beinlängen
5. Kleinwuchs
6. Muskelhypotonie (Beeinträchtigung durch erhöhte Spannung der Muskulatur und die reduzierte Fähigkeit, einen Muskel zu strecken)
7. Ataxie (verschiedene neurologisch bedingte Störungen der muskulären Bewegungskoordination, auch wenn keine Lähmung vorliegt)
8. Athetose (motorische Dysfunktion; charakteristisch sind z.B. unwillkürliche, unkontrollierte Muskelbewegungen oder Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung einer symmetrischen Körperhaltung)
9. Sehbehinderung
10. intellektuelle Beeinträchtigungen

Die Klassifizierung (II): Ein Streitthema bei den Paralympics

Im Behindertensport gibt es in jeder Disziplin verschiedene Klassen. Je nach Art und Schwere des Handicaps werden Athleten darin zusammengefasst – vergleichbar etwa mit den Gewichtsklassen im Profi-Boxen. Dadurch soll bei den Paralympics Chancengleichheit gewährleistet sein.

Die Klassifizierung ist aber ein umstrittenes Thema, denn komplette Chancengleichheit kann es nicht geben, da die Behinderungen zu unterschiedlich sind. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) fährt die Linie, immer mehr Startklassen zusammenzulegen, um das Wettkampfprogramm zu entzerren und übersichtlicher zu machen. Das führt aber dazu, dass teils Sportler mit kaum mehr vergleichbaren Behinderungen gegeneinander antreten und einige im Nachteil sind.

„Die funktionale Klassifizierung ist in meinen Augen gescheitert, gerade bei den schwerer behinderten Klassen. Es fahren Äpfel gegen Birnen, das ist Klassifizierungs-Absurdistan“, sagte der deutsche Paralympics-Sieger Michael Teuber nach der Bahnrad-WM.

Leichtathletik-Bundestrainer Willi Gernemann sieht auch noch Veränderungsbedarf. Aber er ist vor allem froh, dass das Punktesystem abgeschafft wurde. „Wir sind auf einem guten Weg. Jetzt gewinnt der, der am weitesten wirft oder am schnellsten läuft“, sagt er. In London waren wegen mangelnder Athletendichte verschiedene Behindertenklassen zusammengefasst worden. Das hatte zur Folge, dass Markus Rehm im Weitsprung durch ein seltsames Punktesystem quasi unschlagbar war und Marianne Buggenhagen die Kugel 82 Zentimeter weiter stieß als Yang Liwan, hinter der Chinesin aber nur Silber gewann.

In welche Klasse ein Sportler kommt, entscheiden professionell ausgebildete Klassifizierer des IPC. Aber auch da hat das IPC die Anforderungen gesenkt. So braucht man mittlerweile nur noch zwei Klassifizierer – einen medizinischen und einen technischen. Der medizinische muss kein Arzt sein, auch Physiotherapeuten entscheiden.

Am Beginn einer Behindertensport-Laufbahn erfolgt die erste Einteilung. Dies geschieht durch umfangreiche physische Tests sowie Beobachtungen des Athleten beim Sport. Nicht jeder ist ehrlich bei den Einstufungstests, es gibt Manipulationen und Betrug. So konnten im Rollstuhl sitzende Sportler plötzlich doch gehen. Oder Athleten beeinträchtigen vor der Klassifizierung ihren körperlichen Zustand so, dass sie in eine für sie leichtere Klasse eingestuft werden. Verband und Sportler können die Entscheidung im Laufe einer Karriere öfter anfechten und eine neue Untersuchung beantragen.

(dpa)

Die Wettkampfstätten
Bei den Paralympischen Spielen in Rio werden die Sportstätten der Olympischen Spiele genutzt. Es gibt vier Zentren: den Olympiapark Barra, die Region Maracanã mit dem Olympiastadion und dem Fußballstadion, Deodoro, wo unter anderem die Reitwettkämpfe stattfinden, sowie Copacabana. Ein Überblick über die Sportstätten und Kapazitäten bei den Paralympics 2016.

Olympia-Park Barra

Olympia-Park Barra (Foto: dpa)

Olympia-Park Barra (Foto: dpa)

1,2 Millionen Quadratmeter. Er liegt an der Jacarepaguá-Lagune, fast 40 Kilometer vom Zentrum Rios entfernt. Auch TV- und Pressezentrum befinden sich hier, in der Nähe liegt das Olympische Dorf, das über 4300 Sportler beherbergen wird.

Carioca 1: 16.000 Plätze. Rollstuhlbasketball und Rollstuhlrugby.

Carioca 2: 10.000 Plätze. Boccia und Rollstuhlfechten.

Carioca 3: 10.000 Plätze. Judo.

Tennis-Center: Center Court 10.000; Court I 5000; Court II 3000
Plätze – insgesamt 16 Plätze. Rollstuhltennis und 5-a-side Fußball.

Velodrom: 5000 Plätze; Bahnradfahren.

Future-Arena: 12.000 Plätze; Goalball.

Schwimmstadion: 18.000 Plätze; Schwimmen.

Rio Olympic Arena: 12.000 Plätze; Rollstuhlbasketball.

Im Umfeld des Olympiaparks

Rio Centro: Drei Hallen für Gewichtheben (6500 Plätze), Tischtennis
(6500 Plätze), Sitzvolleyball (6500 Plätze).

Radfahren Straße: In Pontal, westlich des Olympiaparks entlang einer malerischen Küstenstraße, direkt am Atlantik. Hier befindet sich auch das Deutsche Haus. Tausende Stehplätze.

Marcana

Olympiastadion João Havelange: 60.000 Plätze. Leichtathletik.

Maracana: 78.600 Plätze. Eröffnungs- und Abschlussfeier.

Sambódromo: 30.000 Plätze. Bogenschießen.

Copacabana

Fort Copacabana: 5000 Plätze. Startpunkt Triathlon; Marathon.

Estádio da Lagoa: mindestens 10.000 Plätze. Rudern; Kanu.

Marina da Gloría: 10.000 Plätze. Segeln in der Guanabara-Bucht.

Deodoro

Reit-Stadion: 35.200 Plätze. Reiten.

Deodoro-Stadion: 15.000 Plätze. 7-a-side Fußball.

(dpa)

Historie: Von Sir Ludwig Guttmann bis heute
Sir Ludwig Guttmann (3.7.1899-18.3.1980) (Foto: Universal Pictorial Press Photo)

Sir Ludwig Guttmann (3.7.1899-18.3.1980) (Foto: Universal Pictorial Press Photo)

1948

Der deutsche Neurochirurg Sir Ludwig Guttmann richtet die „Stoke Mandeville Games“ aus. 16 versehrte Kriegsveteranen treten im Bogenschießen und anderem Rollstuhl-Sport gegeneinander an. Guttmann sagt in seiner Rede: „Vielleicht gibt es eines Tages Olympische Spiele für Behinderte.“ Wer war der Arzt, den seine Patienten zärtlich Poppa riefen, und der vor dem Nazi-Terror flüchten musste? Warum lieben und bewundern ihn so viele als Halbgott? Ausführliche Berichte: Vater der Paralympischen Spiele: Das war der legendäre Sir Ludwig Guttmann und Der Mann, der aus Manfred Sauer einen Steuerzahler machte

1960

In Rom finden die ersten offiziellen Paralympics statt – damals noch unter dem Namen „Weltspiele der Gelähmten“. Seitdem werden sie alle vier Jahre in einer anderen Stadt ausgetragen. Seit 1988 in Seoul finden sie immer im Gastgeberland der Olympischen Spiele statt. Bei der Paralympics-Premiere nehmen 209 Athleten (164 Männer/45 Frauen) aus 18 Nationen teil, acht Sportarten stehen auf dem Programm: Bogenschießen, Dart, Leichtathletik, Rollstuhlbasketball, Rollstuhl-Fechten, Schwimmen, Snooker, Tischtennis.

1968

Aufgrund von technischen Schwierigkeiten kann das Gastgeberland Mexiko die Paralympics nicht ausrichten. Sie finden deshalb in Tel Aviv statt.

1972

In Heidelberg sind schon 922 Sportler (654 Männer/268 Frauen) am Start. Das Wettkampfprogramm wird auf zehn Sportarten erweitert.

1976

Im kanadischen Toronto sind mit 1271 Sportlern (999 Männer/271 Frauen) erstmals über 1000 Athleten dabei. Das Programm wird sukzessive auf 13 Sportarten erweitert.

1984

Bei den gesplitteten Spielen in Stoke Mandeville und New York wird die 2000er-Mauer bei den Teilnehmern durchbrochen. 2093 Sportler (1560 Männer/533 Frauen) aus 54 Ländern kämpfen um die Medaillen. Mit 18 Sportarten hat sich das Programm im Vergleich zur Premiere mehr als verdoppelt. Die Teilnehmerzahl wurde verzehnfacht.

2012

In London erleben 4302 Sportler (2779 Männer/1523 Frauen) aus 164 Nationen die bisher besten Paralympics der Geschichte. 20 Sportarten stehen auf dem Programm, 503 Wettbewerbe werden ausgetragen. Höhepunkt sind die Leichtathletik-Wettbewerbe vor 80.000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion.

IPC-Chef Sir Philip Craven (mit Fahne) eröffnete die Paralympics 2012 in London (Foto: dpa)

IPC-Chef Sir Philip Craven (mit Fahne) eröffnete die Paralympics 2012 in London (Foto: dpa)

2016

In Rio de Janeiro sollen 4350 Athleten aus 165 Ländern dabei sein. Mit Kanu und Triathlon, die ihre Paralympics-Premiere erleben, sind nunmehr 22 Sportarten im Wettkampfprogramm. Nicht dabei ist Russland. Das Riesenreich wurde wegen eines massiven Dopingskandals vom Internationalen Paralympics Komitee ausgeschlossen. Der Internationale Sportgerichtshof bestätigte den Bann.

JahrOrtLänderTeilnehmer
1960Rom23400
1964Tokio21375
1968Tel Aviv29750
1972Heidelberg43984
1976Toronto401657
1980Arnheim431973
1984New York451800
1984Stoke Mandeville411100
1988Seoul613057
1992Barcelona833001
1996Atlanta1043259
2000Sydney1223881
2004Athen1353808
2008Peking1463951
2012London1664280
2016Rio de Janeiro1654350
2020Tokio

(dpa)

Innovation am Band: Paralympics-Medaillen mit Klang

Gold, Silber, Bronze: Medaillen bei sportlichen Großereignissen sind das Ziel der Athleten und der Lohn für die harte Arbeit. Bei den Paralympics in Rio de Janeiro kämpfen die über 4300 Athleten aus gut 165 Ländern um insgesamt 2642 Medaillen – 877 Mal Gold, 876 Silber, 889 Bronze.

Doch nicht jeder der paralympischen Wettkämpfer kann das Objekt der Begierde auch sehen, wie die sehbehinderten und blinden Athleten. Deshalb haben sich die Organisatoren diesmal etwas Innovatives ausgedacht: Winzige Stahlkugeln im Innern der Medaillen erzeugen einen Klang, der je nach Medaillenfarbe anders ausfällt.

Die Bronzemedaille beinhaltet 16 Kügelchen und wenn man sie schüttelt, gibt sie den leistesten Ton von sich. In der Silbermedaille sind 20 dieser Kugeln. Am lautesten tönt die Goldmedaille, in der 28 Kugeln verarbeitet sind. So können auch Athletinnen und Athleten mit einer Sehbehinderung die Farbe quasi erkennen. Auf alle Medaillen wurden die Wörter „Rio 2016 Paralympic Games“ in Blindenschrift eingraviert.

(dpa)

Rio de Janeiro – eine der Megastädte dieser Welt
Blick auf den weltberühmten Zuckerhut (Foto: Wikipedia/diogo86 - Flickr, CC BY 2.0)

Blick auf den weltberühmten Zuckerhut (Foto: Wikipedia/diogo86 – Flickr, CC BY 2.0)

Rio de Janeiro ist nach São Paulo die zweitgrößte Stadt Brasiliens und Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates. Sie liegt an der Guanabara-Bucht im Südosten des Landes. Der Name (deutsch: Januar-Fluss) beruht auf einem Irrtum des Seefahrers Gaspar de Lemos, der die Bucht am 1. Januar 1502 entdeckte und für die Mündung eines großen Flusses hielt. Im administrativen Stadtgebiet leben rund 6,4 Millionen Menschen (2013). Die Metropolregion hat 11,9 Millionen Einwohner (2010). Somit gehört Rio de Janeiro zu den Megastädten dieser Welt.

Von 1815 bis 1821 war Rio de Janeiro Hauptstadt des Königreiches von Portugal und Brasilien und nach der Unabhängigkeit Brasiliens 1822 bis 1960 die Hauptstadt des Landes. Danach trat sie diese Funktion an Brasília ab, bleibt aber nach São Paulo bedeutendstes Handels- und Finanzzentrum des Landes. Von 1808 bis 1822 war die Stadt auch Sitz des portugiesischen Hofes, der wegen eines Angriffs durch Napoleon Bonaparte nach Brasilien flüchten musste. Die Bewohner der Stadt nennt man Cariocas, nach einem Wort aus der zum Tupí-Guaraní gehörenden Sprache der Tupinambá, welches „Hütte des weißen Mannes“ bedeutet.

Wahrzeichen von Rio de Janeiro sind der Zuckerhut, die 38 Meter hohe Christusfigur auf dem Gipfel des Corcovado und der Strand des Stadtteils Copacabana, der als einer der berühmtesten der Welt gilt. Die Stadt ist auch bekannt wegen des jährlich stattfindenden Karnevals von Rio. Die vielfarbige Parade der Sambaschulen gehört zu den größten Paraden der Welt.

(Quelle: Wikipedia)

Zeitplan und Termine der Wettkämpfe
Die Wettkämpfe der Paralympics 2016 beginnen je nach Sportart morgens um 8:30 Uhr Ortszeit und enden – beispielsweise in der Leichtathletik und im Schwimmen – erst nach 23.00 Uhr. Die Zeitverschiebung zwischen Rio de Janeiro und der Mitteleuropäischen Zeit beträgt fünf Stunden.
Unser Paralympics-Zeitplan 2016 zeigt, an welchem Datum welche Wettkämpfe stattfinden. Die angegebenen Zeiten sind die mitteleuropäischen Startzeiten der einzelnen Wettkämpfe der Paralympics 2016. Die Zeit in Klammern ist die Ortszeit in Brasilien.

Donnerstag, 8. September 2016

Leichtathletik
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde, Finale: Olympic Stadium – Engenhão
Radsport
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen: Rio Olympic Velodrome
Fußball 7-a-side
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer, Vorrunde: Deodoro Stadium
Goalball
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde: Future Arena
Judo
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen: Carioca Arena 3
Gewichtheben
ab 18:00 (13:00) Uhr: Männer, 49 kg: Riocentro – Pavilion 2
Schießen
13:30 (08:30) Uhr: Männer und Frauen: Olympic Shooting Centre
Schwimmen
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Olympic Aquatics Stadium
Tischtennis
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen, Qualifikation: Riocentro – Pavilion 3
Rollstuhl-Basketball
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde: Rio Olympic Arena

Freitag, 9. September 2016

Leichtathletik
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde, Halbfinale, Finale: Olympic Stadium – Engenhão
Radsport
15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen, Qualifikation, Finale: Rio Olympic Velodrome
Blindenfußball 5-a-side
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer, Vorrunde: Olympic Tennis Centre – Court 1
Goalball
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde: Future Arena
• Judo
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen: Carioca Arena 3
Gewichtheben
ab 15:00 (10:00) Uhr: Frauen, 45 kg: Riocentro – Pavilion 2
Rudern
ab 13:30 (08:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Lagoa Stadium
Schießen
14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen: Olympic Shooting Centre
Sitzvolleyball
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer, Vorrunde: Riocentro – Pavilion 6
Schwimmen
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Olympic Aquatics Stadium
Tischtennis
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen, Qualifikation: Riocentro – Pavilion 3
Rollstuhlbasketball
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer Vorrunde: Rio Olympic Arena
Rollstuhltennis
ab 16:00 (11:00) Uhr: Männer und Frauen: Olympic Tennis Centre – Centre Court

Samstag, 10. September 2016

Leichtathletik
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde, Finale: Olympic Stadium – Engenhão
Boccia
ab 16:00 (11:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde: Carioca Arena 2
Radsport
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen, Qualifikation: Rio Olympic Velodrome
Fußball 7-a-side
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer, Vorrunde: Deodoro Stadium
Goalball
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde: Future Arena
Judo
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen: Carioca Arena 3
Gewichtheben
ab 15:00 (10:00) Uhr: Frauen, 50 kg: Riocentro – Pavilion 2
Rudern
13:30 (08:30) Uhr: Männer und Frauen, Finale: Lagoa Stadium
Schießen
14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen: Olympic Shooting Centre
Sitzvolleyball
ab 15:00 (10:00) Uhr: Frauen, Vorrunde: Riocentro – Pavilion 6
Schwimmen
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Riocentro – Pavilion 6
Tischtennis
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen, Qualifikation, Viertelfinale: Riocentro – Pavilion 3
Paratriathlon
15:00 (10:00) Uhr: Männer, Finale: Fort Copacabana
Rollstuhlbasketball
ab 14:30 (09:30) Uhr: Frauen, Vorrunde: Rio Olympic Arena
Rollstuhtennis
16:00 (11:00) Uhr: Männer und Frauen: Olympic Tennis Centre – Centre Court

Sonntag, 11. September 2016

Bogenschießen
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen: Sambódromo
Leichtathletik
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde, Finale: Olympic Stadium – Engenhão
Boccia
ab 16:00 (11:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde: Carioca Arena 2
Radsport
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen, Qualifikation, Finale: Rio Olympic Velodrome
Reiten
15:00 (10:00) Uhr: Team Test: Olympic Equestrian Centre
Blindenfußball 5-a-side
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer, Vorrunde: Olympic Tennis Centre – Court 1
Goalball
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde: Future Arena
Gewichtheben
ab 15:00 (10:00) Uhr: Frauen, 61 kg: Riocentro – Pavilion 2
Rudern
13:30 (08:30) Uhr: Männer und Frauen: Lagoa Stadium
Schießen
14:15 (09:15) Uhr: Männer und Frauen: Olympic Shooting Centre
Sitzvolleyball
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer, Vorrunde: Riocentro – Pavilion 6
Schwimmen
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Olympic Aquatics Stadium
Tischtennis
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Halbfinale, Viertelfinale: Riocentro – Pavilion 3
Paratriathlon
15:00 (10:00) Uhr: Frauen, Finale: Fort Copacabana
Rollstuhlbasketball
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer, Vorrunde: Rio Olympic Arena
Rollstuhltennis
ab 16:00 (11:00) Uhr: Männer und Frauen: Olympic Tennis Centre – Centre Court

Montag, 12. September 2016

Bogenschießen
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen: Sambódromo
Leichtathletik
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde, Finale: Olympic Stadium – Engenhão
Boccia
ab 16:00 (11:00) Uhr: Männer und Frauen: Carioca Arena 2
Reiten
15:00 (10:00) Uhr: Team Test: Olympic Equestrian Centre
Fußball 7-a-side
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer, Vorrunde: Deodoro Stadium
Goalball
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde: Future Arena
Gewichtheben
ab 15:00 (10:00) Uhr: Frauen, 73 kg: Riocentro – Pavilion 2
Segeln
18:00 (13:00) Uhr: Männer und Frauen: Marina da Glória
Schießen
14:30 (09:30) Uhr: Männer: Olympic Shooting Centre
Sitzvolleyball
ab 15:00 (10:00) Uhr: Frauen, Vorrunde: Riocentro – Pavilion 6
Schwimmen
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Olympic Aquatics Stadium
Tischtennis
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen: Riocentro – Pavilion 3
Rollstuhlbasketball
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde: Carioca Arena 1 – Barra
Rollstuhltennis
ab 16:00 (11:00) Uhr: Männer und Frauen: Olympic Tennis Centre – Centre Court

Dienstag, 13. September 2016

Bogenschießen
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer: Sambódromo
Leichtathletik
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde, Finale: Olympic Stadium – Engenhão
Boccia
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen: Carioca Arena 2
Reiten
15:00 (10:00) Uhr: Team Test: Olympic Equestrian Centre
Blindenfußball 5-a-side
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer, Vorrunde: Olympic Tennis Centre – Court 1
Goalball
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde: Future Arena
Gewichtheben
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer, 88 kg: Riocentro – Pavilion 2
Segeln
18:00 (13:00) Uhr: Männer und Frauen: Marina da Glória
Schießen
14:30 (09:30) Uhr: Männer: Olympic Shooting Centre
Sitzvolleyball
ab 15:00 (10:00) Uhr: Frauen, Vorrunde: Riocentro – Pavilion 6
Schwimmen
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Olympic Aquatics Stadium
Tischtennis
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen: Riocentro – Pavilion 3
Rollstuhlbasketball
ab 14:30 (09:30) Uhr: Frauen, Viertelfinale: Rio Olympic Arena
Rollstuhltennis
ab 17:00 (12:00) Uhr: Männer und Frauen: Olympic Tennis Centre – Court 2

Mittwoch, 14. September 2016

Bogenschießen
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer: Sambódromo
Leichtathletik
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde, Halbfinale, Finale: Olympic Stadium – Engenhão
Boccia
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen: Carioca Arena 2
Parakanu
14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Lagoa Stadium
Radsport
ab 13:00 (08:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Pontal
Reiten
15:00 (10:00) Uhr: Test: Olympic Equestrian Centre
Fußball 7-a-side
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer, Halbfinale: Deodoro Stadium
Goalball
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen, Viertelfinale: Future Arena
Gewichtheben
ab 18:00 (13:00) Uhr: Frauen, 86 kg: Riocentro – Pavilion 2
Segeln
18:00 (13:00) Uhr: Männer und Frauen: Marina da Glória
Schießen
14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen: Olympic Shooting Centre
Sitzvolleyball
ab 15:00 (10:00) Uhr: Frauen, Vorrunde: Riocentro – Pavilion 6
Schwimmen
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Olympic Aquatics Stadium
Tischtennis
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen, Runde 1, Viertelfinale: Riocentro – Pavilion 3
Rollstuhlbasketball
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer, Viertelfinale: Rio Olympic Arena
Rollstuhlrugby
ab 15:30 (10:30) Uhr: Vorrunde: Carioca Arena 1 – Barra
Rollstuhltennis
ab 17:00 (12:00) Uhr: Männer: Olympic Tennis Centre – Court 2

Donnerstag, 15. September 2016

Bogenschießen
ab 14:00 (09:00) Uhr: Frauen: Sambódromo
Leichtathletik
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde, Finale: Olympic Stadium – Engenhão
Boccia
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen: Carioca Arena 2
Parakanu
14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen, Halbfinale. Finale: Lagoa Stadium
Radsport
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Pontal
Reiten
15:00 (10:00) Uhr: Test: Olympic Equestrian Centre
Blindenfußball 5-a-side
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer: Olympic Tennis Centre – Court 1
Goalball
ab 18:30 (13:30) Uhr: Männer und Frauen, Halbfinale: Future Arena
Segeln
18:00 (13:00) Uhr: Männer und Frauen: Marina da Glória
Sitzvolleyball
ab 18:30 (13:30) Uhr: Frauen: Riocentro – Pavilion 6
Schwimmen
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Olympic Aquatics Stadium
Tischtennis
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen Viertelfinale, Halbfinale: Riocentro – Pavilion 3
Rollstuhlbasketball
ab 14:30 (09:30) Uhr: Frauen, Halbfinale: Rio Olympic Arena
Rollstuhlrugby
ab 15:30 (10:30) Uhr: Vorrunde: Carioca Arena 1 – Barra
Rollstuhltennis
ab 17:00 (12:00) Uhr: Männer und Frauen: Olympic Tennis Centre – Court

Freitag, 16. September 2016

Bogenschießen
ab 14:00 (09:00) Uhr: Frauen: Sambódromo
Leichtathletik
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde, Finale: Olympic Stadium – Engenhão
Boccia
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen: Carioca Arena 2
Radsport
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Pontal
Reiten
14:00 (09:00) Uhr: Team Test: Olympic Equestrian Centre
Fußball 7-a-side
ab 19:00 (14:00) Uhr: Männer: Deodoro Stadium
Goalball
ab 18:30 (13:30) Uhr: Männer und Frauen: Future Arena
Segeln
18:00 (13:00) Uhr: Männer und Frauen: Marina da Glória
Sitzvolleyball
ab 18:30 (13:30) Uhr: Männer: Riocentro – Pavilion 6
Schwimmen
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Olympic Aquatics Stadium
Tischtennis
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer: Riocentro – Pavilion 3
Rollstuhlbasketball
ab 14:30 (09:30) Uhr: Frauen: Rio Olympic Arena
Rollstuhlrugby
ab 15:30 (10:30) Uhr: Vorrunde: Carioca Arena 1 – Barra
Rollstuhltennis
17:00 (12:00) Uhr: Männer und Frauen: Olympic Tennis Centre – Court

Samstag, 17. September 2016

Bogenschießen
ab 14:00 (09:00) Uhr: Frauen: Sambódromo
Leichtathletik
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde, Halbfinale, Finale: Olympic Stadium – Engenhão
Radsport
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Pontal
Blindenfußball 5-a-side
ab 19:00 (14:00) Uhr: Männer: Olympic Tennis Centre – Court 1
Segeln
17:00 (12:00) Uhr: Männer und Frauen: Marina da Glória
Sitzvolleyball
ab 21:30 (16:30) Uhr: Frauen: Riocentro – Pavilion 6
Schwimmen
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorlauf: Olympic Aquatics Stadium
Tischtennis
ab 15:00 (10:00) Uhr: Männer und Frauen: Riocentro – Pavilion 3
• Rollstuhl-Basketball
ab 14:30 (09:30) Uhr: Männer: Rio Olympic Arena
Rollstuhlrugby
ab 15:30 (10:30) Uhr: Männer und Frauen, Vorrunde: Carioca Arena 1 – Barra

Sonntag, 18. September 2016

Leichtathletik
14:00 (09:00) Uhr: Marathon: Fort Copacabana
Sitzvolleyball
14:30 (09:30) Uhr: Männer, Finale: Riocentro – Pavilion 6
Rollstuhlrugby
ab 14:00 (09:00) Uhr: Männer und Frauen, Finale: Carioca Arena 1 – Barra

ARD und ZDF berichten 60 Stunden live über Paralympics in Rio
ARD-Moderatorin Juliane Möcklinghoff präsentiert ab 7. September die Paralymics im Ersten. (Foto: Morris Mac Matzen/NDR/Das Erste)

ARD-Moderatorin Juliane Möcklinghoff präsentiert ab 7. September die Paralymics im Ersten. (Foto: Morris Mac Matzen/NDR/Das Erste)

Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender berichten ausführlich von den Paralympics vom 7. bis 18. September in Rio de Janeiro. ARD und ZDF senden etwa 60 Stunden live. Hinzu kommen Zusammenfassungen, ausführliche Streaming-Angebote sowie die Berichte der ARD-Hörfunkwellen. 2012 hatten ARD und ZDF in ähnlichem Live-Umfang von den Paralympics aus London berichtet. 2008 gab es etwa 30 Stunden live aus Peking zu sehen.

„Wir freuen uns, mit unseren Übertragungen und unserer Berichterstattung im Fernsehen, im Radio und online dazu beitragen zu können, dass die Wettbewerbe für Menschen mit Behinderung die große Beachtung bekommen, die sie verdienen“, sagte Lutz Marmor, Intendant des für die ARD federführenden NDR, in einer Mitteilung am Samstag.

Aus dem gläsernen Studio im Olympia-Park von Rio de Janeiro werden sich ab etwa 23.00 Uhr MESZ an den abwechselnden Sendetagen Juliane Möcklinghoff für die ARD und Yorck Polus für das ZDF melden. Zudem sendet die ARD von 16.05 Uhr an live. Die Eröffnungsfeier am Mittwoch (7. September) überträgt das ZDF von 23.00 Uhr MESZ an. Reporter ist Stefan Bier, unterstützt von Matthias Berg.

Fünf Stunden Zeitunterschied

Insgesamt gibt es an den elf Wettkampftagen 528 Medaillenentscheidungen. 4350 Athleten kämpfen in 22 Sportarten. Mit Triathlon und Kanu stehen zwei neue Disziplinen auf dem paralympischen Programm. Die Wettkampfstätten von Rio konzentrieren sich wie schon bei Olympia in den vier Stadtzonen Barra, Deodora, Maracana und Copacabana.

Aufgrund des Zeitunterschieds von fünf Stunden zur Mitteleuropäischen Sommerzeit finden die meisten Medaillenentscheidungen am späten deutschen Abend statt. Wie bei den Olympischen Spielen bieten ARD und ZDF auch bei den Paralympics gemeinsam eine umfangreiche Audiodeskription aller TV-Sendungen an. Über eine zusätzliche digitale Tonspur werden so die paralympischen Wettbewerbe blinden und sehbehinderten Menschen zugänglich gemacht. Die täglichen TV-Sendezeiten finden Sie ab Mittwoch auf ROLLINGPLANET.

ARD
Nachmittags bietet das ARD-Team an seinen Sendetagen (zum ersten Mal am Donnerstag, 8. September) jeweils ab 16.05 Uhr ein sportliches Magazin aus Rio de Janeiro. Zwischen Livesport und Zusammenfassungen präsentiert die ARD hier auch Studiogespräche und Hintergrundberichte. Am späten deutschen Abend bis tief in die Nacht heißt es „Paralympics total“ – mit bis zu fünf Stunden Live-Sport, Zusammenfassungen des Tages und Interviews im Studio.
Die Hörfunk-Wellen der ARD werden von den Morgensendungen bis zur letzten Tageszusammenfassung, also fast rund um die Uhr, mit Berichten und Reportagen von den ARD-Reporterinnen und -reportern aus Rio versorgt. Neben aktuellen Nachrichten, spannenden Geschichten und Interviews sind auch Live-Reportagen von der Eröffnungs- und Schlussfeier, von der Leichtathletik und vom Schwimmen geplant.
Auf sportschau.de/paralympics erhalten die Nutzerinnen und Nutzer umfassende und aktuelle Informationen über die Spiele in Rio. In einem Livecenter können sie täglich einen Highlight-Video-Livestream sowie an ARD-Sendetagen das ARD-Hauptprogramm als Stream verfolgen. Die wichtigsten Entscheidungen und Storys gibt es als On-Demand-Videos.
Von den Paralympics wird auch der ARD-Text ausführlich berichten. Im Mittelpunkt stehen vor allem die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Eine große Rolle spielt das Thema Barrierefreiheit für die ARD. Der Beitrag des ARD-Textes ist die Live-Untertitelung sämtlicher Übertragungen der Paralympics aus Rio auf Seite 150.
ZDF
Die Hauptsendung „ZDF Paralympics live“ beginnt zumeist um 23.00 Uhr und endet gegen 2.30 Uhr/3.00 Uhr. In dieser Zeitspanne sind die meisten Entscheidungen vor allem in der Leichtathletik und im Schwimmen live oder mit nur geringem Zeitversatz zu sehen.
Für alle Zuschauer, die die Wettbewerbe nachts nicht verfolgen können, präsentiert das ZDF mit „Paralympics extra“ am folgenden Vormittag ab 9.03 Uhr eine 90-minütige Zusammenfassung der sportlichen Höhepunkte. Darüber hinaus begrüßt Moderator Yorck Polus deutsche Medaillengewinner und weitere Gäste zum Gespräch im Paralympics-Studio. Hintergrundberichte und Erklärstücke bieten den Zuschauern zudem weitere Informationen zu den Wettkämpfen und zum Behindertensport.
Auch das ZDF-Online-Angebot bietet Informationen über die Paralympics rund um die Uhr. In der zentralen Sportart Leichtathletik werden alle Vormittags-Veranstaltungen zusätzlich im Internet gestreamt. Weitere Livestream-Angebote stehen je nach aktueller Lage für die verschiedenen Wettbewerbe zur Verfügung.

(RP/PM/dpa)

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