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„Robert Rollinger“ kommt: Holger Kiesel wird neuer Behindertenbeauftragter in Bayern

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„Robert Rollinger“ kommt: Holger Kiesel wird neuer Behindertenbeauftragter in Bayern

Der Journalist, der sich auch als Kabarettist einen Namen gemacht hat, löst Irmgard Badura ab.

Holger Kiesel (Foto: BR)

Holger Kiesel (Foto: BR)

Der Journalist Holger Kiesel wird neuer Behindertenbeauftragter der bayerischen Staatsregierung. Das teilte Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Dienstag nach der Sitzung des Kabinetts in München mit. Kiesel folgt auf Irmgard Badura, deren Amtszeit am 31. Oktober 2018 regulär zu Ende ging. Badura habe sich in ihrem Amt für die Umsetzung der Barrierefreiheit sowie der Inklusion an Schulen eingesetzt, lobte Schreyer.

Für Kiesel als Nachfolger habe gesprochen, dass er selbst betroffen und gut in der Szene vernetzt sei. Er soll für die Dauer der neuen Legislaturperiode berufen werden. Der 44 Jahre alte Journalist Kiesel arbeitet seit 17 Jahren im Bayerischen Rundfunk (BR) als Redakteur, durch einen Sauerstoffmangel während seiner Geburt ist er spastisch gelähmt, wie es in einem BR-Bericht am Dienstag hieß.

Als Kabarettist „Robert Rollinger“ bekannt

Seit seinem Volontariat war Kiesel redaktionell unter anderem für die Bayern 2-Sendungen „Notizbuch“ und „Das Tagesgespräch“ tätig. Seit 2005 war er außerdem für eine besondere Ausgabe des „B5 Gesundheitsmagazins“ rund um das Leben mit Behinderung verantwortlich, das er selbst moderierte. Darin trat er zudem mit seiner Kabarettfigur „Robert Rollinger“ auf und nahm satirisch Episoden aus einem Rollstuhlfahrer-Leben aufs Korn. Mit seiner Kunstfigur ist er zuweilen auch auf Kleinkunstbühnen zu Gast. Für diese Figur will er sich im neuen Amt weitere Geschichten ausdenken.

Als Behindertenbeauftragter will Kiesel vor allem das Thema Wohnen in den Fokus rücken: „Wichtige Felder wären mir zum Beispiel das gemeinsame Wohnen von Behinderten und Nichtbehinderten. Ich finde es oft etwas bedrückend, dass Behinderte in großen Wohnanlagen unter sich sind, ohne dass sie gemeinsam mit Nichtbehinderten wohnen können, weil das eine relativ einfache Möglichkeit wäre, Inklusion herzustellen.“ Außerdem will er mehr Menschen mit Behinderung den Weg in den ersten Arbeitsmarkt öffnen.

(RP/dpa/lby)

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