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phoenix verbessert Gebärdensprach-Dolmetschung: Größer und im Vordergrund

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phoenix verbessert Gebärdensprach-Dolmetschung: Größer und im Vordergrund

Kehrtwende beim gemeinsamen Sender von ARD und ZDF: Eigentlich hatten sie den Service ganz abschaffen wollen.

Kehrtwende beim gemeinsamen Sender von ARD und ZDF: Eigentlich hatten sie den Service ganz abschaffen wollen.

Gebärde in der Tagesschau (Foto: phoenix)

Gebärde in der Tagesschau (Foto: phoenix)

Ab Montag, 14. Oktober 2013, werden die Gebärdensprachdolmetscher, die im phoenix-Programm die „Tagesschau“ und das „heute journal“ in Gebärdensprache übersetzen, deutlich größer auf dem Bildschirm zu sehen sein. Dies teilte der Sender heute mit.

Vor einem neuen, der jeweiligen Nachrichtensendung angepassten Bildschirm-Design werden die Dolmetscher künftig im Vordergrund stehen, um die optische Wahrnehmung der Gebärden zu verbessern. Das Hauptbild verläuft dabei in leicht angeschrägter Form, „um dem Raum optisch mehr Tiefe zu verleihen“, heißt es in der Ankündigung.

Der neue Hintergrund orientiert sich an dem aktuellen Design von phoenix und nimmt außerdem die jeweilige farbliche Anmutung von „Tagesschau“ und „heute journal“ auf.

Sinneswandel nach Protest

Die Programmgeschäftsführer von phoenix, Michaela Kolster und Michael Hirz, sehen in dem neuen Design viele Vorteile: „Die Stärke der neuen Bildschirm-Darstellung liegt in der nahtlosen und zugleich optisch verbesserten Einbindung der Dolmetscher. Die klarere und prominentere Platzierung der Gebärden-Dolmetschung wird es Menschen mit Hörbehinderungen künftig erheblich leichter machen, die Gebärdensprache wahrzunehmen, während sie das Programm verfolgen – und somit am nachrichtlichen Tagesgeschehen teilzunehmen.“

Das nennt man vernünftige Kehrtwende: Noch vor einigen Wochen hatte Phoenix angekündigt, zum 8. Juli die Gebärdensprachdolmetscher abschaffen zu wollen – die Pläne aber aufgegeben, nachdem es massive Kritik gab. Woran wir sehen: Protest kann sich doch lohnen.

(RP/PM)

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6 Kommentare

6 Kommentare

  1. Marc Wiesenkämper

    11. Oktober 2013 um 20:09

    Super !

  2. Gabriela Traeder

    11. Oktober 2013 um 23:23

    bei den kosten, sollte so viel service wir irgend möglich sein!

  3. Karin Derenthal

    12. Oktober 2013 um 03:37

    Endlich ein Fortschritt in unserem rückständigen Land!

  4. Joachim Reich

    12. Oktober 2013 um 12:19

    Toll, super!

  5. Thorsten Gerbert

    12. Oktober 2013 um 16:06

    Auch als Nichtbetroffener, der nicht auf die Gebärdensprache angewiesen ist, halte ich das für eine schöne und gute Nachricht (auch Ihren Hinweis, dass sich Protest lohnen kann). Dennoch ärgere ich mich regelmäßig über Ansichten wie von Frau Derenthal über unser „rückständiges Land“. Leider vergessen viele Menschen, dass es uns in Deutschland gut geht, ich möchte in keinem anderen Land leben. Unser Land als rückständig zu bezeichnen ist Populismus und Polemik, die niemanden etwas bringt.

  6. Heidi

    12. Oktober 2013 um 18:49

    Richtig, Deutschland ist ein rückständiges Land. Ist ja auch kein Wunder, denn Deuschland hat Jahrzehnte lang versäumt für Barrierefreiheit und die Integration von Menschen mit Behinderung zu sorgen. Umgekehrt ist es aber genauso. Viele Behinderte haben nicht gelernt den Bemühungen unserer Gesellschaft Wertschätzung entgegen zu bringen oder auch mal mit nicht ganz so perfekten Verhältnissen zufrieden zu sein. Ich denke lieber positiv. Es verbessert sich ständig etwas in unserem Land. Der verbesserte GB Dolmetscher bei Phoenix ist nur eine Verbesserung von vielen. Wir müssen sie nur sehen wollen. Trotzdem brauchen Veränderungen Zeit. Vor allem dann, wenn viele Jahrzehnte überhaupt nichts getan wurde und die Menschen, die für diese Veränderungen verantwortlich sind, auf gar keine Erfahrungswerte zurückgreifen können. Unsere Gesellschaft übt sich in learning by doing. Deuschland mit Ländern zu vergleichen die diese Entwicklung schon vor vierzig Jahren vollzogen haben finde ich nicht nur unfair, ich finde es auch völlig daneben.

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