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Rentenpolitik: Deutscher Behindertenrat warnt Bundesregierung

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Rentenpolitik: Deutscher Behindertenrat warnt Bundesregierung

Menschen mit Behinderung sind besonders von Altersarmut betroffen.

Adolf Bauer, Präsident des Sozialverbands Deutschland (SoVD). (Foto: Holger Hollemann, dpa/lni)

Adolf Bauer, Präsident des Sozialverbands Deutschland (SoVD). (Foto: Holger Hollemann, dpa/lni)

Die Rentenpolitik der Bundesregierung berücksichtigt die Interessen der Menschen mit Behinderungen in Deutschland nicht konsequent genug, kritisiert der Deutsche Behindertenrat (DBR). Er hält das für falsch und legt ein Forderungspapier vor.

„Rente und Behinderung werden immer noch getrennt gedacht. Dabei sind es Menschen mit Behinderungen, die von Abschlägen bei Erwerbsminderungsrenten besonders betroffen sind. Sie sind es auch, die oft und lange arbeitslos sind, nicht privat vorsorgen können und damit geringe Renten zu erwarten haben“, sagt der DBR-Sprecherratsvorsitzende und SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich der bevorstehenden Beratung des Rentenpakets im Bundeskabinett.

Ein Forderungspapier des DBR listet auf, was die Bundesregierung tun kann, um die Rentenpolitik stärker in das Interesse der behinderten Menschen zu rücken.

Oft eine Folge von Arbeitslosigkeit

„Altersarmut ist oft eine Folge von Arbeitslosigkeit. Und von der sind Menschen mit Behinderungen besonders betroffen“,

„Ihre Arbeitslosenquote ist signifikant höher als in der Gesamtbevölkerung“,

betont Bauer. Als ein besonderes Alarmzeichen wertet er die Entwicklung am Arbeitsmarkt: „Während bundesweit die Arbeitslosigkeit sinkt, wirkt sich dieser Trend für die Menschen mit Behinderungen nur verhalten aus. Schon jetzt liegt der Anteil der Schwerbehinderten an der Gesamtarbeitslosigkeit bei 6,3 Prozent“, so Bauer.

Verbesserungen fordert der DBR auch beim Zugang zur Rehabilitation und für die Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten will das Aktionsbündnis ganz abschaffen.

Der DBR ist ein Aktionsbündnis der Behindertenverbände und Selbsthilfeorganisationen in Deutschland und engagiert sich seit vielen Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Im DBR haben sich über 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen vereinigt. Das Bündnis repräsentiert über 2,5 Millionen Betroffene. Für das Jahr 2018 hat der Sozialverband SoVD den Vorsitz im Sprecherrat des DBR übernommen. Vorsitzender des Sprecherrates ist SoVD-Präsident Bauer.

(RP/PM)

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Dunja Robin

    27. August 2018 um 10:35

    Fatal ist hierbei sicherlich ja auch, dass, selbst wenn man als Mensch mit Behinderung Arbeit findet, dies oft nur in Teilzeit möglich ist. Nicht, weil man körperlich nicht mehr schaffen würde, sondern weil beispielsweise Leistungen wie die Arbeitsassistenz „gedeckelt“ sein können. Auch das wirkt sich ja dann später auf die Rente aus…

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